Spielberichte Saison 2019/2020


TSV Oberweier - ATSV Kleinsteinbach I   2:1

TSV Oberweier I - ATSV Kleinsteinbach I  2:1 (2:0)

"Völlig unnötige Niederlage gegen den Mitaufsteiger aus Oberweier"

 

Ziemlich optimistisch, aber mit dem notwendigen Respekt, fuhr der ATSV nach Oberweier,
hatte man doch mit zwei Siegen in der letzjährigen B-Klassensaison gute Erinnerungen
an diese beiden Begegnungen.

Ohne die Stammkräfte R. Schmidt und T. Obitz begann der ATSV in den ersten 15 Minuten stark und kontrollierte zunächst die Partie, ohne aber wirklich gefährlich in der Offensive zu werden. Beide Abwehrreihen waren in den Anfangsminuten jederzeit "Herr der Lage".

 

Unverständlicher Weise schlichen sich aber bei den Gästen aus dem Pfinztal dann Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel ein; haarsträubende Ballverluste führten dann auch zu den zwei schnellen
Gegentoren  - gleiches Muster jeweils über die rechte Abwehrseite - in der 20. und 27. Minute
(Hartmann und Riedel) zur 2:0 Führung der "Welle-Truppe. Der dritte Vorstoß über die rechte
Abwehrseite durch den schnellen Hartmann landete für den ATSV glücklicherweise am Pfosten,
sonst wäre die Partie nach ca. 30 Minuten mit dem vermeintlichen 3:0 schon entschieden gewesen.

 

Der ATSV ließ nach der starken Anfangsphase bis zur Halbzeit alles vermissen, was eine A-Klassenmannschaft als Grundgerüst mitbringen muss: Läuferische Defizite, Schwächen in der Zweikampfführung und "extreme" Fehler im taktischen Defensivverhalten mussten die wenigen ATSV-Fans bis zur Halbzeit zur Kenntnis nehmen. Ganz gravierend waren technische Mängel; so landeten reihenweise Flanken aus guten Positionen hinter dem Tor. Nur S. Aymar ließ durch seine Schnelligkeit ab und zu seine Gefährlichkeit aufblitzen, war aber beim Abschluss ebenso harmlos wie die anderen Stürmerkameraden.

 

Mit der 2:0-Führung der Hausherren war zu diesem Zeitpunkt der ATSV noch gut bedient.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit - und darauf sollte man aufbauen - sah man endlich das "wahre Gesicht der ATSV-Elf", aber auch gleichzeitig die Schwächen der Hausherren. Wenn man diese permanent unter Druck setzt, die Räume im Mittelfeld eng macht und frühzeitig stört, leistet sich die Abwehr enorme Aussetzer, die automatisch zu einer Vielzahl von ATSV Torchancen führten. Leider konnte nur Torjäger T. Thielert in der 67. Minute eine dieser Chancen per Kopf zum 2:1 Anschlusstreffer verwerten. Gefühlt 8:2 war das Chancenverhältnis zu ATSV-Gunsten in der zweiten Halbzeit.

Ein Remis oder sogar ein Sieg wäre aufgrund der Leistungssteigerung allemal drin gewesen.
Trotzdem hätte Oberweier in der Schlussphase noch das eine oder andere Tor erzielen können, zu einem Zeitpunkt, als der ATSV alles nach vorne warf und die Abwehr völlig entblößte.
TW H. Gauß konnte jedoch die wenigen Situationen bereinigen.
So gesehen war der Sieg für den TSV Oberweier, der die ähnliche Leistungsstärke wie der
ATSV Kleinsteinbach hat, glücklich, aber nicht unverdient.

 

Eine sehr gute Leistung zeigt außerdem Schiedsricherin Sandra Reitze, die mit der fairen Begegnung keinerlei Probleme hatte.

 

Fazit: Der ATSV muss die Basics, die für die Kreisklasse A notwendig sind, wie oben bereits beschrieben,
dringend verbessern und sich in diesen Grundvoraussetzungen deutlich steigern. "Stabilität" in der
Defensivarbeit, die bereits in der Offensive anfängt, ist der Schlüssel, um wieder erfolgreiche Spiele
abzuliefern".  Das ist eine alte Binsenweisheit, über die sich die Verantwortlichen des Trainerstabes und die Spieler ernsthaft Gedanken machen sollten. Leider ist auch festzustellen, dass zum jetzigen
Zeitpunkt bei dem einen oder anderen Aktiven das Niveau für die A-Klasse noch nicht erreicht wurde.
Daran gilt es in den Trainingseinheiten zu arbeiten.

 

ATSV-Aufstellung: H. Gauß, A. Rabolt, M. Gutbrod, N. Stucky, S. Lindörfer, A. Steimle, A. Daffeh, L. Schröder,
L. Elsäßer, S. Aymar, T. Thielert. AW-Spieler: D. Knab (56. Min. für A. Rabolt), J. Elässer (76. Min. für L. Elässer), G. Veres.

 

Text: W. Michelberger

 

ATSV Kleinsteinbach I - FC Berghausen I   1:3

ATSV verliert auch das zweite Pfinztal-Derby

 

FC Berghausen verdienter Sieger nach Halbzeitrückstand

 

Ja, die alten 1.Amateurliga-Zeiten des FC Viktoria Berghausen, von älteren Mitgliedern des FCB in nostalgischer Rückschau noch immer beschworen, sind längst vorbei. Tatsache ist aktuell die A-Klasse, und hier ein ATSV Kleinsteinbach, in der letzten Saison noch eine Klasse tiefer eingestuft und zuletzt arg gerupft, ein doch ernstzunehmender Gegner ? Beim seit Jahren wieder einmal stattgefundenen Derby um Punkte sah es bis zur Halbzeitpause in einem gutklassigen A-Liga-Spiel unter ordentlicher Leitung von Ines Bechtel doch so aus, dass der „Underdog“ bei einigem Glück durchaus für eine Überraschung gut sein könnte.

Dabei begannen die Viktorianer forsch, zielten auf eine frühe Entscheidung mit ihren drei Stoßstürmern Kurtolli, Tromba und Geggus, doch zunächst ließ sich die ATSV-Abwehr um die umsichtigen Innenverteidiger S.Lindörfer und N.Stucky und dem durchgängig stark haltenden Torhüer H.Gauß nicht überwinden, auch wenn es einige Male brenzlige Strafraumsituationen gab. Besonders Geggus musste sich ankreiden lassen, eine 100 %-ige Chance nur mit einem Lattentreffer abzuschließen. Die Überlegenheit der Viktoria konnten die Platzherren, die wieder R.Schmidt und A.Steimle dabei hatten, Mitte der ersten Halbzeit brechen und auch einige vielversprechende Situationen schaffen. Sie gipfelten im Führungstreffer für den ATSV in der 32.Minute durch den offensiv stärksten Akteur, S.Aymar, dessen als Aufsetzer gefährlich werdender Abschluss von Torhüter Oldie A.Becker nicht am Einschlag gehindert werden konnte.

 

Mit einer 1:0 Führung in die Pause gehen zu können, sollte die Platzherren stärken für eine zweite Halbzeit, in der wieder verstärkte Bemühungen der Gäste um Resultatsverbesserung zu erwarten waren, hoffte man auf ATSV-Seite. Die Gäste ließen nicht locker, und ihr Sturmtrio beschäftigte die ATSV-Abwehr immer wieder überfallartig. Aus einem ruhenden Ball allerdings resultierte der Ausgleichstreffer in der 55.Minute. Kurtolli konnte ungehindert einköpfen. Dazu wurde nach rund einer Stunde der Abwehrverbund der Platzherren durch eine Verletzung des bis dahin besten Spielers, S.Lindörfer, gesprengt. Die Ordnung ging daraufhin sichtbar verloren, und der Gast nutzte dies zu zwei Kontertoren vom überragenden Tromba und Geggus in der 64. und 78.Minute. Becker bewahrte seine Mannschaft bei zwei guten ATSV-Chancen durch L.Elsässer vor einer spannenderen Schlussphase.

 

Insgesamt muss man aber festhalten, dass die reifere und letztlich auch gefährlichere Mannschaft aus Berghausen, die aber auch Schwächen in der Defensive offenbarte, gegen einen ordentlich mitspielenden ATSV verdient gewann.

 

Für den ATSV beginnt jetzt eine Reihe wichtiger Spiele gegen Mannschaften ähnlicher Leistungsstärke und derzeit gleicher Punktezahl. Hier zu bestehen wäre für den weiteren Saisonverlauf enorm wichtig, angefangen am Sonntag beim Mitaufsteiger TSV Oberweier, den man in der letzten Saison noch zweimal in der B-Klasse besiegen konnte.

 

Eine „Anleihe“ hätte die Erste des ATSV am gestrigen Sonntag bei ihrer Reserve machen sollen, die die SpG Berghausen/Wöschbach II mit sage und schreibe 10:1 in die Schranken verwies.

 

Text: Karl-Heinz Wenz


SpVgg Söllingen I - ATSV Kleinsteinbach I   5:1

ATSV lässt sich erneut durch Stürmerstar abkochen

 

Chancen zur Resultatsverbesserung ausgelassen, dann eingebrochen

 

 

 

Zwei Spieltage hintereinander musste der ATSV die leidvolle Erfahrung machen, dass in der A-Klasse Gegner mit herausragenden Stürmerqualitäten aufwarten, die nur schwer in Schach gehalten werden können. A.Sidibe am letzten Sonntag in Neuburgweier (3 Tore) und nun Pablo von Schnitzler in Söllingen mit gar vier Treffern machten den Unterschied aus und ließen den A-Klassenneuling leer ausgehen. So wurde der ATSV hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und muss jetzt nach den zwei deftigen Niederlagen Ruhe bewahren und versuchen, im Verbund die größten Fehler abzustellen.

 

 

 

Beim Derby in Söllingen hatte man wieder vorige Urlauber dabei, musste aber leider auf R.Schmidt (verletzt) und auch auf A.Steimle verzichten. Man wurde trotz hochsommerlichen Temperaturen kalt erwischt, denn nach einem gewonnenen Zweikampf (lag ein Foulspiel vor?) in der 3.Minute konnte der Spvgg-Brasilianer Pablo – wie er kurz genannt wird – frei auf das ATSV-Tor zustreben und den Ball sehenswert über Torhüter H.Gauß zum 1:0 ins Netz lupfen. In der 10.Minute war es wieder Pablo, der über links durchkam und R.Kußmaul maßgerecht bediente, der trocken zum 2:0 in die Maschen abschloss. Im Rest der ersten Halbzeit entwickelte sich ein meist ausgeglichenes Spiel, in dem der ATSV nach den zwei frühen Nackenschlägen besser dagegen hielt und auch erste Chancen hatte. Die Spvgg  erwies sich aber kämpferisch, im aggressiveren Verhalten und läuferischer Überlegenheit im Umschaltspiel überlegen und konnte immer, wenn es nach vorne ging, auf Pablos Einfälle bauen.

 

 

 

Entschieden schien das fast durchweg faire Spiel zur Halbzeit trotzdem noch nicht, und als die Gäste in der 47.Minute einen schön über den linken Flügel herausgespielten Angriff durch einen Kopfball von T.Thielert zum 2:1 veredelten, keimte doch noch Hoffnung auf Besserung auf. Söllingen „schwamm“ kurzzeitig, und hätte S.Aymar in der 52.Minute frei vor Loidl seine große Chance zum Ausgleich verwertet, wäre vielleicht noch ein für den ATSV besserer Spielausgang möglich gewesen. Aufgerückt wurden die ATSV-ler aber praktisch im Gegenzug mit dem 3:1 (Pablo) wieder zurückgeworfen. Noch einmal lag ein knapperes Resultat im Bereich des Möglichen, doch T.Thielert wurde bei seinem Freilauf aufs Söllinger Tor im letzten Moment der Ball vom Fuß gegrätscht. Der Rest ist schnell erzählt: die Spvgg wartete auf weitere Kontergelegenheiten und hatte im Rekordtorschützen einen sicheren Verwerter. Einmal lag allerdings ein ausbleibender Abseitspfiff dem Tor zugrunde.

 

 

 

Fazit: Verdiente Niederlage gegen den letztjährigen Tabellenzweiten und wieder zu den Aufstiegsfavoriten zählenden Gegner, vielleicht etwas zu hoch. Es muss jetzt ein Lernprozess im Spielverhalten einsetzen, um eine in der A-Klasse unvermeidliche kompaktere Auftretensweise zustande zu bringen. So einfach darf man sich nicht ständig Treffer einfangen. Nach dem Derby ist vor dem Derby: Am Sonntag empfängt man mit dem FC Viktoria Berghausen den nächsten Ortsrivalen, der sich mit seiner langen Tradition nur ungern von den Newcomern in der A-Klasse die Butter vom Brot nehmen lassen wird. Zuhause sollte man aber nicht klein beigeben und an eine wieder positive Überraschung glauben.   (kw)

 


SC Neuburgweier I - ATSV Kleinsteinbach I   4:1

ATSV stark ersatzgeschwächt bei Rheinstettenern ohne Chance

 

Sidibe machte den Unterschied

 

 

 

Es ist schon seit Jahren beim ATSV (und nicht nur hier) eine negative Erscheinung beim Saisonbeginn im August: die urlaubsbedingte Abwesenheit mehrerer Spieler. Beim Start am vergangenen Sonntag war die Dezimierung noch maßvoll, jetzt beim ersten Auswärtsspiel beim SC Neuburgweier schlug sie bei den Pfinztälern mit „voller Wucht“ zu. Musste das Spiel der Reserven vom ATSV aus Spielermangel gar abgesagt werden, fehlten auch bei der Ersten mehrere sonst spielbestimmende Akteure. Dass mit S.Lindörfer, L.Schröder, T.Thielert und L.Elsässer (dazu fehlte auch weiter Torhüter H.Gauß nach längerer Verletzung)  das „Herz“ der Mannschaft nicht gleichwertig zu ersetzen ist, war man sich im Voraus schon bewusst und trat dann auch deutlich zu Tage. So war nichts für den östlichsten beim 30 Kilometer entfernten südwestlichsten Kreisvertreter zu erben. Außer schönem Sommerwetter wurde den mitgereisten Fans von der eigenen Mannschaft wenig am Rheinufer geboten.

 

Dabei hätte aber doch vielleicht manches anders kommen können, hätte man in den ersten 25 Minuten mehrere beste Chancen zu Torerfolgen verwertet, was leicht möglich gewesen wäre. Aber vor allem R.Schmidt, der dann früh verletzt ausscheiden musste, auch S.Aymar und T.Obitz brachten einfach den Ball nicht über die Linie. Auf der anderen Seite herrschte immer dann Alarmstufe, wenn Neuburgweiers Sturmperle A.Sidibe sich in Szene setzte. Mit ihm kamen N.Stucky und A.Steimle im Abwehrzentrum überhaupt nicht zurecht. Nach einer halben Stunde hieß es daher 2:0 für die Gastgeber, womit es auch in die Pause ging. Trainer T.Augenstein konnte aufgrund der Personallage nichts ändern, und als Sidibe noch vor einer Stunde Spielzeit seine Tore zwei und drei hinzufügte, war die Messe gelesen. Das 3:0 entstand allerdings aus einer klaren Abseitsposition. Mit den Abseitsentscheidungen hatte der in die Jahre gekommene Unparteiische auf beiden Seiten erhebliche Probleme und verursachte manches Kopfschütteln. In der Folge konnte man den Gästen zwar Bemühen zur Vermeidung einer noch höheren Niederlage nicht absprechen, aber es fehlte auch der letzte Wille, doch noch positiv in Erscheinung zu treten. Sidibe war trotzdem auch hier nur schwer zu bremsen. Wenigstens eine kleine Resultatsverbesserung gelang dem ATSV dann doch noch durch den schön herausgespielten Ehrentreffer durch S.Aymar.

 

 

 

Die Zeit der Herausforderungen geht weiter. Jetzt stehen die Derbywochen gegen die Pfinztal-Konkurrenten Söllingen und Berghausen an. In diesen Partien liegt naturgemäß eine ganz andere Brisanz auf dem Geschehen. Man kennt sich bestens, begegnet sich in Freundschaft (siehe Pfinztal-Pokal vor 14 Tagen) des Öfteren und weckt auch noch Emotionen, die mit denen bei Vergleichen in früheren Jahrzehnten allerdings nicht mehr zu vergleichen sind. Die stabile Sportvereinigung ist im Heimspiel natürlich favorisiert, aber warum soll dem Underdog ATSV nicht auch einmal wieder eine Überraschung gelingen ? Wir werden sehen. Es darf auf eine spannende, auch vor allem faire Auseinandersetzung gehofft werden.

 

Text: Karl-Heinz Wenz 

 


ATSV Kleinsteinbach I - FC Südstern Karlsruhe   4:0

Erfolgreicher Start zurück in der A-Klasse

Gäste in zweiter Spielhälfte überfordert

 

Man wusste im Vorfeld bei den Gastgebern nicht so richtig die Leistungsstärke der eigenen Mannschaft einzuordnen, sind doch große Unterschiede in der klassenhöheren A-Liga, in die der ATSV nach fünf Jahren zurückkehrte, zu vermuten. Durch einen in der Höhe sicher über-raschenden 4:0 Sieg gegen den Karlsruher Traditionsclub kam natürlich Freude über den guten Einstand auf, aber vor allem Genugtuung, dass man in der A-Klasse – zumindest mit dem unteren Drittel – mithalten kann. Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Abschneiden waren das Einbringen wichtiger Tugenden wie Lauffreudigkeit, energisches Zweikampfverhalten, auch Spielgeschick und -freude sowie Disziplin. Ist dies der Fall, kann der ATSV durchaus eine ordentliche Rolle in dieser Saison spielen.

 

Nach kurzem Abtasten kreierte die Offensivabteilung erste Chancen, von denen zwei eigent-lich zu ersten Toren hätten führen müssen. S.Aymar, einziger Neuzugang im Team, versäumte vor dem offenen Tor einen Abschluss, und L.Elsässer rutschte an einer Hereingabe von R.Schmidt vorbei. Die Gäste, die immer, wenn sie unter Druck gerieten, in der Abwehr verwundbar schienen, deuteten aber andererseits auch ihre Gefährlichkeit im Spiel nach vorne an. So musste die ATSV-Abwehr vor allem gegen Schüssler und Susanj auf der Hut sein. Hier lieferten der überragende S.Lindörfer und N.Stucky in der Innenver-teidigung eine solide Partie ab und hatte zusätzlich mit E.Mammanello für den seit der Vor-bereitung verletzten Stammtorhüter H.Gauß einen verlässlichen Rückhalt. Für das gute ATSV-Spiel mitverantwortlich war auch die harmonierende Mittelfeldreihe mit D.Knab, L.Schröder und Spiellenker T.Thielert, die es verstanden, die schnellen R.Schmidt, S.Aymar und L.Elsässer in Szene zu setzen. Dank dem FCS-Abwehrorganisator Beck und Torhüter Häberer blieb es bis zur Pause beim durchaus gerechten 0:0 Unentschieden.

 

Der Druck sollte sich erhöhen, war die Vorgabe von Trainer T.Augenstein zur Pause, und dies trat dann auch ein. Mit überfallartigen Angriffen bereitete man den Gästen immer mehr Probleme und in der 54. und 59.Minute zahlte sich die Überlegenheit auch endlich aus. L.Elsässer überlistete Häberer mit einem Heber aus spitzem Winkel, und R.Schmidt veredelte einen Durchbruch von S.Aymar zum 2:0. Geschlagen geben wollten sich die Südsternler aber noch nicht, hatten nach einem Konfusion auslösenden Querschläger von A.Rabolt und einer weiteren Chance, die zu einem Zusammenprall von Torhüter Mammanello und einem Gästestürmer führte, der vom souveränen Schiri Daurer als Stürmerfoul bewertet wurde, durchaus noch Möglichkeiten für einen Anschlusstreffer. In den letzten 20 Minuten schwanden bei den Gästen zusehends die Kräfte und der ATSV hatte nun fast im Minutentakt Gelegenheiten zur Resultatserhöhung. Hätte nicht Häberer mehrmals glänzend reagiert, wäre ein noch deutlicheres Ergebnis am Ende möglich gewesen. So blieb es bei „nur“ noch zwei weiteren Treffern des cleveren T.Thielert, einer davon durch einen Foulelfmeter, bei dem der Schiri Gnade vor Recht ergehen ließ und den Gäste eine rote Karte ersparte.

