Stützpunktvereinstagung zum Thema „Integration durch Sport (IdS)“

Teilgenommen hat der ATSV an der Stützpunktvereinstagung zum Thema „Integration durch Sport (IdS)“ in Stuttgart. Die zweite Vorsitzende, Maya Böcherer, und der im Verein integrierte und als Jugendtrainer und Aktiver im Herrenbereich eingesetzte frühere Asylant Assan Jallow, überregional auch schon bekannt geworden durch den über seine Integration gedrehten Film „Keine Angst vorm Schwarzen Mann“, hatten hier einen regen Erfahrungsaustausch mit den Vertretern anderer Vereine in Baden-Württemberg über ihre Integrationsmaßnahmen mit Lösen von Problemen und Schaffen von Strukturen zur Erfüllung von Wünschen. In Workshops beschäftigte man sich auch mit Themen wie Rassismusvorfälle im Sport.

 

Nach einem neunstündigen Informationsmarathon kehrten die Beiden mit vielen Eindrücken zum Thema Integration zurück und wollen versuchen, mit anderen Verantwortlichen im Verein die Bemühungen in und außer-halb des Vereins umzusetzen und zu vertiefen.

Text: KW


BSB Nord und ATSV Kleinsteinbach an der Päd. Hochschule Heidelberg

 

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg war am 29. Oktober Austragungsort des Films „Keine Angst vorm Schwarzen Mann“. Der BSB Nord, vertreten durch Patrick Orf, sowie der ATSV Kleinsteinbach e.V., vertreten durch Assan Jallow und Markus Eble, folgten einer Einladung von Frau Prof. Dr. Engin. 

Frau Engin wollte mit der Einladung ihren 90 angehenden Lehrerinnen und Lehrern in der Ringvorlesung „Inter-/Transkulturelle Pädagogik“ das Thema Integration an einem anschaulichen Beispiel näherbringen. 

Die Begrüßung der Zuhörer und die Einleitung in das Thema übernahm Patrick Orf vom Badischen Sportbund Nord. Er stellte das Projekt „Integration durch Sport“ und den ATSV Kleinsteinbach als Stützpunktverein des Projektes vor, um den Zuhörern die Bedeutung des Films näher zu bringen. 

 

Nach der Filmvorführung stellten sich der Protagonist des Films, Assan Jallow, und der Vereinsvorsitzende des ATSV Kleinsteinbach e.V., Markus Eble, den Fragen der Studierenden. Und die zahlreichen Fragen ließen nicht lange auf sich warten. 

Anders als bei der Vorführung in der letzten Woche im IBZ Karlsruhe, als der Schwerpunkt auf dem Thema Rassismus lag, richtete sich diesmal das Interesse auf die Integration, auf das bisherige Leben von Assan und seine Pläne und Wünsche für die Zukunft. Ein weiterer Punkt, den die Studierenden, alles angehende Lehrer- und Lehrerinnen, brennend interessierte, waren Tipps, wie sie sich später als Lehrer, auf das Thema Integration vorbereiten und Anderen helfen können. 

Von Interesse war für die Studierenden auch, wie man als Vereinsvorsitzender eines Sportvereins, der Integration im Verein lebt und auf der anderen Seite im Beruf als Polizist der Bundespolizei, in welchem Markus in der Vergangenheit viele Berührungspunkte mit zum Beispiel Gewalt von/an Ausländern oder Rückführungen zu tun hatte, mit dem Thema umgeht. Auch hier konnte man dem Publikum an Beispielen aufzeigen, dass Vereinsvorsitzender und Polizist sein, sich nicht im Wege stehen.

