Die Vereinsgeschichte des ATSV Kleinsteinbach kurz gefasst |
| 1897: | Gründungsjahr des ATSV Kleinsteinbach nach den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen durch die Gründung des Turnvereins Kleinsteinbach, der durch den Vorstand August Krauß geführt wurde. |
| 1900: | Bei der Jahreshauptversammlung 1900 wurde Adam Farr zum neuen Vorstand gewählt. |
| 1909: | Für die turnerischen Belange des noch jungen Vereins bedeutete im Jahr 1909 der Erwerb eines Grundstückes südwestlich neben der Schule in der Bockstalstraße (heute Standort des Feuerwehrhauses) einen wichtigen Fortschritt. Hier konnte ein Turnplatz eingerichtet werden. Dieser Platz bot auch den Vorteil, dass er von der Schule mitbenutzt werden konnte. Friedrich Kugel leitete in den ereignisreichen Jahren von 1908 bis 1912 die Geschicke des Turnvereins. |
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| Beginn des Fußballsports im Jahre 1908 |
| 1908: | 1908 wurde auch der Fußballsport in Kleinsteinbach heimisch, der Fußballverein „Alemannia“ wurde gegründet. Dieser trat dann bereits 1910 zum Turnverein über und brachte damit beide Sportarten unter ein Dach. Die Entwicklung des Turnvereins Kleinsteinbach nahm nach dem Zusammenschluss einen positiven Aufwärtstrend. |
| 1912: | Adam Farr übernahm erneut den Vorsitz, die Sportkameraden Julius Bihler, Fritz Roßwag und David Maag standen später auch an der Spitze des Vereines. |
| Turn- und Fußballplatz an einem Ort vereinigt. |
| 1923: | Der Vereinsvorsitz wurde von Rudolf Maag übernommen. Unter seiner Führung gelang es im Jahre 1925, das heute noch vom ATSV genutzte Sportgelände pachtweise zur Verfügung gestellt zu bekommen. |
| 1926: | Der Wunsch der Mitglieder, ein Vereinsheim zu errichten, wurde verwirklicht. |
| 1927: | In Folge der Polarisierung von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Meinungen schloss sich der Turnverein der Arbeitersportbewegung, damals „Roter Sport“ an. Im gleichen Zeitraum entstand jedoch auch ein zweiter Fußballverein, der sich „FC Kleinsteinbach“ nannte und sich dem Süddeutschen Fußballverband anschloss, weshalb deren Kicker oft kurz die „Süddeutschen“ genannt wurden. |
| Fußball verdrängt turnen immer mehr |
| 1933: | Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 und die nachfolgenden Gesetze und Verordnungen zur Zerschlagung unliebsamer Parteien, Organisationen und Vereine bedeuteten auch das Ende des alten Turnvereines |
| Neugründung nach gewaltsamem Ende des alten Vereins |
| 1933: | Die Sportbegeisterung war dadurch aber nicht zerstört! Am 3. September 1933 wurde ein neuer Sportverein gegründet, in dem jetzt die Fußballer des FC und die Aktiven des Turnvereins vereinigt waren. |
| 1945: | Nach dem Krieg galt es nun aus den Ruinen zu retten, was noch zu retten war“, heißt es in der Festschrift zum 70jährigen Jubiläum. Rudolf Seeger wurde im Vereinslokal „zum Ochsen“ zum ersten Vorsitzenden der Nachkriegszeit gewählt. |
| 1945/46 | In dieser Spielzeit gab es noch keine offizielle Punkterunde, sondern sie hatte eher Charakter von Freundschaftsbegegnungen. In allen Mannschaften fehlten noch Spieler, die sich noch in Kriegsgefangenschaften befanden. |
| 1946/47 | In dieser Spielzeit konnte der ATSV bereits seine erste Nachkriegs-Meisterschaft feiern. Dies war in der Kreisklasse-Staffel 1, in der neun Mannschaften, darunter sechs Stadtvereine, vertreten waren. |
| Arbeiter-Turn- und Sportverein (ATSV) |
| 1947: | Die offizielle, vollwertige Vereinsgründung nach dem Krieg wurde aber erst mit dem Beschluss einer neuen Satzung am 10. Dezember 1947 vollzogen. In der Satzung wird auch der neue Vereinsname „Arbeiter- Turn- und Sportverein Kleinsteinbach“ festgeschrieben. Die Satzung wurde unterzeichnet von Rudolf Maag, Robert Krauß, Rudolf Seeger, Karl Giesinger, Karl Langenstein, Karl Gassmann und Reinhard Schweitzer. |
| 1949: | In den Nachkriegsjahren leiteten nach Rudolf Seeger Wilhelm Rieß, August Schöner und Otto Merkle den Verein. Seit der Generalversammlung wurde auch wieder genau Buch über das Sitzungsgeschehen des Vereins geführt. |
| 1953: | Rudolf Maag wurde für seine Verdienste zum ersten Ehrenvorstand ernannt. Er hatte den Turnverein von 1923 bis 1933 geleitet und war dann später dem Verein immer in 1933 geleitet und war dann später dem Verein immer in irgendeiner Funktion zur Verfügung gestanden. Ernst Roser übernahm 1953 den Vereinsvorsitz. |