 

Ein schöner Sieg, der aber gegen die nicht konstanten Gäste, die in der letzten Saison bereits gegen den Abstieg spielten, nicht überbewertet werden sollte. Am Sonntag geht es an den Rhein zum SC Neuburgweier, der mit einer Niederlage in Söllingen startete. Schade nur, dass jetzt fünf Spieler vom Sonntag in Rheinstetten urlaubsbedingt fehlen werden. Schau’n wir mal, ob trotzdem etwas geht.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


Impressionen Mannschaftsabschluss + Aufstiegsfeier


Zweites Relegationsspiel:   ATSV I - FV Hochstetten   4:1

ATSV Kleinsteinbach bewältigt auch seine zweite Relegationshürde erfolgreich

und schafft den Aufstieg in die A-Klasse

Hochverdienter 4:1 Sieg gegen einen lange zähen FV Hochstetten

Pfinztal jetzt mit drei Clubs in A-Klasse vertreten

 

Der ATSV Kleinsteinbach hat lange fünf Jahre warten müssen, um wieder in den Kreis der A-Ligisten zurückzukehren. Verständlicherweise war daher der Jubel im Kleinsteinbacher Lager in der schmucken Stupfericher Brenk-Arena groß, als der Schlusspfiff im entscheidenden Vergleich mit dem Hardt-Vertreter FV Hochstetten erfolgte und die Kleinsteinbacher als deutlicher 4:1 Sieger feststanden. Das erwartete harte Stück Arbeit, auch ein wenig Zittern und in der Schlussphase euphorische Vorfreude lag damit hinter der Augenstein-Truppe, die nun doch als verdienter Sieger in der Dreiergruppe der Relegation ohne Punktverlust hervorging.

Oder - um es in den Worten des Internet-Portals Fupa auszudrücken: „Hochverdient gewinnt der ATSV Kleinsteinbach und steigt verdient in die A.Klasse auf“.

 

Es war alles angerichtet für ein spannendes Spiel, das es lange auch war: Herrliches Fußballwetter, ein gepflegter Rasen, tolle Stimmung der rund 500 Zuschauer. Der Sieger der Partie stand von vornherein als Aufsteiger fest; dem ATSV genügte durch den um ein Tor höheren Sieg gegen die SG Stupferich II ein Unentschieden.

 

Man kannte sich im jeweiligen Lager nach den beiden vorausgegangenen Partien gut und konnte sich so auf die Stärken und Schwächen des Gegners taktisch einstellen.

 

Kleinsteinbach hatte sein Augenmerk besonders darauf gerichtet, den Torjäger des FVH, Bunea, zu neutralisieren, was den beiden Innenverteidigern Silas Lindörfer und Alexander Steimle über die volle Spielzeit bestens gelang. Bunea hatte praktisch über 90 Minuten keine echte Chance. Daneben wurde versucht, die Kreise des Spielmachers Herbst entscheidend einzuengen, was ebenfalls erfolgreich umgesetzt wurde. Dass sich die Bachmann-Truppe auch ihre Gedanken machte, wie die spieltragende Figur des ATSV, Andreas Mall, in Schach gehalten werden konnte, war auch klar. Doch diesen immer wirksam auszuschalten, gelang auch den Hochstettenern nicht. Was den ATSV entscheidend auszeichnete, war auch eine geschlossene Mannschaftsleistung, angefangen beim sicheren Keeper Henrik Gauß, über eine, wie schon erwähnt, konsequente Innenverteidigung, über eine gegenüber dem ersten Spiel stark verbesserte Mittelreihe und dem immer für Tore guten Angriff, bei dem selbst der Ausfall von Torjäger Timo Thielert  nach rüdem Foul nach rund einer halben Stunde kompensiert werden konnte.

 

Der ATSV konnte in den ersten zehn, fünfzehn Minuten eine sichtbare Nervosität nicht verbergen, was vermehrt zu fehlerbehafteten Abspielsituationen führte, die Hochstetten zu nutzen verstand und Druck aufbauen ließ. Dies führte auch zu zwei Chancen. Zunächst wehrte Gauß einen gefährlichen Schuss ab, der Nachschuss landete neben dem Gehäuse. Allmählich beruhigte der ATSV seine Aktionen und seine bessere Spielkultur setzte sich zunehmend durch. T.Thielert hatte die ersten beiden guten Gelegenheiten für den ATSV, doch sein Kopfball strich über die Latte und eine Hereingabe verfehlte er in Tornähe. Das erste Ausrufezeichen setzte dann A.Mall mit einem Durchbruch auf halblinks und geschickter Verwertung mit platziertem Flachschuss zum 1:0 für den ATSV. Zwei Minuten später landete der Ball durch Jonathan Elsässer bereits zum vermeintlichen 2:0 im Netz, doch der Linienrichter des insgesamt sehr gut leitenden Gespannes unter Führung von Fabio Kutterer wollte eine Abseitsstellung entdeckt haben. Bis zum Pausenpfiff ergab sich jetzt eine deutliche Überlegenheit der Pfinztaler, ohne torwirksam zu werden.

 

Dass eine Ein-Tor-Führung trotz aller Überlegenheit keine Gewähr für sicheres Punkten ist, zeigte schon die 49.Minute, als Hochstetten über rechts, wo Andreas Gutbrod einige Schnelligkeitsprobleme mit seinem Gegenspieler hatte, eine Flanke auf den langen Pfosten servierte, doch der Stürmer konnte den Ball nicht richtig verarbeiten. In der 67.Minute wurde A.Mall im Strafraum zweifelsfrei von den Beinen geholt; zur Ausführung des Strafstoßes trat er selbst an, weil der etatmäßige Schütze T.Thielert bereits ausgeschieden war. Mit gekonnter Parade verhinderte der gute Hochstettener Torhüter Dürr zunächst den Elfmeter, war aber beim Nachschuss A.Malls chancenlos – 2:0. Der Hardt-Vertreter vergab dann auch seine letzte Großchance. Als die Kleinsteinbacher Abwehr samt Torwart bereits überlaufen war, traf der FVH-Stürmer nur den Pfosten des leeren Tores. Die Folge waren schließlich laufende Angriffsszenen des ATSV mit guten Abschlussgelegenheiten. Eine solche verwandelte Till Obitz in der 77.Minute mit trockenem Flachschuss von der 16m-Linie zum 3:0. Eine weitere für Obitz verhinderte Hochstetten in der 87.Minute durch ein Strafraumfoul, das neben einem Strafstoß auch eine gelb-rote Karte nach sich zog.

A.Mall verwandelte jetzt sicher zum 4:0. Kurz später wollte der Schiri auch dem Gegner mit einem Elfmeter die Chance zum Ehrentor geben, doch Herbst knallte den Strafstoß mit Vehemenz über den Kasten. In der Nachspielzeit gelang ihnen dann doch noch eine Resultatskosmetik durch ein Eigentor des kurz zuvor eingewechselten Markus Kaucher.

 

Exakt 20 Jahre nach dem Aufstieg in die Bezirksliga – von der damaligen Mannschaft war ein Großteil der Spieler jetzt auch als Zuschauer zugegen – kann der ATSV wieder einen Aufstieg schaffen und macht damit nach vielen Jahrzehnten wieder Gemeindeduelle gegen Viktoria Berghausen und Spvgg Söllingen möglich. Respekt gehört auch dem fair gratulierenden Gegner, der auch eine gute Saison spielte und nur an einem etwas besseren Aufstiegsrivalen scheiterte. Anerkennung gilt dem Gastgeber, der SG Stupferich, für eine logistische Meisterleistung zur Bewältigung des hohen Zuschauerzuspruches mit Bewirtungsangeboten und Parkmöglichkeiten.

Den Aktiven des ATSV mit ihrem Betreuerstab gilt das Lob für eine reife Leistung; das ausgiebige Feiern nach dem Spiel mit obligatorischer Sektdusche haben alle redlich verdient. Nun gilt es neue Kräfte zu sammeln für eine sicher fordernde kommende Runde eine Klasse höher, in die aber ein gewaltiger „Wermutstropfen“ mit dem Abgang von Spielgestalter und Torjäger Andreas Mall fällt, der zum Kreisligisten FC Germania Singen wechselt.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 

Fotos: Marco Nabinger


Erstes Relegationsspiel:   ATSV I - SG Stupferich II   3:1

ATSV Kleinsteinbach meistert erste Relegationshürde

Nach starker erster Halbzeit deutlicher Leistungsabfall

 

Dass zu solchen Entscheidungsspielen auch Glück gehört, musste der ATSV Kleinsteinbach bei seiner letztjährigen Relegationsrunde leidvoll erfahren. Dieses Mal stand es ihm dafür beim ersten Spiel der Dreierrunde der B-Klassenzweiten zum Aufstieg in die A-Klasse zur Seite. Im fast 40 Kilometer entfernten Hochstetten musste der ATSV mit der Reserve der SG Stupferich die Klingen kreuzen. Ein besonderes Spiel, weil man sich nachbarschaftlich gut kennt und in den letzten Jahren auch freundschaftlich wieder näher gekommen ist, was sich als Patenvereine auch so gehört.

 

Das spielte jetzt aber alles keine Rolle; entscheidend war, was auf dem gut gepflegten Rasen des auch schon sportlich bessere Zeiten erlebt habenden Hardt-Clubs vom Rhein passierte. Dass unsere Mannschaft dieses Mal die Chance nutzen will, endlich wieder eine Klasse höher zu steigen, spürte man im Vorfeld. Die Siegesserie von 19 ungeschlagenen Spielen mit 17 Siegen sprach auch dafür. Doch es gab bereits nach drei Spielminuten einen herben Dämpfer, als der ungedeckte Stupfericher Feuchter am Fünfmeterraum einnetzen konnte. Zum Glück blieb keine lange Zeit des Haderns. Beinahe im Gegenzug bediente A.Mall maßgerecht auf dem rechten Flügel L.Elsässer, der seinen Gegenspieler überlief und ins lange Eck vollendete: 1:1. Es entwickelte sich sodann ein umkämpftes Spiel, das meist fair blieb, aber die Pfinztaler gewannen doch allmählich die Hoheit über die Höhenstädtler. Vor allem beim schnellen Umschaltspiel bekam die Lutz-Truppe des Öfteren Schwierigkeiten, vor allem wenn A.Mall in Ballbesitz kam. Mehrmals mussten die Stupfericher zu taktischen Fouls greifen, was die Kleinsteinbacher Fans gerne strenger bestraft gesehen hätten. Eine große Chance ließ T.Thielert aus, als er aus Nahdistanz nur den Innenpfosten traf, und A.Mall konnte beim Nachschuss im letzten Augenblick noch geblockt werden. Doch in der 23.Minute gab es dann die Führung für den ATSV, als L.Elsässer im Strafraum von hinten von den Beinen geholt wurde, und T.Thielert den vom gut postierten Schiri Ralf Löffler verhängten Strafstoß sicher verwandelte. Jetzt lief es bei der Augenstein-Truppe, und A.Malls Sololauf durch die Abwehr bescherte einen gelungenen Abschluss zum 3:1. Die Stupfericher gaben aber nicht klein bei und hatten noch eine gute Kopfballchance, die jedoch das Tor verfehlte. Unmittelbar vor der Halbzeitpause hielt der Stupfericher Anhang eine Aktion des ATSV-Torhüters H.Gauß für durchaus auch elfmeterwürdig, aber Löfflers Pfeife blieb stumm. So blieb der alles in allem gerechte Zwei-Tore-Vorsprung des ATSV zur Pause erhalten.

 

T.Augenstein brachte zur zweiten Hälfte zur Stärkung der Abwehr N.Stucky, so dass A.Steimle für den angeschlagenen L.Schröder ins Mittelfeld rücken konnte. Lag es nun an den oft konfus agierenden Kleinsteinbachern oder mehr an der deutlichen Leistungssteigerung der Stupfericher, dass das Spiel in Durchgang zwei kippte und die SG mit Vehemenz ihre Chance zur Resultatsverbesserungsuchte ? Jedenfalls wuchs der Druck auf die Kleinsteinbacher Abwehrreihe enorm und da das Mittelfeld keine Ordnung ins Spiel brachte und sich bei der Entlastung schnelle Ballverluste häuften, kam man immer mehr in Bedrängnis. Die SG-ler kamen mehrfach zu Chancen, die aber Torwart H.Gauß, der stets präsent blieb, selten auf die Probe stellten, weil sie laufend ihre Abschlüsse über oder neben das Tor setzten. So konnte es beim erfolgreichen Daumendrücken auf ATSV-Seite bleiben. Hätte man noch gegen Spielschluss in mehrfach sich ergebenden Konterchancen eher kühlen Kopf bewahrt und beherzter abgeschlossen, wäre sogar auch eine Resultatserhöhung möglich gewesen, was allerdings dem Leistungsbild insgesamt auf keinen Fall entsprochen hätte.

 

Fazit: Mund abputzen, ein „dreckiger“ Arbeitssieg eines spannenden B-Liga-Spiels, das den Ansprüchen eines Spitzenspiels für diese Klasse durchaus gerecht geworden ist.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


30. Spieltag:   ATSV I - FV Alem. Bruchhausen II   15:0

Kantersieg im letzten Saisonspiel

Ende gut, alles gut ? Erst die Relegation wird es zeigen

 

Den erwartet deutlichen Sieg gab es im letzten Saisonspiel, das für die Platzierung bereits längst unbedeutend war, zuhause am „Vatertag“ gegen den nun auch als Absteiger feststehenden FV Bruchhausen II, der mit 15:0 (Halbzeit 9:0) schwer abgekanzelt wurde. Dabei schonte der ATSV noch Kräfte, um die Belastung vor der Relegation abzumindern. Im wohl klarsten Sieg der Vereinsgeschichte in einem Pflichtspiel – nur ein 1:16 in einem Pokal-spiel der 1960er-Jahre in Auerbach reicht heran und ist in den ATSV-Annalen vermerkt –gab es ein munteres Preisschießen, das auch noch höher hätte ausfallen können. Die Torschützen waren breit gestreut. Neben den mehrfach Treffenden, A.Mall (5) und L.Schröder (1), gab es die Einzeltorschützen T.Thielert (4), D.Knab, T.Obitz, A.Steimle, J.Elsäßer und M.Stöckler.

 

Anzumerken ist die faire Haltung des Gastes, der trotz der deprimierenden Schlappe immer die sportliche Haltung bewahrte, was bei dem Ergebnis keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Die Bilanz des ATSV in dieser Saison weist nun nach 30 Spielen 70 Punkte auf der Habenseite aus bei 122:49 Toren. Erzielte Treffer sicher ein Spitzenwert mit vier pro Begegnung im Schnitt; bei den Gegentoren hätten es allerdings einige weniger sein können. Neun Punkte beträgt der Vorsprung zum Rangdritten FT Forchheim, und damit hat sich der ATSV die Relegation redlich verdient in diesem Jahr, im Gegensatz zur etwas glücklich erreichten Relegation in der letzten Saison. Die Hoffnung auf einen Aufstieg ist deshalb dieses Mal sicher begründeter.

 

Aber das Ganze realistisch einzuschätzen, fällt schwer, denn eine Aufstiegsrunde hat immer ihre eigenen Besonderheiten und manches hängt auch vom Zufall ab. Aber unsere Mannschaft scheint auf jeden Fall gefestigter als im letzten Jahr. Ein kleiner Beweis sind die zwei Siege gegen den sicheren Aufsteiger TSV Oberweier, den man auch hätte abfangen können, wäre man in den ersten Spielen nicht so schwach in die Saison gestartet. In der Rückrunde gab es mit Ausnahme von zwei Unentschieden nur Siege.

 

Pikant scheint die Gegnerschaft um den Aufstieg. Besonders das Nachbarschaftsduell der beiden Patenvereine ATSV und SG Stupferich (hier mit ihrer Reserve) birgt Brisanz. Die Älteren unter uns werden sich sicher an den Konkurrenzkampf der beiden Vereine anfangs der 1970er-Jahre erinnern. In der Saison 1971/72 lagen beide Vereine in der A-Klasse punktgleich an der Tabellenspitze (der ATSV hatte bei gleicher Tordifferenz die mehr erzielten Tore und wäre nach heutiger Regelung Aufsteiger gewesen), so dass es zu einem Entscheidungsspiel kommen sollte. Dazu kam es aber nicht, weil der ATSV dazu nicht antrat, da vorherige Terminabsprachen nicht eingehalten wurden. Das Ganze löste einige Wellen im Badischen Fußball-Verband aus und führte auch dazu, dass dann Aufstiegs- und Abstiegsregelungen weit im Voraus terminiert wurden. Zum Spaß: Die Stupfericher, mit denen der ATSV seit Jahren wieder ein bestes Verhältnis pflegt, werden sich wohl für den damaligen Nichtantritt jetzt nicht „revanchieren“. Dass nun die beiden Kontrahenten zum Auftakt der Dreierrunde am kommenden Dienstag, 4.6., ihren Vergleich im weit entfernten Hochstetten am Rhein austragen müssen, ist auch etwas Besonderes. Um die Umwelt zu schonen, könnte man eigentlich gemeinsam mit dem Bus dorthin fahren.

 

„Schau’n mer mal“, was diese erste Partie bringt; die Fortsetzung am Freitag, 7.6., und Mittwoch, 12.6., hängt vom Ausgang der ersten Partie ab, der entscheidet, ob der ATSV im zweiten Spiel gegen den FV Hochstetten in Stupferich oder Stupferich gegen Hochstetten in Kleinsteinbach antreten muss. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. Hoffen wir auf faire Auseinandersetzungen und auch ein glückliches Händchen der Unparteiischen.

 

Text: Karl-Heinz Wenz


28. Spieltag:   ATSV I - SV Völkersbach I   3:0

Relegation endgültig dicht gemacht

„Sportfestspiel“ gegen SV Völkersbach

 

Sein Sportfest stand beim ATSV am Wochenende auf dem Programm, in das das Heimspiel gegen den SV Völkersbach integriert war. Nach dem Feuerwerk gegen den nunmehr auch als Meister feststehenden TSV Oberweier hofften die Fans auf ein ähnliches Erfolgserlebnis. Doch daraus wurde nichts. Es entwickelte sich ein Spiel mit tatsächlich Sportfestspielcharakter, das nicht zufriedenstellte. „Man kann viel mehr“, war auch der Kommentar der Verantwortlichen, die aber den gezeigten Schlendrian, auch in Anbetracht des jetzt endgültig gesicherten zweiten Tabellenplatzes und damit der Relegation um den Aufstieg in die A-Klasse, nicht zu hoch hängen wollten. Man scheint sich sicher, dass die Mannschaft, wenn es darauf ankommt, wieder mit einer ganz anderen Präsenz auftreten werde.

An dem Ausfall der drei Innenverteidiger S.Lindörfer, N,Stucky und I.Veith lag die dürftige Vorstellung kaum, vielmehr an fehlender Lauf- und Kampfbereitschaft sowie an Passungenauigkeiten und misslicher Abschlusskonsequenz. Davon konnten auch die sonstigen Leistungsträger nicht ausgenommen werden. Dass es trotzdem zu einem nicht gefährdeten Sieg reichte, lag auch an der mit vielen Mängeln behafteten Vorstellung der Völkersbacher, die nach dem vorsonntäglichen Debakel gegen Ittersbach froh waren, noch glimpflich davon zu kommen. Dank Kleinsteinbacher Nachlässigkeiten hatten sie auch einige Chancen, waren aber, wenn es um einen konsequenten Abschluss ging, ebenfalls mit Schwächen behaftet und standen auch zweimal einem gut reagierenden H.Gauß im ATSV-Tor gegenüber. Auffällig warferner, dass sie ihren sonstigen Torjäger D.Ochs nicht ins Spiel brachten. Ihn schirmten A.Steimle und der gezwungenermaßen noch einmal aushelfende S.Kaucher gut ab.

In den ersten Minuten bereits hatte der ATSV gute Chancen nach Flankenläufen über die Flügel; das Führungstor wollte aber nicht fallen. Dann plätscherte das Spiel so dahin, weil vor allem der Druck aus dem Mittelfeld fehlte. So dauerte es bis zur 36.Minute, bis endlich das Führungstor fiel. A.Mall kam einmal ungehindert in Tornähe, legte sich den Ball aber zu weit vor, konnte aber im letzten Moment das Leder am herausstürzenden Torwart Falk vorbei zum freistehenden J.Elsäßer spitzeln, der keine Mühe hatte einzuschieben. Frühzeitig war die Partie dann schnell in Spielhälfte zwei entschieden. Der gute Unparteiische F.Traut zeigte in Minute 47 richtigerweise nach Foulspiel auf den Elfmeterpunkt und T.Thielert ließ sich die Chance gewohnt sicher nicht entgehen. Der Rest der Begegnung war mehr oder weniger Ergebnisverwaltung mit dem schon beschriebenen Spielcharakter. Ein Fünkchen Positives gab es noch in der 87.Minute, als J.Elsäßer mit seinem zweiten Treffer das Endergebnis von 3:0 herstellte.