 

Die letzte Frage des Abends ging an Assan und lautete: „Wie können wir konkret den vielen Flüchtlingen helfen?“  

Assans prägende Antwort war: „Ihr könnt nicht Allen helfen, helft lieber einem und dafür richtig und dieser kann dann wieder Anderen helfen. Ihr könnt alleine die Welt nicht retten.“

  

Frau Prof. Dr. Engin fragte Assan am Ende, als was er sich fühle, als Flüchtling oder Bürger dieses Landes. Sie machte den Zuhörern noch einmal deutlich, dass Assan als Flüchtling kam. Er hat in Deutschland seine Ausbildung abgeschlossen und einen Beruf erlernt, er hat Arbeit und hat vom Ausländeramt einen Aufenthaltstitel bekommen. ER ist klein Flüchtling mehr, er ist ein Bürger dieses Landes. „Sie müssen hier immer auf den richtigen Begriff achten!“, sagte sie. Anschließend bedankte sie sich bei Patrick Orf, Assan Jallow und Markus Eble für den interessanten Beitrag und kündigte bereits an, dass dieses Thema auch im nächsten Jahr einen Schwerpunkt für die Studierenden darstellen soll.

 

Einige der Zuhörerinnen waren vom Film und vom Auftritt Assans so beeindruckt, dass sie selbst nach dem Ende der Vorlesung noch mit ihm sprechen wollten und sich auch persönlich von ihm verabschiedeten.

 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Vorführung die bisher Beeindruckendste war und für die vielen Studierenden eine Hilfestellung war.

 

Text: ME

Bilder: Heiko Arndt 


Integration durch Sport – 2. Kickschuhbörse im ATSV Vereinsheim

 

Ein Vorschlag, welcher im Rahmen des Informationsgespräches mit unseren Flüchtlingen 2018 vorgebracht wurde, war die Einführung einer Kickschuhbörse, welche nun zum 2. Mal erfolgreich im Vereinsheim des ATSV durchgeführt wurde. 

 

An den Nachmittagen des 22.10. und 23.10.19 konnten sich die Kinder im Clubhaus aus den zahlreich gespendeten Kick- und Turnschuhen, die von unserem FSJler Tim liebevoll aufgebaut wurden, Passende auszusuchen. 

 

Manche Kinder machten sich nicht mal die Mühe ihre Schuhe einzupacken um sie mit nach Hause zu nehmen. Nein, sie wurden gleich angezogen und auf dem Sportplatz einem Test unterzogen.

 

Hassan aus der E-Jugend nutze die Kickschuhbörse um sich für sein nächstes Spiel passende Schuhe auszusuchen. 

 

Ein Dank geht an die zahlreichen Spender und vor allem an Tim, der den Kindern beim Aussuchen und Anprobieren mit Rat und Tat zur Seite stand. 

 

Wir sind uns ziemlich sicher, dass es auch eine 3. Kickschuhbörse geben wird.

 

 

 

Eure Vorstände

 


Der ATSV zu Gast im IBZ

  

Das Internationale Begegnungszentrum Karlsruhe (IBZ) war am 24.10.2019, um 19:00 Uhr, Schauplatz der Filmvorführung "Keine Angst vorm schwarzen Mann - Rassismus, Sport und Integration". 

An der anschließenden Diskussion nahmen neben den Zuschauern auch der Protagonist des Films, Assan Jallow, der sozialpädagogische Begleiter des KSC-Nachwuchses, Gerhard Eiseler, Stefan Dörrich vom Blau-Weiss statt Braun e.V. -  KSC-Fans gegen Nazis, Hans Kyei vom Sport- und Schulamt der Stadt Karlsruhe, zugleich Trainer und Spieler des FV Liedolsheim, der Regisseur Walter Brähler sowie der Vereinsvorsitzende des ATSV Kleinsteinbach e.V., Markus Eble, teil. 

Zunächst ging es in der Diskussion um den Protagonisten des Films. Eine der ersten Fragen an Assan war, wie er sich jetzt nach der bestandenen Prüfung fühlt und wie sein aktueller Aufenthaltsstatus sei. Assan berichtete, dass eine große Belastung von ihm abgefallen sei und er auf die Erteilung seines Daueraufenthaltstitels warte. Hier konnte der Vereinsvorsitzende des ATSV, Markus Eble, dem interessierten Publikum berichten, dass er mit der Sachbearbeiterin der Ausländerbehörde im Kontakt stehe und Assan einen Termin für den 21. November zur Abnahme von Fingerabdrücken für die Erteilung seines dauerhaften Aufenthaltstitels bekommen hat. 