| 1961: | Erstmaliger Aufstieg in die 2. Amateurliga. Die Verpflichtung des sehr geschätzten Werner Klein (Hagsfeld) als Trainer bedeutete einen weiteren Leistungsschub. |
| 1961/62: | Unter dem neuen Vorsitzenden Hermann Krauß wurde dann 1961 der Beschluss zum Bau eines Clubhauses endgültig gefasst und noch im selben Jahr begonnen. Nach schwieriger Finanzierungsarbeit wurde das einheimische Bauunternehmen Seeger mit dem Bau beauftragt. |
| 1968: | Im Jahre 1968 wurde mit einem sechstägigen Sportfest das 60jährige Bestehen der Fußballabteilung gefeiert, zudem ging nach einer außer ordentlichen Mitgliederversammlung die Vereinsführung in die Hände von Dr. Adolf Roßwag über, der vorher sechs Jahre den Spielausschuss geleitet hatte. |
| 1968/69: | Nach der Rückkehr von Horst Roser und Karl-Heinz Wenz nach deren Gastspiel beim 1. Amateurligisten Karlsruher FV gelang dann doch der Wiederaufstieg in die 2. Amateurliga. |
| 1970: | Im Januar gab es inzwischen einen erneuten Führungswechsel, durch den der bis dahin jüngste Vorstand des Vereins, Gerhard Zanner, an die Spitze gewählt wurde. |
| 1971/72: | Ein besonderes und in seiner Art einmaliges Ereignis brachte der Ausgang des Spieljahres 1971/72, in dem der ATSV Kleinsteinbach und die SG Frankonia Stupferich mit nur acht Verlustpunkten am Ende in der A-Klasse gleichauf an der Spitze lagen. Da der ATSV wegen zunächst zugesicherter, dann aber wieder verworfener Terminzusage durch den Verband nicht zu dem Entscheidungsspiel antrat, wurde Stupferich zum Meister erklärt. |
| 1972: | Der Verein konnte nach jahrelangen Bemühungen eine Verbesserung der sportlichen Rahmenbedingungen durch die Verlängerung des Sportplatzes erreichen. Zudem brachte das Jahr die Öffnung des ATSV für eine neue Sportart: eine „Tischtennisabteilung“ wurde gegründet. |
| 1974: | Im Frühjahr 1974 schaffte die Mannschaft unter Trainer Manfred Schumacher den dritten Aufstieg in die 2. Amateurliga. Die beiden Grünwettersbacher Vereine waren die Hauptkonkurrenten. |
| 1978: | Unter Spielertrainer Helmut Kasper gelang sofort 1978, im Jahr des 70jährigen Fußballjubiläums, der bis heute einmalig gebliebene Aufstieg in die Landesliga. |
| 1978/79: | Das Spieljahr 1978/79 in der Landesliga brachte für den Verein einen sportlichen Tiefschlag. Es gab „Wochen des Ärgers und der schlaflosen Nächte“, wie in Protokollen vermerkt ist. Ursache war der plötzliche Rückzug von vier auswärtigen Stammspielern wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen Teilen der Verwaltung (seit 1973 leitete Hans Herter den Verein) und einem damaligen Förderer. Folge war der nicht mehr zu vermeidende Abstieg. |
| 1980/81: | Am Ende der Saison musste man den Weg zurück in die A- Klasse antreten, womit eine genau 20jährige Ära schöner Erfolge zu Ende ging. |
| 1982: | Bei der Generalversammlung 1982 übernahmen Fritz Stucky als erster Vorsitzender und Wolfgang Michelberger als dessen Stellvertreter die Vereinsführung. Wegen eindringender Feuchtigkeit war noch eine dringende Baumaßnahme angesagt. Die Mitgliederversammlung entschied sich für den Aufbau eines kompletten zweiten Stockwerkes des Clubhauses, dessen Rohbau bis Dezember 1982 fertiggestellt war. |
| 1984: | Umbauphase des Clubhauses während der Amtszeit des 1. Vorsitzenden Fritz Stucky. |
| 1987: | Zum ersten Mal wurde der ATSV Kleinsteinbach Pfinztalpokalsieger. Seit einer außerordentlicher Mitgliederversammlung im Juli 1987 stand bereits Wolfgang Michelberger an der Spitze des Vereins. |
| 1988: | Internationales A-Jugend Hallenturnier mit Eröffnungsfeier. |
| 1989: | Michael Schaier würde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. |
| 1991/92: | Abstieg in die Kreisliga B mit Trainer Claus Nagel konnte nicht verhindert werden. |
| 1993/94: | Der ATSV Kleinsteinbach gestaltet sein Sportplatzgelände völlig neu. Der Bau der neuen Anlage hatte verschiedene Gründe, so der über Jahre immer schlechter gewordene Zustand des alten Platzes, das Fehlen von Alternativen für ein Sportgelände in Kleinsteinbach, die Verbesserung der sportlichen Voraussetzungen und langfristig das Erreichen höher sportlicher Ziele. Am 7. August 1994 wurde die Einweihung des neuen Geländes mit einem „Highlight“ in der Geschichte des ATSV Kleinsteinbach gefeiert. Die Bundesliga-Mannschaft des Karlsruher SC (u.a. erstmals mit Thomas Häßler) trat gegen eine Amateur-Auswahl an; das Spiel endete 17:2. |