Nach 17 ungeschlagenen Spielen in Folge bei 15 Siegen und zwei Remis (Vereinsrekord)!) sollten jetzt auch noch die beiden eigentlich wertlosen Rundenspiele am Sonntag beim TSV Reichenbach II und an Christi Himmelfahrt zuhause gegen den Absteiger FV Bruchhausen II erfolgreich über die Bühne gebracht werden, um mit möglichst viel Selbstvertrauen dann in der Woche darauf in die Relegationsspiele gehen zu können. Dabei wird es wohl zu dem interessanten Nachbarschaftsduell mit der Reserve des Kreisligisten SG Stupferich, unseres Patenvereins, und möglicherweise mit dem Hardtverein FV Hochstetten kommen.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


27. Spieltag:  ATSV I - TSV Oberweier I   7:2

Oberweier muss geplante Aufstiegsfeier verschieben

ATSV deklassiert den Tabellenführer

A. Mall macht die 100-Tore-Marke voll

 

Ein Sonntag, der endlich mal wieder offenlegte, zu was der ATSV zu leisten imstande ist! Mit einer rundweg gelungenen Vorstellung, sowohl in kämpferischer, spielerischer und taktischer Hinsicht, ließ man dem souveränen Tabellenführer TSV Oberweier, der seine Meisterschaft in Kleinsteinbach zu vollenden glaubte, keine Chance, ja deklassierte den Gegner gar, der sogar noch deutlicher hätte verlieren können. Nach dem Hinrundensieg in Oberweier durch den ATSV war es überhaupt die erst dritte Niederlage der Ettlinger Vorstädter.

 

Dabei mussten die Gastgeber zunächst auf ihre verletzt fehlenden etatmäßigen Innenverteidiger S. Lindörfer und J. Stucky verzichten – Stucky wurde spät noch eingewechselt – und hatten deshalb vorweg etwas „Bammel“ vor der sonst gewohnt starken Offensive der Welle-Truppe, die aber auch auf den gesperrten Lopez verzichten musste. Ansonsten stand Trainer T. Augenstein endlich einmal wieder ein breiter Kader zur Verfügung, und auch die Verteidigungsersatzkandidaten A. Steimle und  I.Veith machten ihre Sache sehr gut, so dass die Gäste offensiv nur sporadisch mal gefährlich in Erscheinung traten. Eigentlich sorgte nur der großgewachsene Mittelfeldmotor C.Riedel ab und zu für positive Elemente im Oberweierer Spiel.

 

Konzentration, Zielstrebigkeit und Lauffreudigkeit war dem Spiel der Platzherren von Anfang an anzumerken, und dies war auch Grundlage für gelungene Kombinationen. Besonders A. Mall lief einmal wieder zu seiner souveränen Form auf, die jeden Gegner dieser Spielklasse in Schwierigkeiten bringt. Aber auch von den anderen enttäuschte keiner, und so war auch bald zu spüren, dass dies ein erfolgreicher Tag für den ATSV werden könnte. Bereits nach 18 Minuten stand es durch Tore des Brüderpaares J. und L. Elsäßer, die über die Flügel kamen, 2:0. H. Gauß spielte im Tor ebenfalls eine rundum verlässliche Partie, war allerdings gegen einen Kopfball von Riedel nach Freistoß in der 23.Minute machtlos. Für den auch in der Höhe verdienten Pausenstand sorgte dann in Minute 32 und 34 A. Mall mit zwei schönen Treffern.

 

Die Hälfte 2 blieb dann eine Viertelstunde ohne weiteren Torerfolg. L. Schröder stellte erst in der 60.Minute kurz entschlossen auf 5:1, und A. Mall vollendete in der 68.Minute nach einem Alleingang mit dem schönsten Treffer des Tages zum 6:1. Dies war gleichzeitig der 100.Treffer des ATSV in dieser Saison! Ergebniskosmetik war dann für die Gäste ein durch M. Günter verwandelter Foulelfmeter in der 76.Minute, doch die alte Tordifferenz stellte bereits eine Minute später T. Obitz mit seinem Treffer zum 7:2 wieder her. In der restlichen Spielzeit ließ der ATSV verständlicherweise die letzte Konsequenz vermissen, so dass die über fast die ganze Spielzeit fairen Gäste – eine Ausnahme bildeten lediglich zwei Aussetzer in der Nachspielzeit, die aber der gut leitende Unparteiische S. Hadeler gnädig „übersah“ – mit Glück und Geschick das Ergebnis noch halten konnten.

 

Für den ATSV ergibt sich durch den Sieg die Situation, dass der Abstand auf Platz 3 jetzt acht Punkte bei auch deutlich besserem Torverhältnis beträgt und damit bei drei noch ausstehenden Spielen der Relegationsplatz gesichert sein sollte. Tabellenführer Oberweier wird sich sicher, auch nach dieser Klatsche, die Meisterschaft nicht mehr nehmen lassen. Schön wäre es, wenn man sich in der nächsten Saison wieder, dann in der A-Klasse, gegenüberstehen würde.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 Bilder: Heiko Arndt


24. Spieltag:   ATSV I - FV Ettlingenweier III   6:1

Ein Spiel, das man schnell vergessen sollte

 

Sportfestspiel – Sommerkick bei „brütender“ Hitze, das wäre noch eine schmeichelnde Umschreibung dessen, was die beiden ungleichen Kontrahenten am Ostermontag auf den Platz brachten. Es war für die Platzherren wohl kontraproduktiv, dass sie nach stark zehn Minuten bereits 2:0 in Führung lagen. Sie stellten danach bereits das erhoffte Fußballspielen ein und passten sich dem Niveau des Gegners an, der sein Heil von Anfang an vor allem in – verständlichen – Zeitverzögerungen suchte. Dass die Gastgeber ihm sogar einen Gegentreffer erlaubten, passte in das triste Bild. Das am Ende deutliche Resultat wäre (fast) alles, das positiv zu erwähnen wäre. Mehr hat es nicht verdient, sich zu diesem Grottenkick weiter Gedanken zur Berichterstattung zu machen.

 

Am Sonntag in Palmbach wird man mit einer ähnlichen Vorstellung „baden“ gehen. Vielleicht hilft eine zu erwartende Kaderauffrischung für eine Wende zum Guten.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


23. Spieltag:   TSV Schöllbronn II - ATSV I   2:8

ATSV wird klarer Überlegenheit im Ergebnis gerecht

Punkteabstand zu Platz 3 vergrößert

 

Dass bei Konzentration, der notwendigen Aggressivität und Laufbereitschaft ein Sieg trotz mehrfacher Ausfälle eigentlich vorprogrammiert sein sollte, hoffte man im Lager der  Pfinztaler im Vorfeld der Partie. Dass dann alles komplikationslos, ja leichtfiel, war dann doch überraschend, zumal die Schöllbronner Reserve zuletzt auch knappe Resultate erreichte. Gegen den Tabellenzweiten war sie jedoch deutlich überfordert und konnte von Glück sagen, dass die Gäste, speziell in der ersten Hälfte, nicht eine Vielzahl weiterer bester Torchancen geradezu versemmelten. 0:5 zur Pause trotzdem – vergebene Möglichkeiten – Jammern auf hohem Niveau.

 

Die Augenstein-Truppe ließ hinten zunächst gar nichts zu; Ersatztorhüter E.Mammanello hatte auf den Albhöhen einen geruhsamen Nachmittag. Die läuferische Überlegenheit des ATSV aus dem Mittelfeld heraus mit den viel in Ballbesitz befindlichen D.Alieu und L.Schröder als Antreiber eröffnete der vorderen Reihe mit T.Thielert und M.Stöckler und den Außen L.Elsässer und A.Steimle Torchancen am laufenden Band. Gerade auf den Außenpositionen wurde aber vieles liegengelassen; vor allem misslangen finale Pässe, die sonst kaum zu vergebende Torgelegenheiten ergeben hätten.

 

 

 

Den Bann brach Alieu in der 10.Minute mit einem Durchbruch über rechts und passgenauem Zuspiel auf Thielert, der keine Mühe hatte, zum 0:1 einzuschieben. Aus Sicht des ATSV dauerte es fast zu lange, bis Steimle in der 28.Minute mit dem 0:2 für Sicherheit sorgte. In der 35.Minute trug sich dann endlich sein rechtes Pendant, L.Elsäßer, in die Torschützenliste ein. M.Stöckler schuf in der 40. und 43.Min. mit zwei Treffern die respektable Halbzeitführung.

 

Das erste Geschenk für die fair kämpfenden Gastgeber folgte bald nach Wiederbeginn. Die Partie änderte sich aber kaum. Thielert besorgte nach einer Stunde den erneuten Fünf-Tore-Abstand. Es war nun auch beim ATSV im Zeichen des sicheren Sieges die Zeit für Auswechslungen, drei an der Zahl. Mittelfeldrenner und -dribbler Alieu und Außenverteidiger M.Gutbrod zeigten es ihren Offensivkollegen in der 81. und 87.Minute noch, wie man Chancen zu Toren verwertet. Ein ärgerlicher Schönheitsfleck war in der 90.Minute der zweite Gegentreffer der Platzherren.

 

Mund abputzen; am Sonntag geht es weiter gegen die Reserve der Reserve des FV Ettlingenweier. Alles andere als ein Sieg darf nicht in Frage kommen, um den auf fünf Punkte angewachsenen Vorsprung zu Tabellenplatz 3 zumindest zu verteidigen.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


22. Spieltag:   ATSV Kleinsteinbach I - TSV Spessart I   5:2

Gast erwies sich anfänglich als unbequemer Gegner

 

Trainer Augenstein musste seine Mannschaft – wie schon fast immer in dieser Saison – wieder mehrfach umbauen. Für die Glasgow-Fahrer A.Rabolt und H.Gauß und die beruflich bzw. krankheitsbedingt fehlenden L.Schröder und L.Elsässer standen wenigstens  A.Mall, D.Alieu und A.Steimle wieder zur Verfügung, und für H-Gauß bekam erstmals E.Mammanello als Torwart das Vertrauen. Dass warnende Worte ob der Kampf- und Spielstärke des sonntäglichen Gegners Spessart nicht übertrieben waren, zeigte sich recht schnell. Unsere Mannschaft kam anfänglich gar nicht in die Gänge; die Gäste waren gedankenschneller und kompakter und zunächst einfach die bessere Mannschaft. So verwunderte es auch nicht, dass sie nach zehn Minuten in Führung gingen. Dann vergaben die Platzherren durch T.Thielert auch noch kläglich einen Elfmeter – den ersten nach gefühlten 20 erfolgreich verwandelten Strafstößen. Anstatt zu resignieren, war der Fehlschuss zum Glück wohl mehr ein Wachmacher für den ATSV, denn von da ab lief es besser. Die Wende zeigte sich dann ab Minute 35 innerhalb von fünf Minuten in Toren. T.Thielert machte seinen Fehler gut und glich aus, ein Spessarter steuerte ein Eigentor bei und noch einmal T.Thielert sorgte für den 3:1 Pausenstand, bis dahin sicher glücklich für die Gastgeber.

 

Das Pendel neigte sich dann in Durchgang zwei verstärkt auf die Seite des Tabellenzweiten. Er gewann nun zusehends die Hoheit über das Geschehen und erspielte sich, auch mit kämpferischer Verbesserung unterlegt, Vorteile. A.Mall sorgte in der 60.Minute bereits mit einem schön herausgespielten Treffer zum 4:1 für eine Vorentscheidung. Auch wenn Dohm für die fairen Gäste in der 80.Minute noch einmal verkürzen konnte, blieben die Platzherren am Drücker. Verteidiger A.Steimle blieb es vorbehalten, in der 88.Minute mit seinem Tor zum 5:2 ( es war der 70.ATSV-Treffer der Saison) doch noch für ein deutliches Endresultat zu sorgen. Trainer Augenstein war froh über die drei Punkte und lobte auch Debütant E.Mammanello, der sich, wenn gefordert, auf dem Posten zeigte.

 

Der ATSV hält mit dem Sieg den zweiten Tabellenplatz; allerdings bleibt ihm der TSV Reichenbach 2 dicht auf den Fersen.

 

Das alte Übel der ständig erzwungenen Aufstellungsänderung bleibt dem Trainer auch beim kommenden Spiel am Sonntag beim TSV Schöllbronn 2 (Spielbeginn bereits um 13.00 Uhr) nicht erspart. Fünf Akteure stehen aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung. Nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wird man auf den Albhöhen erfolgreich sein können.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


21. Spieltag:   VFR Ittersbach I - ATSV Kleinsteinbach I   1:4

Sieg erst in Schlussphase endgültig eingetütet

Bedauerliche, schwere Verletzung eines VFR-Spielers

 

Es war wieder ein Arbeitssieg mit vielen Parallelen zum Vorsonntag gegen Rüppurr mit wenig wirklich Zufriedenstellendem, manchen Zufallsprodukten und Nachlässigkeiten, die im Spiel einfach öfter Bessermögliches kaputtmachen. Ja, aber in dieser B-Klasse müssen erst einmal auch solche Spiele gewonnen werden. Die Ergebnisse des Sonntags zeigen wieder einmal, dass immer Überraschungen möglich sind. Und diese spielten dieses Mal dem ATSV in die Karten, denn Mitkonkurrenten um den Relegationsplatz ließen teilweise Federn. Es wird wohl bis zum Schluss um diesen Platz spannend bleiben.

 

Trainer Augenstein musste auf seine Stammkräfte A. Mall und A. Steimle, dazu natürlich auf die Langzeitverletzten R. Schmidt und A. Atheer verzichten, hatte aber wenigstens S. Lindörfer und M. Gutbrod wieder dabei, die der Abwehr doch einigen Halt gaben. Die Ittersbacher, bei denen man in den letzten Jahren immer gewinnen konnte, mussten auch Kräfte (Le Falher) ersetzen, doch die erfahrenen Guhr und Störner bergen immer Gefahr für das eine oder andere Negativerlebnis. Der ATSV startete mit Feldüberlegenheit, hatte aber im vorderen Bereich Schwierigkeiten, die vom großen Plecas organisierte Abwehr zu überwinden, weil in den entscheidenden Momenten immer der finale Pass misslang. Es dauerte bis zur 22.Minute, als nach einem Eckball S.Lindörfer mit einer Kopfballbogenlampe den nicht nur in dieser Szene etwas unglücklich agierenden VFR-Torwart zum 0:1 überwand. Vor den bekannt guten Freistoßschützen der Karlsbader wurde im Vorfeld gewarnt, und Freistöße in Tornähe und Eckbälle sollten deshalb tunlichst vermieden werden. In der 29.Minute war es dann doch so weit: Mingoia verwandelte aus rund 25 Metern mit Links über die Mauer, nicht haltbar für H. Gauß, der damit seinen ersten Gegentreffer 2019 einfing. Es dauerte aber nur weitere fünf Minuten, bis T. Thielert von der 16m-Grenze abzog, der Torwart den Schuss nur zur Seite ablenken  und der gerade eingewechselte D.Knab zum 1:2 abstauben konnte.

 

Die 2.Hälfte war schnell geprägt von viel zu schnellen Ballverlusten im Offensivbereich unserer Mannschaft und fehlenden konsequenten Abschlüssen. Die sonst üblichen Mall’schen Überraschungsmomente fehlten gänzlich. So blieb das Spiel bei dem knappen Vorsprung spannend, auch weil die Platzherren kämpferisch nie aufgaben und immer versuchten, ihre Chance zum vielleicht doch noch möglichen Ausgleich zu wittern. In der 80.Minute ereignete sich dann ein bedauerlicher wie schlimmer Zwischenfall. In einer unglücklichen, eigentlich auch unnötigen Szene mit übertriebenem Einsatz brach sich der VFR-Spieler Then ein Bein, ohne dass unserem Torhüter H.Gauß ein Verschulden zukam. Es gab eine rund halbstündige Spielunterbrechung; der verletzte Spieler wurde auf dem Spielfeld notärztlich versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht. Unsere Genesungswünsche gehen an den betroffenen Spieler mit dem Wunsch, dass er bald seine schwere Verletzung überwinden und möglichst schnell wieder seinem Sport nachgehen kann.

 

Als das Spiel dann fortgesetzt wurde, versuchten die Gastgeber, durch das Vorrücken von Plecas in die Sturmspitze noch für mehr Gefahr zu sorgen. Der Schuss ging aber nach hinten los. In zwei Kontersituationen hatte der ATSV in der 88. und 90.Minute dann leichtes Spiel, das Resultat durch J.Elsäßer und den kurz zuvor eingewechselten S.Kaucher auf 1:4 zu erhöhen. Im Endergebnis sicher zu hoch.

 

Am Sonntag erwartet unsere Mannschaft im Heimspiel gegen den für den ATSV stets unbequemen Gegner TSV Spessart eine noch anspruchsvollere Aufgabe. Ihre Stärke unterstrichen die Albhöhenkicker am vergangenen Sonntag, als sie Spitzenreiter Oberweier einen Punkt abknöpften. Vielleicht kann der ATSV aber auch mal wieder mit einer überzeugenden Leistung aufwarten, damit die drei Punkte in Kleinsteinbach bleiben.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


20. Spieltag:  ATSV Kleinsteinbach I - SG Rüppurr II   2:0

Ein Sieg, der viele Wünsche offen ließ

 

Da geht die Verbandsrunde in die entscheidende Phase, und der ATSV musste auf zwei seiner Leistungsträger wegen Urlaubs verzichten. So ist es nun mal heutzutage im Amateurfußball. Dazu fehlte ein dritter, der Vaterfreuden verkraften musste. Man konnte die Ausfälle aber personell gerade noch kompensieren. Aber konnte der ATSV seinen 2.Mannschaften-Komplex ausblenden, der ihm immer wieder Probleme bereitet ? Die Antwort schien gegen die aus drei Vereinen gebildete Rüppurr-Connection in den ersten zehn Minuten positiv ausfallen zu können. Man begann druckvoll, drängte die Gäste vor und in den Strafraum und hatte auch schnell einige Chancen, darunter einen Pfostenschuss. Je länger das Spiel aber dauerte, überbot man sich immer öfter in Ballverlusten, misslungenen Zuspielen und zögerlichem Zweikampfverhalten, was den biederen Gästen sogar zwei sehr gute Konterchancen erlaubte. Man brachte nur noch selten etwas Ansehnliches (u.a. einen Lattenschuss) auf die Reihe; die Platzverhältnisse allein konnten nicht als Grund für Ausreden herhalten. Die Gäste vom Karlsruher Süden schienen dann in der 30.Minute ein „Einsehen“ mit den Gastgebern zu haben, denn da produzierten sie ein sehenswertes Eigentor. Mehr gelang den Platzherren auch nicht mehr bis zum Halbzeitpfiff.

 

Durchgang zwei setzte sich in ähnlicher Form fort. Die ATSV-Offensive ließ trotz nun wachsender Torchancen die Konsequenz im Abschluss vermissen, und wegen bleibender Anfälligkeiten im Defensivverhalten musste man auf weitere Gegentorflaute beim Gegner hoffen. Die Erlösung brachte schließlich ein Foulelfmeter in der 70.Minute. J.Elsäßer wurde elfmeterreif angegangen, und T.Thielert verwandelte den Elfer gewohnt sicher zum 2:0. Dabei blieb es auch; mehr wäre dem Spielverlauf auch nicht gerecht geworden.

Sieht man es positiv, so könnte man festhalten: ein schmutziger Arbeitssieg bringt auch drei Punkte und dazu noch, sich mit zwei Punkten vom TV Mörsch abzusetzen. Dafür ist jetzt der TSV Palmbach mit nur einem Punkt Rückstand der erste Verfolger des ATSV. Noch etwas Erwähnenswertes: zum dritten Mal blieb man in den Spielen 2019 ohne Gegentreffer, eine Seltenheit für die Augenstein-Truppe.

Am Sonntag wartet auf diese mit dem Spiel beim VFR Ittersbach eine sicher anspruchsvollere Aufgabe. Mit der Guhr-Elf hat man sich in der Vergangenheit meist enge, auch torreiche „Schlachten“ geliefert, und dies könnte auch dieses Mal wieder der Fall sein.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


19. Spieltag:  SG DJK/FV Daxlanden II - ATSV Kleinsteinbach I  0:0

Pünktlich zum Anpfiff, auf dem für den ATSV ungewohnten roten Hartplatz, setzte auch noch Regen und extrem starker Wind ein, sodass selbst ein Abbruch durch den SR in der ersten Hz durchaus vertretbar gewesen wäre. In der zweiten Hz besserten sich die Verhältnisse; der Wind ließ deutlich nach, der Regen blieb, sodass man halbwegs von einem normalen FB-Spiel, wie es eben ein Hartplatz zulässt, sprechen konnte.

 

Eines vorweg der ATSV-Mannschaft kann man, trotz des für alle enttäuschenden 0:0, keinen Vorwurf machen.

 

Alle eingesetzten Aktiven waren bemüht, die Einstellung stimmte. In der ersten Hz, die aufgrund des widrigen Wetters keinen Spielfluss zuließ, hatte man mehr mit dem Wind zu kämpfen, Torchancen waren beiderseits nicht zu verzeichnen. Die Hausherrn standen zudem in der Abwehr mit ihrem guten TW sehr stabil und störten mit ihrer unorthodoxen Spielweise immer wieder die ATSV-Angriffsbemühungen.