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden Fragen aufgeworfen, ob es in den unteren Spielklassen mehr Rassismus und Gewalt als in den oberen Spielklassen gibt. Dies wurde von den Teilnehmern weitestgehend bejaht und auch Ursachen genannt. Hier konnte Hans Kyei, ehemaliger Spieler des VfL Bochum und Oberligaspieler, der aktuell als Spielertrainer beim FV Liedolsheim spielt, von einem Vorfall aus der jüngsten Vergangenheit berichten. 

Außerdem ging es um die Präventionsarbeit des Vereins Blau-Weiß statt Braun e.V., die durch Herrn Dörrich vorgestellt wurde, und um die Begleitung des KSC-Nachwuchses durch Pädagogen und Psychologen, wie Herr Eiseler anschaulich darstellte. Stark beeindruckt waren die Teilnehmer über die vorbildliche Integrationsarbeit des ATSV Kleinsteinbach e.V., welche man im Film und auch am heutigen Abend sehen konnte, so Herr Eiseler. Dies wurde mit Applaus des Publikums bekundet. 

Zum Abschluss des interessanten Abends bedankte sich die Geschäftsführerin des IBZ, Frau Dr. I. Sardarabady, bei den Teilnehmern mit einem kleinen Geschenk und wünschte allen Akteuren weiterhin ein gutes Gelingen. 

Für den ATSV war es auf jeden Fall ein gelungener Abend, denn es konnten neue Kontakte geknüpft und bereits bestehenden Kontakte intensiviert werden.

Text und Bild: ME


Ein Integrationsbeispiel, das einfach gelingen muss

 

Gambier Assan Jallow fand in Kleinsteinbach eine neue Heimat

 

Assan Jallow hat gern ein Lächeln, ein Strahlen im Gesicht, bleibt aber auch ernst, wenn er mit seinen persönlichen Problemen oder Auswirkungen von Rassismus konfrontiert wird.

 

Am Freitag stand er als zentrale Figur und besonders positives Beispiel, stellvertretend für viele Migranten und Asylsuchende, im Mittelpunkt des Dokumentarfilmes „Keine Angst vorm schwarzen Mann“, den der in Kleinsteinbach wohnhafte Filmschaffende Walter L. Brähler, auch in leitender Funktion bei der Flüchtlingshilfe Pfinztal aktiv, gedreht hat. Es war nach der Uraufführung des Filmes im Ständehaus Karlsruhe im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ Ende März jetzt die zweite Präsentation des Filmes in der neuen Heimat des nunmehr 25-jährigen Gambiers, Kleinsteinbach. Dass sein Freundes- und Bekanntenkreis über drei Generationen hinweg inzwischen beachtlich groß geworden ist, zeigte auch die Besucherresonanz in der gutbesuchten Aula der Aloys-Henhöfer-Schule. Verstanden wurde diese auch als Anerkennung der Persönlichkeit des sympathischen Schwarzafrikaners.

 

Der Film solle ein Licht werfen auf die Integration durch Sport und das Vorbeugen vor Rassismus im Alltag, so Regisseur Brähler, und dass Integration vor allem dann gelinge, wenn Eigeninitiative wie im Fall Assan auf konkrete Hilfe treffe. Gerade für die Unterstützung durch private Seite, den Sportverein ATSV und das Unternehmen Edelstahl Rosswag, in dem Assan eine Ausbildung zum Zerspanungsmechatroniker macht, habe ihm bei seinem Filmprojekt viele positive Erfahrungen beschert.