 

In der zweiten Hälfte waren, wie gesagt, die Bedingungen besser; der ATSV bestimmte nun zunehmend die Partie und kam auch zu drei sehr guten Möglichkeiten (2xAlieu, 1xT.Thielert), die mit etwas mehr Glück die Führung hätten bringen können, wobei der TW der Hausherrn den Flachschuss von Timo aus dem Getümmel aus ca. elf Meter "mehr als super" parierte. Auch die Offensiveinwechslungen von L. Elsässer,
M. Stöckler und S. Kaucher brachten nicht die erhoffte Führung, die mehr als verdient gewesen wäre. Obwohl die Daxlandener keine echte Torchance hatten, musste der ATSV immer ob der gewohnten "Hartplatz-Spielweise" auf der Hut sein. Dies gelang auch, da TW H. Gauß und die Viererkette mit A. Rabolt, S. Lindörfer, N. Stucky und J. Elsässer immer "Herr der Lage waren".

 

Leider war es für den ATSV "ein gebrauchter Sonntag", der nicht den erhofften Dreier, der aufgrund des Tabellen-standes auch bei normalen Bedingungen zu erwarten war, brachte. Sollte die SG DJK/FV Daxkanden in den restlichen Spielen eine ebenso engagierte Leistung zeigen, werden auch andere Vereine der oberen Tabellenhälfte Gefahr laufen "unliebsame Überraschungen" in Form von Punktverlusten zu erleben.

 

Aufgrund der Tabellensituation (ATSV 2. Platz) und des 4:0 Auftaktsieges gegen den TV Mörsch  hätten die Aktiven und die Verantwortlichen etwas mehr "ATSV-Zuschauerzuspruch" verdient gehabt, wenn auch, zugegebener Maßen, die Anspielzeit 13.00 Uhr nicht gerade familienfreundlich war.

 

Text: ATSV Kleinsteinbach

 


18. Spieltag:  ATSV Kleinsteinbach I - TV Mörsch I  4:0

ATSV bringt sich wieder in Position: 4:0 Sieg gegen TV Mörsch bringt ATSV auf den 2.Platz

 

Die Rückrundenfortsetzung nach vierteljähriger Spielpause bescherte unserer Mannschaft gleich das richtungsweisende Spiel gegen den bisherigen Zweiten TV Mörsch, wo es im Hinspiel eine deutliche 6;1 Schlappe gab. Nur durch einen Sieg konnte man an den Rhein-stettenern dranbleiben. Das Spitzenspiel konnte sicherlich die Erwartungen nicht ganz erfüllen, was zum großen Teil aber auch an dem ekligen, böigen Wind und den unebenen Platzverhältnissen lag.

 

Die Gäste begannen druckvoll; die Platzherren konnten zunächst ihre Nervosität nicht ablegen und leisteten sich schnelle Ballverluste, die die Heidt-Truppe in der 2. und 6.Minute zu klaren Torchancen kommen ließ. Mit Glück überstand der ATSV diese Szenen und konnte sich dann ins Spiel „einarbeiten“. Ein ausgeglichenes, umkämpftes Spiel war die Folge, jederzeit auch fair trotz hohem Einsatz, was auch an der umsichtigen Spielleitung von Schiri R. Strunz lag. Den Platzherren entgegen kam die 1:0 Führung in der 7.Min. durch einen unstrittigen Foulelfmeter, den T. Thielert gewohnt sicher verwandelte.

 

In Hälfte 2 blieb der ATSV, der auf den erkrankten M. Gutbrod und den verletzten R. Schmidt verzichten musste, etwas griffiger, hatte den Gasttorjäger Sane meist gut im Griff, in H. Gauß einen guten Rückhalt und konnte, wie die Gäste doch etwas nachließen, noch einiges zulegen, was sich letztendlich noch in drei weiteren Treffern durch A. Mall, J. Elsäßer und D. Knab auszahlte. Ein verdienter, aber sicher auch etwas zu hoch ausgefallener Sieg, der den ATSV durch das bessere Torverhältnis auf Platz 2 bringt und damit das Rennen um den Relegationsplatz wieder spannend macht.

 

Sonntag, 17.3., 13 Uhr (!) Auswärtsspiel bei der SG FV/DJK Daxlanden 2.

 

Die Reserve spielt nach dem ausgefallenen Spiel am letzten Sonntag ebenfalls um 13 Uhr bei ESG Frankonia KA 2.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


17. Spieltag:  Karlsruher FV I - ATSV Kleinsteinbach I  1:2

Auswärtssieg beim ehemaligen Deutschen Meister KFV zum Jahresende

 

Am gestrigen Sonntag spielte unsere Mannschaft gegen den Aufsteiger KFV. Bei tristem Winterwetter kam es zum erwartet schweren Spiel.

 

Trainer Augenstein musste, wie so oft in diesem Jahr, auf mehrere Stammspieler verzichten. Mit Timo Thielert, Mike Stöckler, Lucas Schröder, Jonathan Elsäßer, AtheerAbood, Malang Fatty, Raphael Schmidt, Dominik Knab, und Til Obitz waren es bereits neun Spieler, die ersetzt werden mussten, und vor Anpfiff musste auch noch Stefan Kaucher die Segel streichen.

 

Ohne Zehn“ stellte unser Trainer wie folgt auf:
Henrik Gauß (TW), André Rabolt, Markus Kaucher, Jens Stucky, Marco Gutbrodt,Lukas Elsässer, Silas Lindörfer, Nils Brückel, Alexander Steimle, AlieuDaffeh, Andreas Mall.

 

Die erste Hälfte war ein sehr zerfahrenes Spiel. Viele lange Bälle auf beiden Seiten, wobei die des Gastgebers gezielter waren, und so konnte sich der KFV Feldvorteile verschaffen und somit gute Torchancen kreieren. Meistens scheiterten Sie aber an unserem sehr gut aufgelegten Torhüter Henrik Gauß oder an unseren beiden starken Innenverteidigern Markus Kaucher und Nils Stucky. Leider konnte Hermann in der 25. Minute nicht aufgehalten werden, obwohl drei Mann die Möglichkeit dazu hatten, und so kam es zu dem 1:0 Führungstreffer des KFV, der zu diesem Zeitpunkt absolut verdient war.Der ATSV konnte sich danach ein bisschen fangen und selbst ein paar Torchancen herausspielen, doch meistens fehlte es dem letzten Pass an Genauigkeit.

 

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer dann ein anderes Gesicht des ATSV und bekamen ein temporeiches Spiel zu sehen, mit genug Torchancen auf beiden Seiten, sodass ein 4:4 wie im Hinspiel wieder möglich war. Doch konnte auf Seiten des ATSV vor allem Henrik Gauß viele Konterchancen der Gastgeber vereiteln. Auf der anderen Seite konnte zunächst Steimle einen Eckball von Mall zum Ausgleich einköpfen, bevor mehrfache Chancen zur Führung vergeben wurden. Als sich dann der gesamte Sportplatz auf ein Remis eingestellt hatte, bekamen unsere Farben nochmals ein Eckball. Andreas Mall brachte diesen auf den langen Pfosten, wo sich unser „Abwehrbollwerk“ MarkusKaucher davonstehlen und zur 2:1 Führung treffen konnte. Der Jubel auf der ATSV-Seite war natürlich groß, vor allem, weil kurz danach der Schlusspfiff ertönte.

 

Fazit: Ein hartes Stück Arbeit auf einem schwer bespielbaren Platz. Am Ende hatte man auch ein bisschen glücklich die Nase vorn. Der KFV hätte Mitte der zweiten Hälfte den Sack zumachen können, ließ die ATSV Jungs aber wieder ins Spiel kommen, die am Ende das nötige Glück hatten. So kann der ATSV mit zwei Punkten Abstand auf den Relegationsplatz, bei einem Spiel mehr, in die Winterpause gehen, um dann am ersten Spieltag im neuen Jahr auf den direkten Konkurrenten TV Mörsch zu treffen. Der ATSV wünscht bis dahin allen Zuschauern und den anderen Mannschaften eine erholsame Winterpause, frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und erfolgreiche Vorbereitung. Bis nächstes Jahr.

 

Text: ATSV Kleinsteinbach

 


15. Spieltag:  ATSV Kleinsteinbach I - TSV Reichenbach II  2:0

Wohltuendes vorweg: Es war angenehm zu sehen, dass es auch junge Schiedsrichter gibt, die ihr Amt unspektakulär, geradlinig und konsequent, vor allem beiden Mannschaften gegenüber gerecht und mit gleichen Maßstäben messend ausüben. Ganz im Gegensatz zum Vorsonntag in Völkersbach mit Folgen für den ATSV.

Die Gastgeber hatten gegen den jahrelangen Angstgegner, gegen den man in der letzten Saison zum Beispiel sechs Punkte und damit auch die Meisterschaft abgab, vor Spielbeginn nicht gerade hohes Selbstbewusstsein, fiel doch die komplette Offensivreihe aus. Nach dem schon länger fehlenden R. Schmitt (Verletzung nach hartem Foulspiel) fiel nun aus den in der vergangenen Woche beschriebenen Gründen auch Torjäger T. Thielert und dazu der gesperrte M. Stöckler aus. Dafür stand wieder S.Lindörfer zur Verfügung, der mit einer starken Leistung zusammen mit A. Steimle die Innenverteidigung bildete und mit einem ebenfalls konzentriert auftretenden Torhüter H. Gauß Garanten für ein „zu Null“ waren.

Der ATSV überraschte von Anfang an mit einem lebendigen Spiel, hatte in A.Daffeh und A.Mall seine treibenden Kräfte nach vorne und zeigte darüber hinaus mannschaftliche Geschlossenheit. Bereits früh brachte Daffeh nach glänzender Vorarbeit von Mall seine Farben in Führung und gab damit Sicherheit. Es dauerte längere Zeit, bis die Landesliga-Reserve (sportlich fair wurde nicht der Kader deren Ersten angezapft) ins Spiel fanden, verteiltes Feldspiel erzwangen, ohne allerdings zu echten Chancen zu kommen. So ging die erste Halbzeit ohne besondere Höhepunkte zu Ende. Wie in Hälfte 1 dauerte es nicht lange, bis der ATSV zu Torgelegenheiten kam. Der gute Gästetorwart Mess verhinderte zunächst noch Einschläge, L. Elsäßer verzog dazu in aussichtsreicher Position, bis Mall nach einem Konter D. Knab bediente, der aus Tornähe zum 2:0 verwertete. Der Zweitorevorsprung war dann letztlich Grundlage für einen sicheren Sieg. Ein Schuss an den Außenpfosten und zwei, drei Halbchancen waren das Ergebnis der Bemühungen der stets fairen Gäste. Hättenicht Mallzum Spielende hin eine bei ihm sonst selten vorkommende Abschlussschwäche bei drei Riesenchancen im 1 zu 1 -Duell gegen Mess gezeigt oder sich Steimles Kopfball statt an die Latte ins Tor gesenkt hätte, wäre ein durchaus möglicher deutlicher Sieg herausgesprungen.

Man freute sich trotzdem über die drei Punkte im letzten Heimspiel dieses Jahres, durch dieman den sonntäglichen Gegner durch das bessere Torverhältnis überholte und in Sichtweite zu den Plätzen an der Tabellenspitze bleibt. Sollte man auch die beiden in diesem Jahr noch kommenden Auswärtsaufgaben bei Alemannia Bruchhausen 2 und beim KFV erfolgreich bestehen, kann man durchaus mit Zuversicht in die lange Winterpause gehen.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 

ATSV Kleinsteinbach 2   2 : 3   SC Schielberg 2

 

Als Opfer seinen eigenen Großzügigkeit musste sich der ATSV am Sonntag fühlen.. Nachdem man vor Rundenbeginn auf Wunsch des SC Schielberg wegen einer dortigen Festveranstaltung der Verlegung des Spiels ATSV Kleinsteinbach gegen SC Schielberg 2 vom ersten Spieltag auf den dreizehnten zugestimmt hatte, erschienen die Albtäler nun anstatt mit ihrer erwarteten Reserve mit ihrer spielfreien ersten Mannschaft. Legitim nach den Statuten zwar, aber sportlich fair ?? Ein Gschmäckle bleibt. Jedenfalls musste der ATSV anstatt des zu erwartenden dreifachen Punktgewinns gegen den auf den letzten Plätzen platzierten SC Schiielberg2  den Gästen einen 3:2 Sieg überlassen. Das punktgleiche Vorrücken auf den 2.Tabellenplatz bleibt so verwehrt.

Knapp war es trotzdem in dem Spiel, und hätten die Gastgeber ihre Drangphase gegen Spielende mit einem weiteren, durchaus möglichen Tor belohnt, wäre wenigstens ein Unentschieden herausgesprungen. So blieb es bei den Toren von K.Graf und M.Kaucher.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


14. Spieltag:  SV Völkersbach I - ATSV Kleinsteinbach I  2:3

Überhartes Foulspiel mit Verletzungsfolgen trübte den Spieleindruck

 

Da könnte eigentlich Freude aufkommen: Der ATSV ist wieder auf der Erfolgspur zurück, gewinnt nach dem Sieg beim Tabellenführer Oberweier auch bei Angstgegner SV Völkersbach, wo man in den letzten Jahren regelmäßig, auch deutlich wie im letzten Jahr, am Erfolg vorbeischrammte.

Eigentlich – denn der 3:2 Sieg rückte wegen eines überharten Fouls – manche würden es auch Brutalofoul nennen – mit erheblichen Verletzungsfolgen für unseren Torjäger Timo Thielert in der 10.Minute in den Hintergrund. Man will als Berichterstatter nur mit Widerwillen das Spiel kommentieren, erstens wegen des Fouls selbst und zweitens wegen des Verhaltens des Schiris, der das Musterbeispiel für eine rote Karte – harter Schlag von hinten gegen das Standbein (wird sicher auch in diesen Klassen so zu sanktionieren gelehrt) völlig anders auslegte. An der Sicht konnte es nicht gelegen haben. Nicht einmal Gelb zu zeigen, wo nichts anderes als Rot in Frage kam, … oh je!!! Und den Wunsch des ATSV, den Spieler, der lange unter großen Schmerzen auf den Krankenwagen zum Abtransport ins Krankenhaus wartete, in der Pause in Augenschein zu nehmen, nahm der junge Herr in Schwarz nur widerwillig an. Über weitere seltsame Entscheidungen sollte hier der Mantel des Schweigens gedeckt werden.

 

Kurz zum Spiel an sich: Der ATSV musste sich nach einer frühen Führung durch halb Eigentor, halb L. Elsäßer Fußspitze und einem Kopfball von L. Elsäßer kurz vor der Pause zur 2:0 Führung zum Vorwurf machen lassen, in Hälfte 2 nach mehreren leichtfertig vergebenen eigenen Großchancen den Vorsprung leichtfertig aus den Händen gegeben und den Gleichstand (darunter ein Elfmeter) hingenommen zu haben. Wenigstens ein fulminanter Torabschluss durch L. Schröder sorgte letztlich doch noch – sogar in Unterzahl nach einer roten Karte – gegen die bis zum Schluss aggressiven Platzherren für den insgesamt verdienten Sieg.

 

Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzung T. Thielerts irgendwann wieder behoben sein wird; in dieser Saison wird’s wohl lange nichts mehr mit Sportausübung werden.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


13. Spieltag: TSV Oberweier - ATSV Kleinsteinbach I   2:4

 

Haberacker11 unterliegt im Härtetest

 

Mit sechs Heimsiegen im Rücken standen die Zeichen nicht unbedingt gegen die Mannen aus Oberweier. Dass man heute jedoch alles geben musste, um die Serie auszubauen, war jedem bewusst.Von Anfang an war Feuer in der Partie, da auch die Gäste am Haberacker punkten wollten. In der ersten Halbzeit war der TSV die spielbestimmende Mannschaft mit den zwingenderen Torchancen. Nach schönem Steilpass enteilte Torjäger Lopes seinem Gegenspieler und versenkte den Ball kurz vor der Halbzeit zum verdienten 1:0-Halbzeitstand.

Kurz nach der Halbzeit boten sich erneut gute Einschussmöglichkeiten für die Haberacker11, bevor die Gäste ihren Turbo einlegten. Binnen weniger Minuten egalisierten die Gäste den Spielstand, um kurze Zeit später den überraschenden 1:2-Führungstreffer zu markieren. Im direkten Gegenzug ließ erneut Lopes die noch jubelten Zuschauergäste verstummen. Neuer Spielstand nach zehn Minuten in Hälfte zwei: 2:2. Weitere zehn Minuten später zeigte der Schiri auf den Punkt. 2:3 gegen unsere Farben. Im letzten Drittel der Partie sahen die zahlreichen Zuschauer einen offenen Schlagabtausch. Kurz vor dem Schlusspfiff gelang den Gästen jedoch noch das entscheidende 2:4, welches gleichzeitig den Endstand besiegelte.

Fazit: Die Haberacker11 präsentierte sich ähnlich wie die letzten Wochen, nur dass heute der Gegner ein anderer war. Alles in allem muss man die zweite Saisonniederlage als verdient abhaken. Positiv bleibt zu vermerken, dass man nach wie vor Tabellenführer ist, auch wenn die Luft wieder dünner wurde.

Ausblick: Nächsten Sonntag gastiert die Mannschaft im Topspiel in Reichenbach. Bei der Landesliga-Reserve wird man endlich ein anderes Gesicht zeigen müssen, wenn man wieder Zählbares mitnehmen möchte.

 


TSV Oberweier - 06.11.2018

 

 Spielbericht aus www.Pfoschdeschuss.de

 


12. Spieltag:  ATSV Kleinsteinbach I  -  GSK II 5:4


11. Spieltag: TV Mörsch - ATSV Kleinsteinbach I   6:1

Unverständliche Selbstaufgabe nach plötzlichem Rückstand 

Unberechtigter Elfer und Platzverweis bringen Gäste aus dem Ruder

 

B-Klassen-Vereine können meist auch nur Schiedsrichter mit eingeschränktem Niveau erwarten, was auch für viele Spieler gilt. Aber manches kann aus dem Ruder laufen, wenn – wie am Sonntag in Mörsch erlebt – eine junge Schiedsrichterin ihres Amtes walten will und damit vollkommen überfordert ist. Zum Glück blieben beide Mannschaften besonnen; wäre es wirklich um etwas gegangen, wer weiß…?? Zu Recht benachteiligt fühlen durfte sich der Gast aus Kleinsteinbach, den besonders ein lächerlicher Elfmeter auf die Palme brachte. Er brachte in Hälfte 2 nach gespielten zehn Minuten beim Stand von 1:1 die Wende des Spiels, die kurz später mit einer Hinausstellung noch gewürzt wurde. Die Pfinztaler, personell eh arg gebeutelt, gaben sich nach dem 3:1 in der 73.Minute regelrecht auf. Um es klar zu sagen: Für die Niederlage war die Pfeifenfrau nur zu einem Teil mit verantwortlich. Aber zu ihrem Selbstschutz sollte man ihr raten: Pfeifen Sie doch noch für ein, zwei Jahre Jugendmannschaften, um Erfahrung zu sammeln, bevor man sie wieder ins harte Männergeschehen werfen kann.

 

Der ATSV reiste schon mit einem etwas unguten Gefühl nach Mörsch, mussten doch sieben Spieler ersetzt werden. Man pfiff „aus dem letzten Loch“, hatte nur zwei Bankspieler aus der Reserve dabei und musste nach einer halben Stunde auch noch S. Kaucher durch Verletzung ersetzen. Dabei hatte der ATSV gut begonnen, ging auch in der 12.Minute durch M. Fatty in Führung, dessen Kopfball zunächst geblockt wurde, der abprallende Ball aber durch ihn reaktionsschnell verwertet wurde.  Der ATSV blieb auch die mehr oder weniger tonangebende Mannschaft; echte Gefahr ging von der Heidt-Truppe in Durchgang 1 kaum aus. Hätten M. Stöckler und T. Thielert ihre klaren Chancen zum 0:2 oder 0:3 verwertet, hätte es wohl einen anderen Spielausgang gegeben. Die Gastgeber bestraften diese Nachlässigkeiten nach 38 Minuten mit einem Vorstoß über die linke Angriffsseite, als der ATSV-Verteidiger sträflich ein Eingreifen verpasste und in der Mitte Roth keine Mühe hatte, die Hereingabe ins Tor zu grätschen.

 

Die Verletzung Kauchers erforderte eine Rücknahme von S. Lindörfer, dem bis dahin auffälligsten Gästeakteur, womit aber dem Mittelfeld ab da die ordnende Hand fehlte, zumal der sonstige Spielelenker A. Mall wegen Verletzung ohnehin sträflich vermisst wurde. Als T. Thielert in der 70.Minute eine hundertprozentige Chance zum möglichen 2:2 Ausgleich versemmelte, nahm das Unheil in den letzten 20 Minuten seinen deprimierenden Lauf, gipfelnd in den Toren zum 5:1 durch Sane in der 89.Minute und ein Eigentor in der 90.Minute zum 6:1 für Mörsch. Zu bedauern war hier Torhüter H Gauß, den dieses Mal keine Schuld an der Trefferflut traf.

 

„Der Fahrstuhl nach oben ist (endgültig) besetzt“; ab sofort muss man kleinere Brötchen backen und das Augenmerk wenigstens auf Wiedergutmachung richten. Mehr scheint bei der personellen Kadersituation im Augenblick nicht möglich. Kann man am Sonntag wenigstens Abstiegskandidat GSK Karlsruhe 2 auf Distanz halten? 

Text: kw

Bilder: EE 

 


10. Spieltag: ATSV Kleinsteinbach I - TSV Palmbach I  1:1

ATSV Kleinsteinbach  1 : 1  TSV Palmbach

Sieg kurz vor Spielende verschenkt

 

Nach zwei Heimniederlagen und dem Pflichtsieg beim FV Ettlingenweier III wollte der ATSV gegen den im oberen Drittel angekommenen TSV Palmbach wieder in seine vorher gute Heimbilanz zurückkehren. Dies sollte sich als durchaus schwere Aufgabe herausstellen, denn die Gäste präsentierten sich als jederzeit spielstarke Truppe mit gutem Passspiel und bevorzugtem Kombinationsspiel aus der Abwehr heraus, wenn auch das Herausspielen von Torchancen eher begrenzt war. Hier hatten die Platzherren auf das ganze Spiel verteilt deutliche Vorteile, was eigentlich einen Sieg als verdient zur Folge hätte bringen können (müssen). Aber Tore entscheiden nun mal, nicht Chancen, deren Verwertung für die Mannschaft seit geraumer Zeit immer wieder ein Problem darstellt. Dass es nicht zu einem Sieg reichte, lag dieses Mal auch an der etwas unglücklichen Spielweise vom Spielelenker Andreas Mall, der seine sonstige Torgefährlichkeit nicht voll einbringen konnte, aber auch am weiteren Fehlen von Goalgetter Timo Thielert, der zwar in Hälfte 2 nach seiner Krankheit einen Kurzeinsatz wagte, aber nach kurzer Zeit das Feld wieder verlassen musste. Und schließlich fiel auch Linksaußen Raphael Schmidt kurz nach seinem Führungstor durch strammen Schuss ins lange Eck in der 25.Minute durch ein hartes Foulspiel gänzlich verletzt aus und wird wohl auch längere Zeit fehlen. Der mit mehreren unglücklichen Entscheidungen aufwartende Schiri bestrafte das Foul nicht einmal mit Gelb – es war sogar eine dunklere Farbe möglich - , was die Platzherren zu Recht sehr erzürnte. Positiv war die Neubesetzung des Abwehrzentrums beim ATSV, wo durch das weitere Fehlen von Nils Stucky, Stefan Kaucher und Alexander Steimle Silas Lindörfer und Malang Fatty als Innenverteidiger aufliefen und ihre Sache sehr gut machten. Vor allem Letzterer erwies sich durch seine Schnelligkeit und Aggressivität als eindeutige Verstärkung und dürfte für die Zukunft ein belebendes Element sein.

 

Der für R. Schmidt ins Spiel gekommene Alieu Daffeh rechtfertigte auch seine Einwechslung, konnte aber seine Abschlusschwäche nicht ablegen. Bei zwei seiner Großchancen hätte das 2:0 fallen müssen, was eine Vorentscheidung bedeutet hätte. Auch weitere, im Ansatz erfolgversprechende Situationen wurden nicht mir der nötigen Konsequenz zu Ende gespielt, so dass sich die tapfer wehrenden Gäste einen größeren Rückstand ersparten. Als alles auf ein knappes 1:0 hinauslief, nutzten die Palmbacher durch L. Bastian in der 85.Minute eine Unordnung in der ATSV-Defensive nach einer weiteren Auswechslung zum Ausgleich. Der Schuss von der Strafraumgrenze schien nicht unhaltbar. So versäumte es der ATSV, die sonntäglichen Gäste hinter sich zu lassen und den vierten Rang zu erreichen.

Ein noch richtungsweisenderes Spiel erwartet die Kleinsteinbacher am Sonntag mit ihrem Auftritt beim TV Mörsch. Die lange Zeit führenden Rheinstettener wurden am Sonntag vom TSV Oberweier in die Schranken verwiesen und – bei einem Spiel Rückstand – auf den dritten Rang verdrängt. Die wie immer zu erwartende brisante Partie kann der ATSV nur unbeschadet überstehen, wenn alle Mannschaftsteile an ihre Grenzen gehen und vor allem der Abwehrverbund die Mörscher Spitzen im Zaume hält.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

Bilder: ME


8. Spieltag: ATSV Kleinsteinbach 1:2 FT Forchheim

Kleinsteinbachs „Notelf“ leider nicht belohnt 

Der ATSV Kleinsteinbach ist mit seinen Personalausfällen derzeit zu bedauern. Was Vertraute der Szene wussten, dass ein Mitspielen um die Spitzenpositionen nur bei stabilem Kader möglich ist, löst sich jetzt schon nach acht Spieltagen höchstwahrscheinlich auf. Hatte man schon am Sonntag gegen den TSV Schöllbronn II mit mehreren Ausfällen fertigzuwerden und lieferte – aber nicht nur deshalb -  eine desolate Leistung ab, so verlängerte sich die Ausfallliste beim erneuten Heimspiel gegen den alten Rivalen FT Forchheim, die bisher auch nicht so stabil auftraten wie gedacht. Zu den Urlaubern A.Steimle und M.Gutbrod und den Verletzten N.Stucky und J.Elsäßer gesellten sich nun auch noch verletzungsbedingt S.Kaucher sowie der berufsbedingt (Polizist) ausfallende S.Lindörfer und der kurzfristig grippegeschädigte Torjäger T.Thielert hinzu. Dadurch schlug die Stunde für die drei Gambier beim ATSV,  A.Daffeh, M.Fatty und S.Banta, die ihre Aufgaben durchaus ordentlich erfüllten, wenn einer auch als ungewollter Vorlagengeber für das Führungstor der Gäste in der 14.Minute verantwortlich und bei allen fehlende Spielpraxis noch zu erkennen war. Aber sie können in der Zukunft durchaus zu einer festen Größe beim ATSV werden.  

 

Die Gäste wirkten zunächst etwas reifer, weil bei den Platzherren doch das Negativerlebnis gegen Schöllbronn noch in den Knochen zu stecken schien. Vor allem mit langen Bällen versuchten die Forchheimer, den ATSV in Gefahr zu bringen. Aber echte Chancen blieben zunächst aus, bis das vermeidbare Missgeschick den Gast doch in Führung brachte. Man rappelte sich dann aber auf, auch weil man den stets gefährlichen Tallah besser in den Griff bekam. Als M.Stöckler in der 27.Minute schnell schaltete und schlitzohrig einen Heber aus rund 40 Metern über den zu weit vorne postierten Gästekeeper zum 1:1 versenkte, war bis zur Halbzeit der ATSV mehr am Drücker. 

 

Ausgeglichen verlief die Auftaktphase der 2.Hälfte; dann hatten die Gäste zwei Torabschlüsse, die Torhüter H.Gauß gut parierte. Auf den Weg zum Sieg hätte die Großchance von M.Fatty Mitte der 2.Halbzeit die Platzherren bringen können. Er beförderte eine Flanke mit dem Kopf mustergültig Richtung Tor, scheiterte aber am Pfosten. Der zurückspringende Ball wurde dann erfolgversprechend auf das Gästetor geschossen; ein eigener Mitspieler blockte den Ball aber kurz vor der Torlinie und verhinderte den Einschlag. Als den Gästen in der 74.Minute ein Freistoß zugesprochen wurde, entglitt den Platzherren doch noch wenigstens ein Punktgewinn. Torjäger Tallah nutzte ein Zögern der ATSV-Abwehr und traf aus Nahdistanz. Man muss den glücklosen Gastgebern zugutehalten, dass sie es bis zum Schluss versuchten, doch noch zum Ausgleich zu kommen. Abschlussschwächen verhinderten dies aber mehrfach. Vermisst wurde hier natürlich die Treffsicherheit von T.Thielert, dessen Ausfall doch schwer wog. 

 

Am Sonntag (Spielbeginn bereits 13 Uhr) darf beim FV Ettlingenweier III nur ein Sieg in Frage kommen, will man nicht gänzlich in die Bedeutungslosigkeit abgleiten.    kw

 


7.Spieltag: ATSV Kleinsteinbach 3:4 TSV Schöllbronn 2

ATSV von allen guten Geistern verlassen

 

Große Chance zum Vorrücken verpasst

  

Der ATSV Kleinsteinbach kann wie in den Vorjahren einfach seine Wankelmütigkeit nicht ablegen, was Kenner der Szene ohnehin befürchteten. Man hatte ein Naherücken an Tabellenführer TV Mörsch durch dessen Niederlage am Samstag in Völkersbach „auf dem Servierbrett“ gereicht bekommen. Und dann diese Enttäuschung, wieder einmal gegen eine zweite Mannschaft. Die Ursache für das wiederholte Versagen, wenn man sich auf einem guten Weg (vier Siege in Folge) wähnt, ist schwer zu ergründen. Das Fehlen von vier Stammspielern im Defensivbereich (kein einziger Linksfuß mehr vorhanden) allein reicht nicht aus, diesen unverhofften Fehltritt zu erklären. Es lief einfach so viel schief, dass dieser Gegner nicht besiegt werden konnte, ja nicht einmal ein Unentschieden heraussprang.

 

Der Minutenzeiger hatte gerade fünf Umdrehungen gemacht, als man schon 0:2 zurücklag. Kollektives Versagen im Abwehrbereich auf allen Positionen präsentierte dem forsch beginnenden Gegner Geschenke, die dieser gerne annahm. Schwaches Zweikampfverhalten, Behäbigkeit, ständig unnötige Ballverluste, ein „aufgescheuchter Hühnerhaufen“, wenn man unter Druck geriet, führten zu allgemeinem Kopfschütteln. Und hätten die Gäste in den nächsten zehn Minuten noch ihre zwei weiteren Chancen zu weiteren Treffern genutzt, wäre alles aussichtslos geworden.

 

Erst ein Strafstoß wegen eines Fouls am einschussbereiten A.Mall in der 17.Minute weckte wieder Lebensgeister, weil T.Thielert sicher verwandelte. In der Folge war der ATSV bis zur Pause ständig am Drücker, und man hatte den Eindruck, dass das Spiel noch zu drehen sei. Leider versäumte man es aber mehrfach, für den Ausgleich zu sorgen oder gar in Führung zu gehen. Ein weiteres eindeutiges Foulspiel, das zu einem Elfmeter hätte führen müssen, wurde vom Schiedsrichter ignoriert, so dass es mit 1:2 in die Pause ging. Die Aufholbestrebungen nach der Halbzeitpause wurden in der 57.Minute jäh zerstört, als die löcherige Abwehr den Gästen die Möglichkeit zum 1:3 bot, so dass man wieder mit zwei Toren in Rückstand geriet. Doch schon zwei Minuten später konnte wieder ein zweifelsfreier Foulelfmeter dazu genutzt werden, erneut ranzukommen. Wiederum blieb T.Thielert cool und verwandelte. Aber den Schöllbronnern blieb das Glück treu, denn ein nun seltener Ball auf das ATSV-Tor landete in der 62.Minute wiederum im Netz. Dies war für die Platzherren endlich der Anlass für Umstellungen und Auswechslungen, die zu mehr Sicherheit und Druck auf das Gästetor führten. Dass aber lediglich erneut T.Thielert in der 80.Minute den Anschluss herstellte, weil reihenweise Chancen ungenutzt blieben, ließ die erste Heimniederlage Wirklichkeit werden. Bitter!

  

Das Torverhältnis des ATSV spricht Bände: mit 28 wurden nach sieben Spielen die meisten Tore erzielt, aber auch so viele Treffer (19) wie der Tabellenletzte kassiert. Die B-Klasse Staffel 2 schafft ohnehin viele unerwartete Spielergebnisse. Da gewinnt der ATSV am Vorsonntag 1.5 beim TSV Spessart, der nun beim bisherigen Zweiten TSV Reichenbach 2 mit 0.4 die Punkte entführt. Weitere Überraschungen werden wohl auch künftig nicht ausbleiben. Wie der ATSV am Mittwoch, 3.10., sein Heimspiel gegen die sturmstarken FT Forchheim angehen wird? Man darf gespannt sein.      kw

 

ATSV Kleinsteinbach II  6 : 1  FV Sulzbach II

 

Heimspiele sind für die Reserve des ATSV meist andere, weil auch positivere Auftritte als bei den Auswärtsbegegnungen. So auch am Sonntag, als man den Mittelfeldkonkurrenten FV Sulzbach II empfing. Und es klappte wieder: Der ATSV II sicherte sich verdientermaßen drei Punkte. Die Partie war praktisch schon nach elf Minuten entschieden, denn man führte bereits mit 4:0. M.Schulze, P.Seeger und L.Elsäßer (2) hatten bis dahin schon getroffen und deuteten ein Schützenfest an. Man begnügte sich aber dann in Durchgang 1 mit einem weiteren Treffer durch L.Elsäßer in der 44.Minute zum 5:0 Pausenstand. Wenig ansehnlich die zweite Hälfte, in der sich der Gast aufrappelte, aber in erster Linie auch von der Kleinsteinbacher Genügsamkeit und Verwaltung des Ergebnisses profitierte. Nur einen Treffer (82.Minute) – ein von T.Spreter verwandelter Elfmeter – ließen die Gäste noch zu und kamen dann kurz vor Spielende sogar zum Ehrentreffer. Endstand also 6:1.

 

Am Donnerstag gibt es bereits die nächste Gelegenheit zu punkten, wenn der ATSV II die Mannschaft des SV Hohenwettersbach II empfängt, der man im Hinspiel unterlag.   kw

 


6.Spieltag: TSV Spessart - ATSV Kleinsteinbach 1:5

 

Schwierige Bedingungen - Schwache erste Hälfte – Trotzdem verdienter Sieg für den ATSV

Aufstellung: H. Gauß – A. Rabolt, M. Kaucher, S. Kaucher, M. Gutbrod – R- Schmidt, D. Knab, A. Steimle, L. Schröder – A. Mall, T. Thielert

Torschützen:

0:1 – Timo Thielert

0:2 – Timo Thielert

0:3 – Andreas Mall

0:4 – Dominik Knab

0:5 – Andreas Mall

1:5 – Jonas Imhof

Vor dem Spiel musste Trainer Augenstein gleich mehrere Spieler ersetzen: N. Stucky, M. Stöckler, S. Lindörfer, A. Allieu, L. Elsäßer, J. Elsäßer fehlten unserem Trainer, trotzdem konnte er eine gute Truppe auf den Platz schicken. In der ersten Hälfte kam nur Gefahr durch den Wind auf. Lange Bälle wurden zur Wundertüte, das Laufen fiel schwer, und selbst kurze Pässe wurden vom Wind beeinflusst. So konnte der ATSV keine nennenswerte Szene verzeichnen. TSV Spessart konnte zweimal, teilweise begünstigt durch besagten Wind, frei auf Henrik Gauß zulaufen. Eine Chance wurde vergeben, die andere wurde vom Schiedsrichter wegen Abseits, was wahrscheinlich keines war, zurückgepfiffen. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

In der zweiten Hälfte schien der Wind ein wenig nachzulassen, zumindest flache Bälle kamen da an, wo sie auch hinsollten, und so konnte man wenigstens ein bisschen Fußball spielen. Dies machte unsere Mannschaft gleich nach der Pause. Nach einer schönen Kombination zwischen Schröder, Mall, Schmidt und Thielert konnte Letzterer mit dem ersten Torschuss des Tages das 1:0 markieren. 10 Minuten später, Mall gewinnt einen Zweikampf gegen einen Innenverteidiger von Spessart und kann ungehindert in den Strafraum eindringen, dort legt er quer auf Thielert, der den Ball rechts am Tormann vorbei einschieben konnte. 2:0. Spessart war geschockt, und so konnte der ATSV weiter auf ihr Tor anlaufen. Die Torchancen häuften sich nun, und so kam es, wie es kommen musste zum 3:0. Mall läuft aufs Tor zu, schneller Doppelpass mit Thielert und er steht frei vorm Tor, schiebt locker ein. Wieder 10 Minuten später, ein Schuss von Schmidt wird abgewehrt, und Knab nimmt den Ball volley aus gut 18 Metern,  und dieser fährt unhaltbar zum 4:0 ein. Das letzte Tor für den ATSV an diesem Tag durfte Mall erzielen. Schmidt läuft parallel zum 16-Meterraum und steckt schön für Mall durch, der umkurvt den Torhüter und braucht den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben. Das 5:1 durch Imhof kam durch einen Freistoß, den Gauß nur nach vorne abwehren konnte. Imhof schaltete am schnellsten und brauchte nur noch abzustauben.

Alles in allem ein verdienter Sieg unserer Mannschaft, die vor allem in der zweiten Hälfte zeigte, was sie spielerisch alles kann. Ein riesen Lob auch an die Verteidigung, die trotz der Bedingungen nichts zuließ.

Nächste Woche kommt die Reserve vom TSV Schöllbronn, die mit dem Sieg gegen Oberweier aufhorchen lässt. Ein schwerer Gegner also, den man auf keinen Fall zu leicht nehmen darf.

 

Text: T. Thielert


5.Spieltag: ATSV Kleinsteinbach - VFR Ittersbach 3:1

Hochverdienter Heimsieg gegen VFR Ittersbach und viele ausgelassene Gelegenheiten

Der ATSV kommt langsam wieder in Fahrt, wenn auch noch nicht alles Gold ist, was glänzt. Gegen den VFR Ittersbach, für diese Saison stark aufgemöbelt, sprang der erhoffte Heimsieg heraus, der nicht nur hochverdient war, sondern eigentlich um einiges höher hätte ausfallen können, ja müssen. Aber bis es so weit war, die Guhr-Truppe „weich zu spülen“, gab es allerhand Ungereimtheiten im Abwehrverbund zu überstehen. Der Ausfall von N.Stucky und A.Steimle brachte manche Unruhe in die Defensive, die sich zunächst manchen Aussetzer erlaubte und LeFalher, Brenner, Störner und Co. auf VFR-Seite zu gefährlichen Situationen einlud. So überraschte der Führungstreffer der Gäste in Min.13 nicht einmal. Als man sich nach rund 25 Minuten fing und geordneter daherkam, zeigte sich schnell, dass die Gäste trotz glänzendem Torwart nicht unverwundbar waren. Es dauerte aber bis zur 42. Minute (T.Thielert stellte mit geschicktem Kopfball den Ausgleich her), weil hier bereits einige Chancen einfach nicht verwertet wurden. In der 2.Halbzeit gewannen die Platzherren aber eindeutig die Oberhand und setzten die Gäste fortlaufend unter Druck. Tore waren nur eine Frage der Zeit. Aber in wie vielen Topgelegenheiten der ATSV immer wieder die Entscheidung versäumte, war nervtötend. Das Fehlen des dreifachen Torschützen R.Schmidt vom Vorsonntag machte sich bemerkbar. M.Stöckler war es, der in der 57.Minute endlich die Führung besorgte und L.Schröder schraubte in der 76.Minute wenigstens das Ergebnis um einen weiteren Treffer höher. Mit der Verweigerung zweier weiterer Treffer aus unerfindlichen Gründen und ausbleibendem Elfmeterpfiff nach eindeutigem Foulspiel trug der Schiri auch dazu bei, dass die Torausbeute in Grenzen blieb. Man hätte aber viel für die Aufstockung der Torquote machen können.

 

 

 

Auswärtsspiel am Sonntag beim TSV Spessart: Beim immer unangenehmen TSV Spessart wird es die Erste sicher wieder schwer haben, in die Punkte zu kommen. Man erinnere sich an den späten Ausgleich nach bescheidenem Spiel in der Vorsaison. Konzentration über 90 Minuten wäre eine gute Grundlage für erfolgreiches Abschneiden, das notwendig ist, will man an den führenden Mannschaften dran bleiben.

 


4. Spieltag: SG Rüppurr II - ATSV Kleinsteinbach 3:8

Nr.1 des Gastes wurde erreicht: Auswärtssieg bei der Fusions-SG Rüppurr II und damit erstmals eine positive Bilanz in dieser Runde. Das „seltsame“ Torverhältnis nach vier Spielen von 17:13 drückt einiges aus: wo der Schuh drückt und wo Stärken liegen. Diese konnten bei gutem Kader, wie erhofft, wieder spielentscheidend durchgesetzt werden, wobei sich der erstmals, nach langer Verletzungspause in der 2.Halbzeit eingesetzte R. Schmidt mit drei Toren bestens einführte. Schläfrig war einmal mehr der Auftakt; man geriet schnell in Rückstand. Tore von T. Thielert und L. Schröder drehten aber das Ergebnis. Ein weiterer Aussetzer führte aber noch zum 2:2, ehe Schröder noch vor der Halbzeitpause auf 2:3 stellte. Dazu vergab man in Hälfte 1, in der aber auch die Platzherren noch Chancen hatten, mit allein je zwei Pfosten- und Lattentreffern weitere Gelegenheiten zur Resultatserhöhung. Diese gelang in Durchgang 2, in dem die Gastgeber dem Tempo nicht mehr gewachsen waren. A. Mall trieb unaufhörlich an, gehörte auch selbst zu den Torschützen und war zum Teil auch Vorbereiter der weiteren Treffer durch M. Stöckler und R. Schmidt. Ein Schönheitsfehler war noch der 3.Gegentreffer. Wie die Abwehr sicherer machen? Das dürfte eine der Aufgaben für Trainer Timo Augenstein in den nächsten Wochen sein.     