 

Im Film schildert Assan seinen Werdegang von der Flucht 2011 als Minderjähriger wegen der Lebensumstände aus Gambia, seine abenteuerliche Reise als blinder Passagier auf einem Schiff, die zufällige Ankunft in Deutschland, das Ankommen in einem Asylantenheim in Bad Wildbad und schließlich die zufällige Landung in Kleinsteinbach, wo sich der ATSV von Anfang an um ihn kümmerte und ihm eine sportliche Heimat als Fußballer bot. Ein großer Schritt war die Aufnahme in eine Kleinsteinbacher Familie, wo er sich schnell als Teil der Familie fühlen durfte und, wie bestätigt, als warmherziger Mensch herausstellte. „Ich habe gelernt, wie man in Deutschland lebt“. Doch sein Asylantrag wurde zunächst abgelehnt; eine Petition mit vielen Unterschriften führte dann dazu, dass ihm Bleiberecht eingeräumt würde, wenn er eine Ausbildung erfolgreich abschlösse und eine Anstellung vorweise. Firma Rosswag gab ihm diese Chance („Er ist durch seine Art im Betrieb sehr beliebt“). „Die Arbeit machte mir von Anfang an Spaß. Ich wollte auf eigenen Beinen stehen“, bekennt Assan. Seine sprachlichen Kenntnisse besserten sich zunehmend. Er bezog nun auch eine eigene Wohnung. Im Verein engagierte er sich zusätzlich als Jugendtrainer und außerdem seit 2013 bei der AWO Pforzheim ehrenamtlich bei der Kinderbetreuung. Von allen Seiten gibt es nur lobende Worte. Assan verhehlt aber nicht gemachte Erfahrungen mit Alltagsrassismus, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ignorieren helfe gegen Eskalation. Was ihm auch immer wieder hilft, sind seine vielen Freunde im Verein und im Ort, die ihn immer wieder aufbauen, wenn ihn einmal Mut und Kraft verlassen oder auch hin und wieder Heimweh hat.

 

In dem Film kommen auch Bekannte aus der Fußballszene zum Thema Integration, Sport und Rassismus zu Wort wie der ehemalige Nationalspieler Patrick Owomoyela, der Integrations-Beauftragte des DFB, Cacau, und der Fanbeauftragte von Borussia Dortmund, Daniel Lörcher. Walter Brähler meinte, Assan sei ein Bruder im Geiste von Cacau.

 

Ein Wermutstropfen und einige Selbstzweifel bleiben, weil Assan einen Teil seiner theoretischen Prüfung wiederholen muss (geschieht in dieser Woche). Ursache sind teilweise noch auftretende Verständnisprobleme von Begrifflichkeiten in Text-aufgaben. Es bestehe aber Hoffnung für einen erfolgreichen Abschluss.

 

Eine unglaubliche Kraft, auch mit Rückschlägen fertig zu werden, und Wille, sein persönliches Ziel zu erreichen, wurden dem jungen Mann in der Diskussion bestätigt und größter Respekt gezollt. In Assans Erwiderung in erstaunlichem Deutsch wurde eine tiefe Dankbarkeit für all die Unterstützung deutlich, wobei klar zum Ausdruck kam, dass nicht das Materielle, sondern das Annehmen als Menschen und Gemochtwerden im Vordergrund stehen.

 

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz

Assan Jallow mit Filmproduzent Walter Brähler (li.) und ATSV-Vorsitzender Markus Eble.

 

 


Karlsruher Wochen gegen Rassismus

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Pressemitteilung 21-19 vom 11.03.2019.pd
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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann


Jugend sportlich vielseitig aktiv

 

3.Integrativer Jugendsporttag beim ATSV Kleinsteinbach

 

Pfinztal-Kleinsteinbach. (kw) Der Nachwuchs hatte beim ATSV Kleinsteinbach wieder seinen besonderen Tag. Beim dritten integrativen Jugendsporttag war die Hagwaldhalle Betätigungsfeld für vielseitige sportliche Aktivitäten. Mit Kinderturnen, Tischtennis und Fußball war ein Großteil der sportlichen Palette des Vereines vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt lag aber auch in Sachen Integration durch Sport (IdS). Bei diesem Projekt von Sportorganisationen macht sich der ATSV seit Jahren im Nachwuchs- und Seniorenbereich einen Namen und wird dafür auch beachtlich vom Badischen Sport-bund Nord (BSB) finanziell unter-stützt und vom  Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Stütz-punktverein anerkannt.