 

Heimspiel am kommenden Sonntag, 16.9., 15 Uhr: Eine echte Bewährungsprobe erwartet den ATSV im nächsten Spiel, bei dem der VFR Ittersbach in Kleinsteinbach aufkreuzt. Die Karlsbader haben sich für diese Saison deutlich durch Neuzugänge verstärkt und werden unserer Mannschaft alles abverlangen. Zahlreiche Unterstützung wäre sicher förderlich.

 

 

Text: Karl-Heinz Wenz

Bilder: ME 

 


3. Spieltag: ATSV Kleinsteinbach – SG DJK/FV Daxlanden II    4:0

ATSV mit verbesserter Aufstellung ein anderes Team

 

Der ATSV bleibt die Wundertüte der B-Liga. Was im letzten Spielbericht nach der Schlappe in Forchheim angedeutet wurde, dass der ATSV mit einigermaßen vollständigem Kader ein ganz andres Gesicht zeigen kann, bewies sich am Sonntag einmal mehr gegen die gut gestartete Reserve der SG Daxlanden. Der erhoffte Sieg stellte sich mit 4:0 deutlich ein, hätte aber auch noch um einiges höher ausfallen können. Positiv: Nach zehn Gegentoren in zwei Spielen dieses Mal ohne Gegentreffer. Dabei fehlte immer noch Abwehrchef S. Lindörfer. Ein anderes Spiel als bei den Pleiten der Vorwochen entwickelte sich vor allem durch A. Mall und L. Schröder. So war T. Thielert im Spiel nach vorne nicht alleine auf sich gestellt. Die im Feldspiel durchaus ansprechend auftretenden Daxlandener waren immer dann im Nachteil, wenn der ATSV Tempo ins Spiel brachte, was vor allem nach der Halbzeit geschah. Die Chancen nach der Führung durch T. Thielerts Kopfball (32.Min.) häuften sich. Nach zum Teil glänzend herausgespielten Torraumszenen hätte hier eigentlich noch mehr herausspringen müssen als zwei schnelle Tore durch L. Schröder (sehenswert von A. Mall nach Alleingang bedient) und A. Mall in der 52. und 55.Minute. Mindestens vier weitere 100%zige Gelegenheiten wurden vergeben und bewahrten die Gäste vor einem Debakel. Mit dem 4:0 durch A. Mall in der 88.Min. waren die Gäste letztendlich noch gut bedient. Eine echte Torchance hatten diese nicht, wenn man sich auch bemühte und der ATSV über die Gesamtdauer auch nicht fehlerfrei blieb.

 

Fazit: Nur wenige Mannschaften treten so unterschiedlich auf wie der ATSV. Bei der vorhandenen Spielerkonstellation bleibt aber die Verfügbarkeit der Wunschelf ein Wunschtraum, so dass man weiter mit unterschiedlichen Leistungen rechnen muss. 

Am Sonntag, 9.9.18, wartet der nächste Fusionsverein mit der SG Alemannia/FG/DJK Rüppurr II auf den ATSV. Spielbeginn ist bereits um 13 Uhr. Nach dem ersten Heimsieg sollte bei konzentriertem Auftreten der erste Auswärtssieg folgen, um sich in der Tabelle zu stabilisieren.

 

Text: Karl-Heinz Wenz


2. Spieltag: FT Forchheim - ATSV Kleinsteinbach     6: 1

Saisonstart schon wieder misslungen

Auf das 4:4 Unentschieden gegen den KFV ließ unsere Erste beim ersten Auswärtsspiel bei FT Forchheim eine 1:6 Schlappe folgen und versaute sich so den Saisonstart gründlich. Was Kenner befürchteten, trat leider ein. Die durch zahlreiche Urlauber und im Sonntagsdienst Beschäftigte sowie Verletzte personell arg gebeutelte annschaft konnte den Adererlass leider nicht kompensieren und ergab sich ihrem „Schicksal“. So ist der ATSV ein Abstiegskandidat; zehn Gegentore nach zwei Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Es wird Zeit, dass die Mannschaft ihr wahres Gesicht zeigt.                                                                    

 

Außer einem Elfmetertor durch T. Thielert gelang in Forchheim nichts Erwähnenswertes; bedenkliche Abwehrlücken und Unzulänglichkeiten im Mittelfeld und Sturm prägten die Partie. Mit einer derartigen Leistung sind in der guten B-Klasse jedenfalls keine Punkte zu holen. Es bleibt zu hoffen, dass man sich dies zu Herzen nimmt.

 

 Beim Heimspiel am Sonntag gegen die SG DJK/FV Daxlanden II erwartet man einen stabilen und nur schwer zu bespielenden Gegner, der gut in die Runde gestartet ist. Inwieweit der ATSV beim Kader ein anderes Gesicht zeigen kann, steht noch nicht fest. Will man zum Rundenbeginn nicht gänzlich in den Tabellenkeller rutschen, kommt allerdings nur ein Sieg in Frage.

 

Text: Karl-Heinz Wenz


1. Spieltag:  ATSV Kleinsteinbach I - FV Karlsruhe I   4:4

Kurioser Saisonstart: ATSV rettet nach Rückstand noch Unentschieden

 

Den Saisonstart hatte man sich auf Seiten des ATSV sicher anders vorgestellt. Gegen Altmeister Karlsruher FV, nach Aufstieg aus der C-Liga wieder auf dem Weg aus der „Versenkung“, erhoffte man sich drei Punkte, obwohl wegen Urlaubs und Verletzungen noch einige Spieler fehlten. Aber wie in der letzten Saison scheint der ATSV auch heuer wieder für Überraschungen gut. Man traute seinen Augen nicht: Zweimaliges Erscheinen des Gastes im Strafraum, und es hieß nach 11 Minuten durch Martineau und Schlinger 0:2. Die Anfälligkeit in der Abwehr setzte sich fort, und im Mittelfeld blieb man weiterhin „körperlos“. Dennoch ergaben sich aber auch eigene Chancen, so ein Unterlatteknaller von A.Mall und weitere klare Gelegenheiten, deren Ummünzung in Treffer aber ausblieb. Die Gäste, denen man die Aufbruchstimmung im Verein anmerkte und auch von einigen Anhängern unterstützt wurden – darunter auch ältere KFV-ler, die noch die guten Zeiten des Exmeisters in der 1.Amateurliga erlebt hatten und sich auch noch an die Mitwirkung von zwei Kleinsteinbachern beim KFV in der zweiten Hälfte der 60-er Jahre erinnerten - , blieben in Folge der ATSV-Ungeordnetheiten und Aggressionslosigkeit immer gefährlich, offenbarten aber auch Schwächen im Abwehrverhalten, wenn einmal schnell und passgenau gespielt wurde.

 

Die Felle schienen für die Platzherren endgültig davonzuschwimmen, als Herrmann den Gast kurz vor der Pause schier uneinholbar mit zwei weiteren Treffern (darunter ein Handelfmeter) mit 4:0 in Führung brachte. Die Fans gaben aber in der Halbzeit ihre Mannschaft noch nicht auf, weil es eigentlich so nicht weitergehen konnte. Mit einem zum Torschuss geratenen Flankenball, der sich ins lange Eck senkte, sorgte A.Rabolt in der 47.Min. mit dem 1:4 für ein erstes Lebenszeichen. A.Mall nährte in der 67.Min. mit dem 2:4 weitere Hoffnung auf einen vielleicht doch noch erfolgreichen Endspurt. Der ATSV schnürte nun den Gegner ein, war aber durch Aufrücken auch für Konter anfällig, bei denen noch zwei brenzlige Situationen zu überstehen waren. Tatsächlich war es aber T.Thielert vorbehalten, mit zwei schön herausgespielten Treffern doch noch das Remis in der insgesamt fairen Partie zu retten, und fast wäre sogar noch der Sieg gelungen, was des Guten aber wohl zu viel gewesen wäre.

 

Der Augenstein-Truppe steht noch viel Arbeit bevor, will man wieder an der Spitze mitspielen. Das Warten auf den kompletten Kader gehört leider zum Alltag bei den Pfinztalern; die Integration von zwei aus Gambia stammenden Sportkameraden in die Mannschaft scheint sich aber nach deren Debut auszuzahlen. Bei den Freien Turnern aus Forchheim, letztjähriger Tabellendritter, steht eine echte Bewährungsprobe am Sonntag gleich an. Spielbeginn ist um 17 Uhr.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 

 Bilder: ME


Bericht "Pfinztal-Pokal"

Beim Pfinztal-Pokal:

Nach Sieg in 2017 ATSV dieses Mal nur Vierter

FC Berghausen holt sich den Pfinztal-Pokal

Finals gingen in die Verlängerung

 

Die im letzten Jahr durch den Sieg des B-Klassenvertreters ATSV Kleinsteinbach beim Traditionsturnier „Pfinztal-Pokal“ ins Rutschen geratene Hierarchie in der Pfinztaler Fußballwelt wurde in diesem Jahr wieder zurechtgerückt. Obwohl durch den Abstieg des langjährig höchstplazierten FC Viktoria Berghausen von der Kreisliga in die A-Klasse eine neue Situation entstand – so waren jetzt die beiden A-Ligisten FC Viktoria Berghausen und Spvgg Söllingen, der B-Ligist ATSV Kleinsteinbach und C-Klassen-Vertreter TSV Wöschbach am Start – , zeigte sich der FCB, dieses Mal auch der Ausrichter des Turniers, am stabilsten, benötigte aber auch einiges Glück. Von ungefährgleichen Voraussetzungen, was die Verfügbarkeit von Stammspielern angeht, konnte man ausgehen. Sicherlich werden die Mannschaften aber in der Punkterunde mit größerem Potenzial antreten.

 

Eine klare Angelegenheit waren die beiden Halbfinalspiele, bei denen sich der FCB 3:0 gegen den ATSV und die Spvgg 5:1 gegen den TSV hochverdient durchsetzten. Eng ging es dagegen in den Finalspielen zu, die beide erst im Elfmeterschießen entschieden werden konnten. Die beiden A-Klassenteams unterstrichen im Endspiel zumindest Gleichwertigkeit, was in dieser Saison auch packende Punktespiele gegeneinander erwarten lässt. Söllingen war sogar die etwas bessere Mannschaft, führte bis kurz vor Spielende mit 2:1 und vergab dazu noch einen Elfmeter. Nachdem sich die Viktoria noch ins Penalty-Schießen gerettet hatte, hieß es hier am Ende doch noch 6:4 für die Gastgeber. Im kleinen Finale war ebenso Ausgeglichenheit festzustellen; der klassenniedere, aber deutlich aggressivere TSV sicherte sich gegen einen am Vortag beim Pforzheimer A-Klassenzweiten Eisingen (allerdings in stärkerer Aufstellung) noch 4:2 siegreichen ATSV nach einem 3:3 nach regulärer Spielzeit durch die besseren Strafstoßschützen – der ATSV traf zweimal den Pfosten - mit 7:6 Treffern den dritten Turnierplatz. So blieb dem ATSV nur der undankbare vierte Rang.

 

Bürgermeisterin Nicola Bodner dankte den teilnehmenden Teams für die Aufrechterhaltung der jahrzehntelangen Tradition des Vergleichs der vier Pfinztaler Fußballmannschaften und überreichte der Siegermannschaft den Pokal der Gemeinde und an jedes Team, gestaffelt nach der Platzierung, Geldpreise der Kommune.

   

Text: Karl-Heinz Wenz


3. Relegationsspiel zum Aufstieg in die A-Klasse:

 FVgg Weingarten II - FSSV Karlsruhe I 1 : 4      

Verdienter, etwas zu deutlich ausgefallener Sieg des B1-Zweiten führt zum Aufstieg in die A-Klasse

Zwei ausgeruhte Mannschaften gegeneinander, und schon wurden die Verhältnisse bei der B-Klassen-Relegation zum Aufstieg in die A-Klasse wieder zurechtgerückt. Nicht die Reserve der FVgg Weingarten, nach dem 3:0 Sieg gegen den müden ATSV Kleinsteinbach als drittem Bewerber der vermeintliche Favorit, sondern die FSSV Karlsruhe schaffte durch einen in der Höhe etwas zu deutlichen 4:1 Sieg gegen die „Winzer“ den Aufstieg.

 

Es wäre auch kurios gewesen, hätte ein Tabellendritter das Rennen um den Aufstieg erreicht. Ein bisschen war es auch ein Resultat der Gerechtigkeit, denn zweite Mannschaften mit der Chance der durchaus legitimen Anleihe von Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaften, wie auch von Weingarten praktiziert, sind unberechenbarer und verfälschen auch oft das Tabellenbild durch unterschiedliche Aufstellungen. 

 

Sehr erfreulich beim Entscheidungsspiel der beiden Protagonisten  bei angenehm gemäßigten Witterungsverhältnissen auf bestens präpariertem Spielfeld des ATSV Kleinsteinbach war die faire Gangart der beiden Mannschaften über die gesamte Spieldauer. Der Unparteiische Rastetter, der mit seinen Linienkollegen auch seine Bezeichnung verdient hatte, brauchte bei seiner konsequenten, unspektakulären Spielleitung nur wenige gelbe Karten, ganz am Ende zurecht auch noch eine rote. Man konnte höchstens bei der Annullierung eines Kopfballtreffers von Weingarten wegen angeblichem Foulspiel gegen den Torhüter unterschiedlicher Meinung sein. 

 

Vor rund 200 zahlenden Zuschauern boten die Kontrahenten ein insgesamt gutes B-Klassen-Spiel, das zunächst recht ausgeglichen ablief und jeden erdenklichen Spielausgang möglich erscheinen ließ. Da Weingarten ein Unentschieden genügte, waren sie eigentlich im Vorteil, aber die Karlsruher hatten dann doch durch ihr besseres Ausnutzen von Torchancen die Nase vorn. Ihre frühe Führung durch den gefährlichen P.Cicak wurde zunächst egalisiert – schien nicht unhaltbar -, doch ein fulminant verwandelter Freistoß von O.Richter führte zur Halbzeitführung der Karlsruher Nordstädter vom Adenauerring.

 

Sie verteidigten diese in Hälfte 2 zäh gegen sich mühende Weingartener und sorgten dann noch vor Mitte der Halbzeit durch P.Cicaks 3: 1 für eigene Entspannung. Wäre ein Freistoß der FVgg nicht an der Latte sondern im Tor gelandet, hätte es noch einmal spannend werden können. Aber es ging noch einmal in die andere Richtung. Kurz vor Spielende erzielte die FSSV ihren vierten Treffer und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Herzlichen Glückwunsch für den Aufstieg auch von Seiten des ATSV Kleinsteinbach. Die S.Richter-Truppe und ihre Anhänger feierten ausgiebig das für sie freudige Ereignis und wollten gar nicht mehr vom Kleinsteinbacher Rasen gehen. Doch auch die Weingartener fügten sich sportlich fair in ihr Schicksal; etwas Pyrofeuer wurde nicht als Bedrohung empfunden.   (kw)

 


2. Relegationsspiel zum Aufstieg in die A-Klasse:

ATSV Kleinsteinbach – FVgg Weingarten II  0 : 3  (beim FSSV Karlsruhe)

 

ATSV wirkte durch Spielehäufung kraft- und ideenlos

Entscheidung um Aufstieg am Mittwoch in Kleinsteinbach

 

Was im Vorhinein schon zu befürchten war, wurde am Freitagabend zur bitteren Realität für den ATSV Kleinsteinbach. Im dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen, davon die zwei Spiele der Relegation für den Aufstieg in die A-Klasse, agierten die Pfinztaler in der Begegnung gegen die ausgeruhte Reserve des Kreisligisten FVgg Weingarten auf dem Platz der FSSV Karlsruhe „auf dem Zahnfleisch“ und war so leider chancenlos.

 

Gegen die kompakt auftretenden, bissiger und lauffreudiger wirkenden Weingartener konnte der ATSV nicht an die gute Leistung gegen die FSSV vom Dienstag anknüpfen, blieb so weitgehend wirkungslos und musste dem Gegner verdientermaßen Feld und Sieg überlassen. Erschwerend kam für die Pfinztaler hinzu, dass neben den etatmäßigen Abwehrspielern M.Gutbrod und N.Stucky auch der im Spiel gegen den FSSV nach einem harten Foulspiel verletzte J. Elsäßer ersetzt werden musste, und dazu noch R. Schmidt und M. Stöckler verletzungsbedingt für die 2.Hälfte außerdem ausgetauscht werden mussten und dadurch die Bank dünn besetzt war. Die Weingartener machten von ihren legitimen Auswechselmöglichkeiten über das ganze Spiel reichlich Gebrauch, was zahlreiche Spielunterbrechungen bewirkte.

 

Auf ATSV-Seite erreichten lediglich Torhüter H.Gauß und die Abwehrspieler S. Lindörfer und S. Kaucher Normalform. Das Offensivspiel krankte an der „Kaltstellung“ von A.Mall, körperintensiv angegangen und in einigen Fällen nicht ausreichend geahndet, wodurch dem ATSV-Spiel gänzlich die Gefährlichkeit genommen war. „Es wäre interessant, beide Mannschaften einmal in gleichermaßen ausgeruhtem Zustand gegeneinander spielen zu sehen“, meinten Kleinsteinbacher Zuschauer, die zwar enttäuscht, aber sportlich fair die herbe Niederlage aufnahmen.

Was der 3:0 Sieg der „Winzer“ wert ist, wird sich am Mittwochabend, 19 Uhr, in Kleinsteinbach zeigen, wenn der Aufsteiger zwischen der FSSV und der FVgg ermittelt wird. Den Karlsruhern reicht dabei ein Sieg, unabhängig vom Torausgang. Dem ATSV bleibt nur die Zuschauerrolle ohne eigene Aussichten und die Gewissheit für ein weiteres Jahr B-Klasse.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


1. Relegationsspiel zum Aufstieg in die A-Klasse:

FSSV Karlsruhe  -  ATSV Kleinsteinbach  0 : 0  (im Waldstadion Weingarten)

  

Um das eine Tor hätte der ATSV Sieg verdient gehabt

Weitgehend ausgeglichenes Spiel, umkämpft aber durchaus fair

 

"Es sollte einfach nicht sein“, so die etwas Enttäuschung ausdrückenden Kommentare auf Seiten des ATSV. „Wir hätten es packen und eine sehr gute Ausgangssituation schaffen können, denn wir hatten die größere Zahl klarer Torchancen“, meinten Spieler wie Verantwortliche und mitgereiste Fans, die den Weg ins weitläufige FVgg-Areal in der Weingartener Waldbrücke gefunden hatten – nach Spielschluss.

  

Im Vorfeld war bei der Planung einiges nicht so verlaufen, wie es Amateurmannschaften eigentlich verdient hätten. Kurzfristige Ansetzung der ersten Partie der Dreierrunde, die nicht einmal die Ankündigung in der Tagespresse ermöglichte (trotzdem war die Zuschauerzahl mit rund 250 beachtlich), nach dem letzten Saisonspieltag am Sonntag bereits am Dienstagabend erstes Relegationsspiel und nach dem Ergebnis (0:0) nach dem Willen des Fußballkreises bereits am Freitag das zweite Relegationsspiel für den ATSV gegen FVgg Weingarten II bei der FSSV Karlsruhe – also drei Spiele, dazu noch bei hochsommerlichen Temperaturen, innerhalb von sechs Tagen !! Muss das sein für Amateure, die ihren Beruf mit heute üblichen Zwängen oder ihren Studienplatz haben und Fußball als Freizeitbeschäftigung betreiben ?? Der Verweis auf die am 14.Juni beginnende Fußball-WM als terminliche Einschränkung  kann von dieser Seite nur als billige Ausrede verstanden werden.

  

Es war ein durchaus ansehnliches B-Klassen-Spitzenduell; im Grunde ein Spiel zweier  gleichwertiger Mannschaften mit Phasen wechselnder Überlegenheit. 0:0 bis zum Schluss bedeutete nicht Ergebnisverwaltung, sondern eher Spannung bis zur letzten Minute, weil beide Teams sich mit offenem Visier begegneten. Der B2-Staffelzweite ATSV Kleinsteinbach hätte sich wohl vor allem in der 2.Hälfte durch wenigstens ein Tor belohnen können, aber auch die Großchancen von L.Elsäßer (mehrfach) und A.Mall, zum Beispiel an der Unterkante der Latte landend und vom FSSV-Torhüter mit Fußreflex am Einschlag gehindert, oder von T.Thielert und R.Schmidt wollten nicht den Weg über die Torlinie finden. Aber auch auf der anderen Seite gab es drei, vier Gelegenheiten, die auch zu Toren hätten führen können. Zweimal war hier auch Torhüter H.Gauß auf der Hut.  

  

Nicht ganz zufrieden waren die Pfinztäler mit der Spielleitung vom zur ATSV Mutschelbach-Schiedsrichtergruppe zählenden Sami Maliha, der zwar keine spielentscheidenden Fehler machte, aber als höherklassiger Schiri nicht souverän wirkte und in einigen Situationen Entscheidungstendenzen gegen den ATSV erkennen ließ. So waren einige Unmutsäußerungen von Zuschauern durchaus nachvollziehbar.

 

Beim ATSV fehlten verletzungsbedingt weiter N.Stucky und M.Gutbrod; T.Thielert und M.Städele konnten wenigstens auf der Bank Platz nehmen. Im Spiel fiel J.Elsäßer nach einer halben Stunde nach einem rüden Foul (gelbe Karte) mit einer Schulterverletzung aus. 

 

Was ist das Fazit für den ATSV ? Da die FSSV Karlsruhe das letzte Spiel am Mittwoch, 13.6., gegen Weingarten bestreiten und sich das Resultat der Freitagspartie zwischen Kleinsteinbach und Weingarten zu Nutzen machen kann, bleibt dem ATSV nun nur die „Flucht nach vorne“, das heißt alles zu mobilisieren, um nicht nur einen Sieg gegen die Winzer zu erreichen, sondern auch möglichst deutlich zu siegen. Ansonsten muss man machtlos das Finale hinnehmen.   (kw)

 


Spielberichte 2017/2018


30. Spieltag: ATSV Kleinsteinbach I - TSV Palmbach I 3:0

ATSV macht endgültig „den Sack zu“, Relegation bleibt als große Herausforderung

 

Eine Saison mit vielen Aufs und Abs neigt sich dem Ende zu, ist aber seit Sonntag noch nicht beendet. Mit einem 3:0 Sieg im letzten Saisonspiel gegen den TSV Palmbach, lange auch Anwärter auf die ersten beiden Tabellenränge, schaffte der Pfinztal-Club wenigstens ein Saisonziel, um den Aufstieg mitspielen zu dürfen. Die Grundtendenz ist Zufriedenheit mit dem bisher Erreichten, die Krönung wäre allerdings der Aufstieg in die A-Klasse, bei der augenblicklichen Konstellation die Klasse mit einer Fülle von Derbys und damit endlich einmal wieder Belebung der Konkurrenz unter Nachbarclubs. Bis man aber so weit kommen könnte, ist noch einiges zu leisten. Alles ist aber schwer abschätzbar, ob dies gelingen kann.

 

Die Besonderheit der B-Klassen-Situation mit drei Staffeln und nur einem Aufsteiger aus dem Kreis der drei jeweils in Frage kommenden Nächstplatzierten neben den Meistern lässt alle Möglichkeiten offen. Vom Fußballkreis wurden die Vereine wieder einmal, eigentlich unnötigerweise zu lange, auf die Folter gespannt, in welcher Reihenfolge die Qualifikation ausgespielt werden soll. Am späten gestrigen Abend erfuhr man, dass die erste Partie am Dienstag bei der FVgg Weingarten zwischen dem ATSV und der FSSV Karlsruhe stattfinden würde. Von allen Beteiligten fordert man zur Organisation und Durchführung der Partie, unnötig kurzfristig, viel Improvisationsvermögen. Für den Ausrichter Platzpräparierung etc., für den ATSV Klärung von Arbeitsstellenabsprachen. 

 

Mit offensichtlich einigem Bammel ging man gegen die Gäste, bei denen man im erst kürzlich ausgetragenen Nachholhinspiel 3:0 siegreich war, in die Partie, in der man für alle Fälle wenigstens ein Unentschieden erreichen musste, um sicher vor den FT Forchheim zu bleiben. Lag es an der im Vergleich zum Hinspiel weitaus besseren Leistung der Palmbacher oder an einem nur schwer in die Gänge kommenden ATSV, dass das Spiel während der ersten Hälfte ziemlich ausgeglichen, sogar eher mit einer Überlegenheit der Gäste verlief? Der ATSV hatte an einem irrtümlicherweise (wegen angeblichem Abseits) verweigerten Treffer zu knabbern (in Hälfte 2 war dies noch einmal der Fall) und hatte aber auch Glück, dass der TSV einen vielversprechenden Abschluss zu hoch ansetzte. So ging es torlos in die Pause. 

 

Die Partie zeigte in Hälfte 2 einen deutlich verbesserten ATSV, der nunmehr weniger Fehlpässe und Ballverluste produzierte, im Abwehrbereich besser aufrückte und vor allem mehr Druck im Angriff erzeugte. Einwechslungen von L. Schröder und T. Thielert wirkten sich hier positiv aus. TSV-Torhüter Kastner bekam mehr zu tun, konnte aber bis zur 60.Minute sein Tor sauber halten. Dann war es einmal mehr A. Mall, der den Bann brach und clever abschloss. T.Obitz zeigte in der 69.Minute ebenfalls geschickte Abschlussqualität und sorgte für das 2:0. Bei einigen Konteransätzen blieben die Gäste aber weiterhin nicht ungefährlich. Torhüter H.Gauß zeigte eine gekonnte Flugparade und verhinderte das 2:1. Weitere Abschlüsse strichen am Tor vorbei. In der letzten Viertelstunde hatten die Gastgeber noch mehrere Chancen zur Resultatserhöhung, teilweise wieder fahrig vergeben, und mussten deshalb bis zur 88.Minute warten, als A.Mall einen gelungenen Angriff über mehrere Stationen zum 3:0 verwertete. 

 

Die Mannschaft samt Trainer und Betreuern feierten nach dem Schlusspfiff das Momentum „Gesicherte Relegation“, die durch die gleichzeitige Niederlage von Forchheim in Bulach ohnehin nicht mehr in Gefahr war. Bei drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bruchhausen, den man in beiden Spielen besiegen konnte, war durchaus sogar mehr drin. Ärgerlich vor allem die in der Saison jeweils früh zustandegekommenen Niederlagen gegen den TSV Reichenbach 2, der mit seinen sehr unterschiedlichen Formationen einmal mehr das Dilemma mit den zweiten Mannschaften unterstrich.

 

Unserer Mannschaft wünschen wir in den beiden Relegationsspielen viel Stehvermögen und das notwendige Glück, das in solchen Entscheidungsspielen oft auch dazugehören muss, sowie eine kräftige Unterstützung von außen.      (kw)

 


28. Spieltag:  ATSV Kleinsteinbach I - TSV Spessart I   4:2

ATSV Kleinsteinbach – TSV Spessart  4 : 2

Verdienter Sieg, aber Relegation noch nicht gesichert

 

Im Spiel gegen den Tabellendrittletzten TSV Spessart, gegen den man im erst kürzlich ausgetragenen Hinspiel nur 1:1 Unentschieden spielte – und das Tor erst in der Nachspielzeit erzielte- , lief nicht alles rund beim ATSV.  Neben drei verletzten Stammspielern, die schon beim letzten Spiel fehlten, kamen jetzt aber noch die urlaubenden T. Obitz und R. Schmidt hinzu, so dass nur Spieler der Reserve, die im Vorspiel schon gegen Spessarts Zweite zum Einsatz kamen, auf der Bank saßen. Dazu spielte man besonders in der ersten Hälfte wieder einmal etwas schlampig, vergaß vier Großchancen zu verwerten, davon zwei durch Reflexe des sehr guten Gästekeepers parierte Kopfbälle verhindert, und lag urplötzlich nach einem haltbar scheinenden Schuss von Weingärtner in der 23.Minute mit 0:1 zurück. Die Spiel- und Feldüberlegenheit nutzte wieder einmal zunächst nichts; es dauerte bis zur 33.Minute, ehe A. Mall trocken zum 1:1 traf. Er war es auch, der kurz vor der Pause mit einem satten Schuss den Gästetorhüter überraschte und für die ATSV-Führungzur Pause sorgte.

 

Auch in der 2.Halbzeit war der ATSV die durchaus überlegene Mannschaft, doch hielten die Gäste aufopferungsvoll kämpfend und auch spielerisch ordentlich dagegen. Sie lohnten ihre Mühen nach einem Abstimmungsproblem in der Kleinsteinbacher Abwehr zu einem zweiten Treffer durch Überall, aber T. Thielert mit Aufsetzerkopfball nach dem schönsten Angriff des Spieles und A. Mall mit seinem dritten Treffer nach einem durch den Torwart abgewehrten Schuss von T. Thielert sorgten für klare Verhältnisse. Es war ein Arbeitssieg, mehr nicht, mit noch einem kleinen Wermutstropfen kurz vor Ende, als S. Lindörfer wegen einer Lappalie mit Gelb-Rot vom Platz musste. Hier hätte der zwar laufschwache, aber sonst ordentlich pfeifende Unparteiische mehr Fingerspitzengefühl zeigen können, zumal er kurz vorher eine eindeutige, harte Notbremse gegen A. Mall nicht einmal mit einer gelben Karte ahndete.

 

Es gab zwar die erhofften und erwarteten drei Punkte, aber vor dem letzten Spiel ist die Teilnahme an der Relegationsrunde wohl noch nicht endgültig gesichert. Der Weg dorthin scheint aber geebnet, da ein Unentschieden – vorausgesetzt FT Forchheim gewinnt noch seine beiden restlichen Spiele -  im letzten Saisonspiel am 3.6. nach der sonntäglichen Pause für den ATSV dann gegen den TSV Palmbach reichen würde.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

Bilder: Achim Jock


27. Spieltag: SV Spielberg 2  -  ATSV Kleinsteinbach  1 : 8

 

Zweistellig wäre möglich gewesen

Nach den letzten schlechten Ergebnissen der Spielberger Oberliga-Reserve durfte auch vom ATSV ein Sieg erwartet werden. Dass er aber so deutlich ausfallen würde, konnte man kaum ahnen. So hart es für die durchweg fairen „Göckler“ klingen mag: Ein zweistelliges Ergebnis war nicht nur im Bereich des Möglichen, sondern wäre eigentlich den Chancen nach dringend geboten gewesen. Der ATSV brauchte aber wieder einmal zu lange, bis aus klarsten Gelegenheiten auch Kapital in Form von Toren geschlagen wurde. Und es kam zunächst noch paradoxer: Nach bereits einer Fülle von Torchancen, zum Teil kläglich vergeben, teilweise brachte der Gegner immer noch irgendwie einen Körperteil in den Weg und verhinderte den Einschlag, ein Lattenknaller von M.Stöckler wollte auch nicht über die Linie, wurde den Gastgebern in der 22.Minute ein Freistoß zugesprochen und Jäck verwandelte direkt zum 1:0. Torhüter H.Gauß sah dabei nicht gerade gut aus.

 

 

 

Bereits zwei Minuten später machte es aber Abwehrspieler S.Lindörfer seinen Offensivkollegen vor, wie man abschließt und stellte sehenswert den Ausgleich her. Das Spiel auf ein Tor setzte sich fort – die Gastgeber brachten es im gesamten Spiel zu keinem Abschluss mehr auf das Kleinsteinbacher Tor - , aber es dauerte bis zur 44.Minute, bis L.Elsäßer doch noch die Pausenführung für den ATSV herstellte.

 

 

 

Mit noch mehr Zug zum Tor gegen nun zusehends überforderte Gastgeber starteten die Gäste in den zweiten Durchgang, brauchten aber wieder einige Minuten, ehe sich das Resultat erhöhte. Mit einem Eigentor trug der SVS in der 57.Minute selbst dazu bei. Fünf weitere ATSV-Treffer durch A.Mall (2), T.Obitz, J.Elsäßer und M.Stöckler, der in der 87.Minute seine Ladehemmung endlich vergessen ließ, folgten und machten das Resultat doch noch deutlich.

 

Gespielt wurde übrigens auf dem Trainingsfeld des SVS, da der Hauptplatz derzeit umgestaltet und einen neuen Rollrasen erhalten wird.

 

 

 

Es war das letzte Auswärtsspiel des ATSV; jetzt stehen lediglich noch die Heimspiele gegen den TSV Spessart am Pfingstsamstag und dann – nach einem spielfreien Wochenende durch den „Rückzieher“ des SC Wettersbach 2 – die Schlusspartie gegen den TSV Palmbach an. Bringt es der ATSV zu zwei Heimsiegen, ist ihm der Einzug in die Relegationsspiele nicht mehr zu nehmen.

Text: Karl-Heinz Wenz

Bilder: Achim Jock

 


TSV Palmbach - ATSV Kleinsteinbach 0:3   (Nachholspiel)

TSV Palmbach -  ATSV Kleinsteinbach  0 : 3

Hochverdienter Sieg nach vielfacher Chancenvergabe

 

Die Hürde Palmbach wurde im zweitletzten Auswärtsspiel genommen. Nach schon mehrfachem Spielausfall wegen schlechter Wetter- und Bodenverhältnisse wurde nun endlich das Hinspiel ausgetragen und das Rückspiel folgt zum Saisonabschluss.

Leichter als der Sieg in der Vorsaison fiel unserer Mannschaft die jetzige Partie an einem lauen Frühlingsabend, der Laune zum Fußballspielen machte. Motiviert ging der ATSV in die Partie, wusste man doch, dass jetzt nur noch Siege zählen, will man den Relegationsplatz erreichen. Man setzte die Einheimischen früh unter Druck und konnte bald die Erkenntnis gewinnen, dass die Palmbacher Abwehr nicht gerade ein unüberwindbares Hindernis sein sollte. Die Folge waren auch frühe Chancen, die beste für M. Stöckler, der aber unbedrängt das leere Tor verfehlte. Nach weiteren vergebenen Gelegenheiten musste in der 13.Minute schließlich ein Foulelfmeter herhalten. A. Mall verwandelte den an L. Elsäßer verwirkten Strafstoß sicher. Man blieb weiter am Drücker, doch das alte Übel setzte sich fort. Man scheiterte entweder an eigenen Unzulänglichkeiten vor allem auf den Außenstürmerbereichen, am guten TSV-Torhüter Kastner oder einmal auch am sonst gut leitenden Schiri Augsburger, der einen Treffer M. Stöcklers fälschlicherweise wegen Abseits nicht anerkannte. Als der ATSV im Gefühl der Überlegenheit nachließ, kamen auch die Platzherren zu zwei Chancen. Eine Flanke wurde per Kopf knapp neben das Tor geköpft, und ein Freistoß aus größerer Entfernung landete auf der Oberkante der Latte. Der ATSV hatte inzwischen S. Lindörfer für S. Kaucher gebracht und das Wechselspiel auf den Innenverteidigerpositionen der letzten Wochen fortgesetzt.

 

Die zweite Halbzeit war mehr oder weniger das Spiegelbild der ersten. Für klare Verhältnisse, was das Ergebnis angeht, sorgte A.Mall in der 48.Minute mit einem trockenen Abschluss in die untere linke Ecke. Die Gastgeber mühten sich; als die Gäste wieder eine schlampige Phase hatten, setzten sie noch einen Weitschuss an die Querlatte. Das eindeutige Chancenübergewicht lag aber auf Seiten des ATSV, der es nach der Einwechslung von T.Thielert dann in der 78.Minute nur noch zum 0:3 brachte. Nach einem Steilpass von A. Mall, der mehrfach seine Kollegen in beste Schusspositionen brachte, auf M. Stöckler umkurvte dieser den herauseilenden Torhüter, überließ dann aber dem heraneilenden, sonst äußerst glücklosen R. Schmidt die Verwertung zum Endtreffer.

Eine sicher heiklere Aufgabe erwartet den ATSV am Sonntag beim letzten Auswärtsspiel der Saison beim SV Spielberg 2. Sollte man auch bei den „Göcklern“ gewinnen, hätte man sich eine gute Ausgangsposition für die letzten beiden Spiele zuhause gegen Spessart und Palmbach geschaffen. Zahlreiche Unterstützung von außen wäre begrüßenswert.

 

Text: Karl-Heinz Wenz


26.Spieltag: ATSV Kleinsteinbach - VfR Ittersbach 4:2

 

ATSV brauchte lange für seine Torerfolge

 

1: 2 hieß es am Ende im Vorjahr im Heimspiel gegen Ittersbach trotz drückender Überlegenheit des ATSV. Sollte es in diesem Jahr wieder so kommen? fragte sich mancher Zuschauer zur Halbzeit, als es 1:2 stand, was eigentlich keiner verstehen konnte. Wieder einmal hatte der ATSV einen „Geschenkkorb“ verteilt. Praktisch zweimal kamen die Gäste in den Strafraum, und doch führten sie. Das erste Mal nach einem Freistoß von Guhr und dickem Patzer des Torwarts – den abprallenden Ball schob Lusch in der 8.Minute ein - , und nach dem 1:1, endlich einmal wieder durch R.Schmidt mit fulminantem Weitschuss in der 18.Minute, nutzten die Gäste eine weitere Schlafmützigkeit im ATSV-Strafraum durch Eser in der 35.Minute zum 1:2. Während der gesamten ersten Hälfte schon war der ATSV die überlegene Mannschaft, hatte auch gute bis sehr gute Chancen, aber ein weiterer Torerfolg wollte nicht gelingen. Neben eigenem Unvermögen lag dies sicher auch am geschickten VFR-Torhüter, der manches vereitelte. Auf der anderen Seite hatte man vor Guhrs Freistößen weiterhin Bammel; aus dem Spiel heraus fand auch Störner kaum den Weg nach vorne. Der ATSV musste mehrere Innenverteidiger aus Verletzungs- und Krankheitsgründen ersetzen. So fehlten die etatmäßigen S.Lindörfer und N.Stucky; auch M.Städele musste passen. So mussten wieder einmal die Kaucher-Brüder ran.

 

Mit einer Umstellung, J. kam für seinen Bruder L.Elsäßer, startete der ATSV in die 2.Hälfte und zeigte jetzt auch endlich deutlich druckvolleres Spiel mit auch sehenswerten Kombinationen und Abschlüssen. Der Ittersbacher Torhüter wuchs aber mit den gestiegenen Herausforderungen mehrfach über sich hinaus. A.Steimle war es, der in der 54.Minute endlich den Bann brach und das 2:2 erzielte. Jetzt war es praktisch nur noch ein Spiel auf ein Tor gegen jetzt deutlich überforderte Karlsbader. Der Siegtreffer war nur noch eine Frage der Zeit. Nach schönem Steilspiel über die linke Angriffsseite mit R.Schmidt passte dieser genau in den Lauf des kurz zuvor eingewechselten T.Thielert, der in der 82.Minute zum 3:2 vollstreckte. Schließlich war es noch der dieses Mal glücklos spielende A.Mall, der in der 90.Minute per Kopf den Endstand zum 4:2 herstellte.

 

 

 

Man hätte sich manches leichter machen können, hätte man auf die Aussetzer zu  Spielbeginn verzichten können. Ähnlich gelagerte Leichtsinnigkeiten darf man sich aber in den weiteren Spielen nicht mehr erlauben. Eigentlich zählen nur noch Siege, wenn tatsächlich der Relegationsplatz erreicht werden soll. Der sichere Aufstiegsplatz scheint an den FV Bruchhausen vergeben.

 

 

 

Die nächste Bewährungsprobe steht bereits diesen Mittwoch an, wenn das schon mehrfach ausgefallene Hinspiel beim TSV Palmbach, Spielbeginn 19 Uhr, nachgeholt wird.

(kw)

 


25. Spieltag: SC Bulach – ATSV Kleinsteinbach  0 : 0

ATSV einfach nicht durchschlagskräftig genug

 

Ein torloses Remis beim punktgleichen Tabellenzweiten SC Bulach (ein Spiel mehr ausgetragen) lässt dem ATSV zwar noch alle Möglichkeiten, beim Kampf um die beiden ersten Tabellenplätze weiter mit dabei zu sein, doch nach dem Unentschieden am Donnerstag in Spessart bedeutet das erneute Remis den Verlust von vier Punkten innerhalb von vier Tagen. Dies ermöglichte dem FV Bruchhausen, der ein Spiel weniger ausgetragen hat, bei den Punkten gleichzuziehen. Deren bestes Torverhältnis hievte die Bruchhausener auf den ersten Platz vor dem ATSV und Bulach. 

Man kann zwar nicht von einer schlechten Leistung des ATSV beim unbequem zu spielenden Gegner sprechen, für einen durchaus möglichen Sieg fehlte aber wiederum einiges, leider wie schon oft auswärts erlebt. Der unbedingte Wille, das entscheidende Tor zu erzwingen, wurde vermisst. Die mit kompaktem Deckungsverbund auftretenden Bulacher, dazu noch körperlich den Gästen überlegen, suchten ihr Heil nach vorne fast ausschließlich mit langen Bällen, konnten damit aber den Gast kaum überraschen. Torannäherungen gab es praktisch nur aus Standardsituationen heraus.  Der ATSV war zwar spielerisch überlegen, hatte auch die größeren Feldvorteile, verstand es aber wiederum zu selten, aus dem Mittelfeld heraus entscheidende Akzente nach vorne zu setzen. So blieben auch hier die Torchancen begrenzt; drei, vier Gelegenheiten waren einfach zu wenig, um daraus einen Sieg entstehen zu lassen. So kam letztendlich ein insgesamt gerechtes Unentschieden  bei leichter „Punkteüberlegenheit“ des ATSV heraus.