 

ATSV-Vorsitzender Markus Eble, auch als Fußballjuniorentrainer engagiert, hatte zusammen mit der Fuß-ball-Jugendabteilung um Heiko Arndt mit den Trainern und Betreuern sowie den Übungsleitern der anderen Sparten mit Sandra Schaier und Jens Kautz sowie dem vom ATSV verpflichteten FSJ-ler Niklas Schneider ein Sechsstunden-Programm bestens vorbereitet und organisiert. Wertvolle Unterstützung gab es zusätzlich durch Eltern bei der Bewirtung und dem Auf- und Abbau.

 

Freude an der Bewegung und Begegnung mit Gleichaltrigen sowie Spaß am Spiel war als Motto für die Ziel-gruppe der Vier- bis Zwölfjährigen  ausgegeben, und daran erfreuten sich auch die schon im Verein aktiven und bestens integrierten Flüchtlingskinder. Von deren jugendlichen Geschwistern machten sich einige als Helfer beim Kinderturnen, als Schiedsrichter beim Fußball oder bei der Bewirtung nützlich. Nicht fehlen durfte Doris Marzluff von der Flüchtlingshilfe Pfinztal, die sich seit Jahren mit großem Engagement um Flüchtlingsfamilien in Kleinstein-bach kümmert.

 

Sportlich gestartet wurde durch die noch junge Vereinssparte Kinderturnen, die einen Parcours mit sechs Gerätestationen aufgebaut hatte. Hier konnten die Kinder Geschicklichkeit und Ausdauer trainieren, aber auch ihren Mut testen. 32 mit-wirkende Kinder zeigten, dass das Angebot gut ankam. Vielleicht werden auch ein paar Neulinge zu den üblichen Wochentrainingsstunden hinzu-kommen, hoffen die Verantwortlichen. Zufriedenstellend war die Resonanz auch bei der Tischtennisabteilung mit Jens Kautz als Verantwortlichem. An acht Platten wurde 18 Kindern das Einmaleins des Tischtennis vermittelt oder Geübteren die Möglichkeit zu Vergleichsspielen geboten. Lauter wurde es, als die Fußball-Bambinis des Gastgebers und die Gäste der Spvgg Söllingen und des FC Berghausen auf zwei Spielfeldern parallel, unterstützt von Anfeuerungsrufen zahlreicher Familienangehöriger und Freunde dem Fußball „hinterherjagten“. Ergebnisse waren zweitrangig; Tore wurden aber trotzdem bejubelt oder bedauert. Dass die E-Junioren fußballerisch schon wesentlich weiter sind und neben Ehrgeiz schon einiges an Technik und Taktik ein-bringen können, bewiesen die acht- bis zehnjährigen Jungen und Mädchen. In einem Turnier maßen sich zwei Teams des ATSV mit den Kameradinnen und Kameraden der SG Stupferich und des FC Busenbach. Auch Bürgermeisterin Nicola Bodner stattete einen Be-such ab und dankte den Vereinsverantwortlichen für ihr Engagement zur sportlichen Förderung im Jugendbereich und die sozialen Integrationsmaßnahmen.

 

 

 

Foto: Wenz

 

 

 

-       Am Geschicklichkeitsparcours beim Kinderturnen

 

-       Bambinis des ATSV vor dem Einsatz mit Betreuerin Melanie Stramm und beim Spielen

 

-       E-Junioren des ATSV mit Flüchtlingskindern, Schiedsrichter Hasan und Trainer Assan Jallow         

 


ATSV bekennt Flaggen!

Mit neuem Logo noch ein Schritt weiter zur Außendarstellung für die Integration im Verein. Der ATSV Kleinsteinbach arbeitet intensiv mit dem Badischen Sportbund (BSB), dem Badischen Fußballverband (BFV) und der Flüchtlingshilfe Pfinztal zusammen.

Der ATSV möchte allen zeigen, dass wir für jeden und alle bereit sind Unterstützung anbieten oder weiter zuvermitteln.



ATSV beim Regionalforum "Integration durch Sport" in Heidelberg dabei

Assan Jallow und Markus Eble stellten erfolgreich die Integrationsarbeit des ATSV Kleinsteinbach vor.