 

 

Erwähnenswert wäre noch die sehr ordentliche Spielleitung durch einen 15-jährigen Schiedsrichter, der in dem insgesamt umkämpften, aber doch fairen Spiel keine größeren Schwierigkeiten hatte.

 

 

Beim sonntäglichen Heimspiel gegen den VFR Ittersbach kann jetzt nur ein Sieg in Frage kommen, wenn man nicht weiteren Boden beim Kampf um die Plätze verlieren will. Die gefestigter gewordene Guhr-Formation sollte man aber nicht unterschätzen.    (kw)    


Nachholspiel: TSV Spessart I - ATSV I 1:1

 

ATSV auswärts wieder deutlich unter Form

 

 

 

Die durch den Rückzug des SC Wettersbach 2 erfolgte „Steilvorlage“ für unsere Mannschaft konnte diese nur bedingt nutzen. Beim abstiegsgefährdeten TSV Spessart reichte es ihr nur zu einem 1:1 Unentschieden. Damit rückte man zwar durch das bessere Torverhältnis vor dem SC Bulach auf Platz 1 vor, die Punktverluste dürften aber noch weh tun.

 

 

 

Nach den deutlichen Heimsiegen zuletzt gegen Spitzenmannschaften zeigte der ATSV wieder einmal sein „Auswärtsgesicht“. Es bleibt auch Trainer Augenstein unerklärlich, wie diese Leistungsunterschiede zustandekommen können. Mit hinten kompakt stehenden, um jeden Ball kämpfenden, aber auch spielerisch ansprechenden Spessartern, deren gute Er-gebnisse in den letzten Wochen keine Überraschung mehr sind, hatte der ATSV seine Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen und Torchancen zu erarbeiten. Vieles blieb Stückwerk; man konnte auch durchaus von mehreren Totalausfällen sprechen. So war den tapferen Albhöhenkickern nur schwerlich beizukommen, wenn es auch in der 2.Halbzeit fast gänzlich ein Spiel auf ein Tor war. In der ersten Hälfte hatten die Platzherren mit kräftiger Windunterstützung, der in der 2.Halbzeit nachließ, bei ihren überfallartigen Angriffen noch Gefahrenpunkte erzeugt. Zugute kam ihnen nach dem 0:0 Pausenstand ein frühes Tor in Durchgang 2, als sie durch Axtmann eine mehrfache Schlafmützigkeit der Kleinsteinbacher Abwehr zum 1:0 verwerten konnten.

 

 

 

Ein Dreifachwechsel sorgte beim ATSV dann zwar für mehr Stabilität, Herausarbeiten von wirklichen Torgelegenheiten blieb aber Mangelware. Auch mehrere Eckbälle verpufften, weil Kopfballduelle stets verloren wurden. So waren in der Schlussphase zwei Freistöße dringend notwendig, um die Hoffnung auf wenigstens einen Punkt zu erhalten. Beim ersten gelang es der TSV-Abwehr den Ball nach Kopfball noch von der Linie zu schlagen, beim zweiten war es schließlich T.Obitz, der in der 90.Minute den Ball doch noch über die Linie bugsierte. Mehr war nicht drin, wäre auch nicht verdient gewesen.

 

 

 

Beim Spiel am Sonntag beim SC Bulach muss eine andere Mannschaftsleistung her, sonst verspielt man die gute Chance, vorne mit dabei zu sein.  

 


SC Wettersbach zieht 2. Mannschaft aus aktuellem Spielbetrieb zurück

Am Dienstag, 24.04.218, informierte der Badische Fußball-Verband die Vereine der Kreisklasse B, Staffel 2 über den Rückzug der 2. Mannschaft des SC Wettersbach.

 

Da der Rückzug 5 Spieltage vor dem Saisonende kommt, bedeutet dies nach den geltenden Regeln des Verbandes, dass alle Spiele gegen SC Wettersbach 2 nicht gewertet und aus der Tabelle gestrichen werden.

 

Vom unerwarteten Rückzug profitieren hauptsächlich der TSV Spessart und der ATSV Kleinsteinbach.

 

Wir haben als einzige Mannschaft des oberen Tabellendrittels gegen Wettersbach verloren. Wir erinnern uns an eine unglückliche 2:3 Heimniederlage. Die anderen Mannschaften hingegen hatten ihre Spiele gegen Wettersbach gewonnen oder zumindest unentschieden gespielt. Die gewonnenen Punkte werden unseren Konkurrenten wieder abgezogen. Dies hat zur Folge, dass sich die Tabelle der Kreisklasse Staffel B2 verschiebt.

 

Plötzlich ist der ATSV Kleinsteinbach kurzzeitig Tabellenführer.

 

Jetzt heißt es für die Aktiven und die Verantwortlichen, die Gunst der Stunde zu nutzen und den Vorsprung ins Ziel zu bringen.

 

Alle Mitglieder und Fans des ATSV sind aufgerufen, unsere Akteure außerhalb und auf dem Spielfeld bei den anstehenden Aufgaben zu unterstützen.

Text: ME


24. Spieltag: ATSV Kleinsteinbach – SV Langensteinbach II  5 : 1

 

Dass der ATSV jetzt doch noch vielleicht in das Rennen um die ersten beiden Tabellenplätze eingreifen kann, scheint nach dem weiteren Heimsieg, 5:1 gegen die Landesliga-Reserve des SV Langensteinbach, nicht mehr unmöglich. Auf jeden Fall wurde die in der Rückrunde wiedergewonnene Heimstärke erneut unter Beweis gestellt.

 

An den sonntäglichen Gegner bei Hochsommerwetter im April, wo selbst die Zuschauer den Schatten um den ATSV-Sportplatz suchten, hatten die Platzherren nicht die besten Erinnerungen. Denke man nur an das Hinspiel, als man in Karlsbad zur Pause scheinbar aussichtslos mit 0:4 zurücklag, um dann doch noch ein 4:4 zu erreichen.

 

Die jetzt im Mittelfeld platzierten Gäste zeigten auch in Kleinsteinbach gewisse Spielkompetenz, hatten einen sehr guten Torhüter und waren im Mittelfeld sehr beweglich. Nur was die Durchschlagskraft im letzten Drittel angeht, waren sie den Hausherren deutlich unterlegen; dies drückte sich schließlich auch im Endergebnis aus, das auch in dieser Höhe in Ordnung ging.

 

In unveränderter Aufstellung zum letzten Spieltag – T. Thielert, A. Steimle und S. Lindörfer zunächst auf der Auswechselbank, N.Stucky urlaubte noch – ging der ATSV in die Party und zeigte schnell Präsenz, musste allerdings auch eine Chance des Gastes zulassen, als ein Ball die Oberkante der Latte touchierte. T. Obitz war es, der nach einem Eckball am schnellsten schaltete und aus kurzer Entfernung zum 1:0 eindrückte. Wenig später nützte S. Stöckler eine Hereingabe von R.Schmidt durch Ballablenkung zum 2:0, und als nach einem geglückten Kombinationsspiel mit doppeltem Doppelpass das 3:0 durch A.Mall fiel, schienen klare Verhältnisse zur Pause besorgt.

 

Wenig effektiv und laufschwächer starteten die Platzherren dann in Durchgang 2, und als die Gäste nach übersehenem Abseits auf 3:1 verkürzten, war einige Zeit Sand im Getriebe. Zu leichtfertig vergab man jetzt die sich immer noch ergebenden Chancen, wobei vor allem die linke Angriffsseite jegliche Konsequenz vermissen ließ, hatte aber auch Pech im Abschluss (S. Stöckler traf jeweils Pfosten und Latte) oder scheiterte am sehr gut reagierenden Gästetorhüter. Mit mehreren Tauschaktionen wurde auch der Spielfluss etwas gestört. Als aber T. Thielert aufs Feld kam, wurde im Angriff wieder zielgenauer gepasst und konsequenter abgeschlossen. Mit einer doppelten Gemeinschaftsproduktion zwischen A. Mall und T. Thielert sorgte Letzterer mit dem 4:1 für endgültig klare Verhältnisse und A. Mall legte noch einmal nach einer schönen Kombination zum 5:1 in einem durchgehend sehr fairen Spiel nach.

 

Mit dem Nachholspiel beim TSV Spessart am Donnerstag und der nachfolgenden Partie am Sonntag beim SC Bulach stehen zwei Auswärtsspiele und „Stunden der Wahrheit“ in den nächsten Tagen an. Die Siege gegen Bruchhausen und Forchheim nutzten nur etwas, wenn man jetzt auch auswärts Stärke zeigt. Dass der überraschend schlecht platzierte TSV Spessart auch gegen weiter oben angesiedelte Mannschaften bestehen kann, hat er erst am vergangenen Sonntag mit einem 1:0 Sieg gegen den ASV Wolfartsweier unter Beweis gestellt. Schlüssel zum Erfolg dürfte für den ATSV nur volle Konzentration und hohe Laufbereitschaft sein.      (kw)

 


22. Spieltag:  ATSV I - FV Alemannia Bruchhausen  4:3

Sicher geglaubter Sieg geriet noch einmal ins Wanken

 

Es hätte ein gemütlich-angenehmer Nachmittag aus Sicht der Platzherren bei herrlichem Frühlingswetter werden können, denn wie die Gastgeber den Tabellenzweiten aus Bruchhausen in der ersten Hälfte beherrschten, hielt wohl kaum jemand es noch für möglich, dass das Geschehen im zweiten Durchgang noch zu einer Zitterpartie werden könnte. Dass es dem ATSV doch noch zum Sieg reichte, war nicht nur verdient, sondern zeigte einmal mehr, dass er bei einigermaßen stabilem Kader es mit jedem aus der großen Spitzengruppe aufnehmen kann. Nach drei Siegen in Folge gehört man nun wieder dem Kreis der Anwärter auf den 2. und damit

Relegationsplatz an. Doch auch Spitzenreiter Forchheim ist nicht mehr unerreichbar entfernt. Einige Fragezeichen gab es bei der Augenstein-Truppe vor der Begegnung, denn Torhüter H. Gauß musste erstmals durch E. Mammanello ersetzt werden, T. Obitz und L.Schröder fehlten weiter, der langzeitverletzte A. Atheer sowieso, und mit den Abwehrspie-lern S. Lindörfer und N.Stucky gingen zwei angeschlagene Spieler in die Partie. Der muskel-verletzte S. Lindörfer, „Chef“ der Abwehr, musste aber bereits nach 15 Minuten passen. Auf der Auswechselbank nahm überraschend T. Thielert nach über viermonatiger Pause nach Beinoperation und gänzlich fehlendem Training Platz. Dass er bei seinem Kurzeinsatz noch zum Matchwinner werden sollte, ist eine besondere Episode des Spiels.

Lag es am ATSV, dass der eigentliche Favorit Bruchhausen zunächst im Spiel nach vorne fast völlig wirkungslos blieb (in Hälfte 1 reichte es dem Gast nur zu zwei, das Ziel verfehlende Weitschüssen) oder erinnerten sie sich an die Heimniederlage im Hinspiel gegen den ATSV mit der Wirkung, dass sie nicht recht wussten, wie sie dem Gegner beikommen wollten. Spielten die Platzherren in die Spitze, wurde die Verwundbarkeit der Hildenbrand-Truppe im Abwehrbereich deutlich. So überraschte es nicht, dass der ATSV dies auch in Toren ausdrücken konnte. Nach schönem Steilpass von A. Steimle war A. Mall in der 13.Minute nicht aufzuhalten und verwandelte sicher zum 1:0. Der für den ausgeschiedenen S. Lindörfer ins Spiel genommene M. Stöckler hätte kurz nach seiner Einwechslung eine ähnliche Konstellation wie beim 1:0 fast zum 2:0 nutzen können. Die holte aber A. Mall in der 32.Minute mit unhaltbarem Kopfball nach. Bis zur Pause blieb der ATSV weiter am Drücker, und als S. Kaucher aus 40 Metern den zu weit aus seinem Tor geeilten Gästekeeper maßgerecht überwand, schien alles gelaufen.

Aber wie es nun mal im Fußball eben so ist: Wenn im Anschein des sicheren Vorsprungs plötzlich Sand ins Getriebe durch einen frühen Anschlusstreffer kommt, dann kann noch viel passieren. Y. Vielsäcker nutzte einen ersten Patzer des in der 1.Hälfte noch starken M. Städele in der 54.Minute zum 3:1. Der ATSV ließ sich zunächst aber nicht beirren und legte schon kurz später durch S. Kaucher zum vermeintlichen 4:1 nach. Doch der in vielen Szenen unsicher wirkende und in manchen Entscheidungen den Platzherren nicht gerade wohl gesonnene Unparteiische Knoch verhinderte dies durch einen fatalen Abseits-Fehlpfiff. Die Unruhe in Reihen der Gastgeber wuchs wieder, als M. Städele mehrfache Gelegenheiten zur Klärung verpasste und M. Heinz in der 71.Minute die Möglichkeit zum 3:2 eröffnete. Als A. Malls Kopfball ein Gästeverteidiger noch von der Linie kratzte und M. Stöckler einen Freilauf vor dem Gästetor auch nicht zum nervenberuhigenden Zweitore-Vorsprung nützen konnte, blieb das Spiel offen. In der 78.Minute sah Schiri Knoch Städeles Abwehraktion als Handspiel im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte N. Reichert zum 3:3. Der einge-wechselte T. Thielert fasste sich dann in der 84.Minute ein Herz drang in den Strafraum ein und wurde vom in der Schlussphase sehr rauen Gästespieler F. Jany, der nur der Großzü-gigkeit des Unparteiischen wegen noch auf dem Platz war, klar elfmeterwürdig von den Beinen geholt. T. Thielert verwandelte selbst sicher den Strafstoß und rettete dem ATSV so doch noch den Sieg.

 

Mit dem SV Völkersbach, der überraschend in der Abstiegszone steht, erwartet der ATSV die nächste schwierige Auswärtsaufgabe. Wenn man allerdings mit vorne dran bleiben will, zählt am Sonntag nichts anderes als ein Sieg auf den Albhöhen.

 

 

ATSV Kleinsteinbach II  -  FV Bruchhausen II  0 : 3  (0:1)

Verdiente Niederlage gegen den Spitzenreiter

 

Dass nach den beiden Siegen gegen den TV Mörsch mit dem Spitzenreiter FV Bruchhausen ein anderes Kaliber auf unsere Zweite warten würde, war von vornherein klar und bestätigte sich auch während des gesamten Spiels. Der mannschaftlichen Geschlossenheit des Gastes konnte unsere Reserve in dem fairen Spiel meist nur Wille und Durchhaltevermögen entgegensetzen, so dass das Resultat im Rahmen blieb. Bei der personellen Situation der 1.Mannschaft kamen Anleihen aus deren Kader nicht in Frage, was die Möglichkeiten, selbst initiativ zu werden, weiter einschränkte. Nach dem 0:1 Pausenstand sorgte das 0:2 bereits für klare Verhältnisse und ein verwandelter Freistoß bedeutete das Endresultat. Schade, dass S. Stöckler in der Schlussminute bei einem schönen Angriff der Ehrentreffer versagt blieb. Den Gästen kann zur reifen Leistung gratuliert werden; ein Aufstieg ist ihnen aber nur bei einem gleichzeitigen Aufstieg ihrer ersten Mannschaft in die A-Klasse erlaubt.

 

Text: Karl-Heinz Wenz

 


21. Spieltag: ATSV I - TV Mörsch I  3:0

Sechs Punkte über Ostern gegen den TV Mörsch bringen den ATSV wieder in Erinnerung. Damit wurden auch die Vorsaisonergebnisse gedreht, durch die die Rheinstettener den Pfinztälern den Relegationsplatz wegschnappten.

 

Vor diesen beiden Partien mit ungewöhnlicher Terminierung am Ostersamstag und -montag gegen den gleichen Gegner stand unsere Mannschaft am Scheideweg: entweder vollends ins belanglose Mittelfeld abtauchen oder aber wieder noch ein bisschen oben mitspielen können. Die Aufgabe wurde positiv gelöst und zwar hochverdient. Zur Wertung der Spiele muss man aber auch festhalten, dass der TV Mörsch in seiner derzeitigen Verfassung nicht an die Leistungen der letzten Runde anknüpfen kann. Nicht nur die Heidt-Truppe, sondern auch der ATSV musste auf derzeit verletzte und verhinderte Spieler verzichten. Die  Augenstein-Elf steckte dies besser weg.

Mit neuformiertem Abwehrzentrum erlaubte man sich in Mörsch einen kapitalen Fehlstart, denn der Sekundenzeiger hatte noch nicht einmal eine volle Umdrehung gemacht, da lag man nach zögerlichem Eingreifen schon mit 0:1 zurück. Es dauerte dann rund 20 Minuten, bis die Gäste zu ihrem Spiel fanden. So entwickelten sich auch Chancen gegen die nicht sattelfest wirkende Abwehrreihe Mörschs. Schließlich brach A.Mall nach einer schönen Einzelaktion den Bann und stellte den Ausgleich her. Als A.Steimle dann das 1: 2 per Kopfball erzielte, schien man auf sicherem Weg, zumal man bis zur Pause immer wieder Erfolg versprechende Chancen herausspielte. Doch M.Stöckler, R.Schmidt und L.Elsäßer – sie brachten einfach den Ball nicht über die Linie. So stand es zur Pause statt 1:4 nur 1:2, was die Platzherren noch hoffen ließ.

Sie kamen auch engagierter aus der Ruhephase. Auf der anderen Seite spielte der ATSV 15 bis 20 Minuten fahrig und ließ die Zügel schleifen. So verwunderte es nicht einmal, dass nach einer sträflichen Nachlässigkeit und Missverständnis zwischen Torwart und Verteidiger die Mörscher zum Ausgleich kamen. Die Einwechslung von S.Kaucher Mitte der 2.Halbzeit in die Sturmmitte brachte dann schnell die Wende.zum Positiven, denn er verwertete wenig später eine Hereingabe mit dem Kopf zum 2:3. Als A.Steimle, wieder mit dem obersten Körperteil, für das 2:4 sorgte, schienen die Punkte gesichert. Doch erneut kamen die Platzherren zum Anschluss und blieben bis zum Schluss mit weit gezogenen Freistößen und Zuspielen in die Spitze gefährlich. 3:4 – ein knapper Sieg, den man sich hätte leichter machen können. Lobenswert sei noch die sehr gute Leistung von Schiri Gadelmeier erwähnt, wie beide Mannschaften bestätigten.

Im Heimspiel am Ostermontag, das auf Seiten der Gastgeber, aber auch eine Halbzeit lang bei den Gästen auf höherem Spielniveau stand, wurde das Ergebnis eindeutiger. Mit zum Teil schönen Spielzügen zeigte sich der ATSV spielerisch verbessert und arbeitete sich auch schnell Chancen heraus. Wertvoll und geschickt die 1:0 Führung durch M.Stöckler in der 15.Minute, der den etwas zu weit vor seinem Tor postierten Torhüter Bucau ausguckte und mit einem Heber Erfolg hatte. Dann hatten die Gastgeber aber auch Glück, als A.Rabolt einen Torabschluss der Gäste auf der Linie am Einschlag hinderte. Dies war in einer Phase, als die Gäste der Kleinsteinbacher Abwehr um S.Lindörfer und M.Städele mit dem quirligen Sane zusetzten. Die Platzherren waren aber noch vor der Pause an der Reihe, doch A.Mall und M.Stöckler scheiterten aussichtsreich.

Wenige Sekunden nach Wiederbeginn versemmelte A.Mall unbedrängt die Riesenchance zum 2:0. Zunehmend wie der ATSV nun sicherer und überlegener wurde, erlahmte der Widerstand der Gäste, und hätten die Gastgeber nicht mehrfach im Abschluss versagt, wäre schon frühzeitig ein deutliches Resultat möglich gewesen. Erst eine glänzende, sehenswerte Einzelaktion von A.Mall, der mehrere Gegner wie Slalomstangen umkurvte, bescherte endlich das 2:0, dem A.Steimle wenig später das 3:0 folgen ließ. Jetzt war ein Debakel für die Gäste durchaus noch möglich, doch Latte, Torwart und vor allem Abschlussversagen (manchen fällt es offensichtlich schwer, den Ball über die Linie zu bringen) verhinderten dies. Ein Wermutstropfen war die muskulär bedingte Auswechslung von Abwehrorganisator S.Lindörfer Mitte der 2.Halbzeit.

 

Jetzt wartet mit dem FV Bruchhausen im nächsten Heimspiel der eigentliche Titelfavorit nach dessen Sieg in Forchheim. Mal sehen, ob man die Ettlinger Vorstädter wie im Hinspiel überraschen kann ?

 

Text: Karl-Heinz Wenz