 

Eigens für die Veranstaltung wurde nach der Entscheidung der Gesamtverwaltung Anfang November,

das neue Logo für Integrationsarbeit beim ATSV vorgestellt. Assan und Markus stellten den insgesamt

vier Gruppen die umfangreiche Integrationsarbeit vor.

Für viele der Teilnehmer war insbesondere die Entwicklung von Assan beim ATSV interessant und die

Möglichkeit direkt mit dem  Betroffenen selbst zu sprechen.

 

Der Leiter der Stabsstelle Integration des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis bedankte sich beim ATSV

für die ausführliche Darstellung der Integrationsarbeit und freut sich auf einen weiteren Austausch im

Rahmen des neu geschaffenen Netzwerkes der einzelnen Vereine und der kommunalen Behörde.

 

Bild: Assan Jallow vor der Ständerwand mit dem neuen Integrationslogo des ATSV und Bilder verschiedenster Aktivitäten beim ATSV


Vorschlag Kickschuhbörse in die Tat umgesetzt

Ein Vorschlag, welcher im Rahmen des Informationsgespräches mit unseren Flüchtlingen am 31.09.18 vorgebracht wurde, war die Einführung einer Kickschuhbörse, welche bereits am 22.10.2018 im Vereinsheim des ATSV in die Tat umgesetzt wurde.

  

Dem Aufruf der Jugendabteilung zur Spende von Kick- und Hallenschuhen sind viele Eltern im Vorfeld gefolgt. Um 13:00 Uhr war es dann soweit, die großen Gäste wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen und die Junioren konnten zahlreiche Schuhe anprobieren.

  

So war es möglich, dass einige  unserer jungen Spieler sich rechtzeitig vor der Hallensaison und dem Trainingslager der F- und E-Junioren mit  " Turnschuhen" ausstatten konnten.

  

Ein Dank geht an die Helfer vor und hinter dem Tresen und an Melanie für die leckeren Muffins.

  

Eure Vorstände

 


Den richtigen Durchblick bekommen!

 

Wenn man auf dem Sportplatz sagt, der Spieler hat keinen Durchblick, denkt man im ersten Moment daran, dass der Spieler kein Auge für das Spielgeschehen hat.

 

Im Fall unseres im Sommer zu uns gewechselten gambischen Spielers Alieu Daffeh liegt es daran, dass unser Spieler einen angeborenen Sehfehler hat.

 

Dies hat er unseren Verantwortlichen im Sommer nach dem Spiel des FC Gambia gegen den ATSV mitgeteilt. Die Vereinsverantwortlichen haben prompt gehandelt. Sie nahmen den Spieler direkt „an der Hand“ und sind mit ihm zum Optiker gefahren.

  

In den ersten Gesprächen ging es um die Entscheidung „Sportbrille oder Kontaktlinsen“ für Alieu. Schnell war die Entscheidung zu Gunsten der Kontaktlinsen gefallen. Aufgrund der Besonderheit seiner Sehschwäche dauerte die endgültige Fertigstellung der Kontaktlinsen bis Anfang Oktober; erst dann konnte Alieu seine speziellen Linsen in Empfang nehmen.

  

Auch dies zeigt, dass beim ATSV keiner mit Problemen alleine gelassen wird. Das ist auch Integrationsarbeit, und diese wird beim ATSV großgeschrieben.

  

Ein besonderer Dank geht an die Mitarbeiter des Geschäfts Pfinztal-Optik in Söllingen für ihre Geduld und Fachkompetenz. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

  

Text und Fotos: ME


Kontakt zu Flüchtlingen gepflegt ATSV Kleinsteinbach engagiert sich weiter im Projekt IdS

Der ATSV Kleinsteinbach hat sich seit der Wahl der neuen Verwaltung im März 2017 um die Integration von Flüchtlingen bemüht. Dabei kamen wichtige Impulse durch den Badischen Sportbund Nord mit seinem Projekt Integration durch Sport (IdS). Als Erfolg lässt sich bereits festhalten, dass der Verein inzwischen schon mehrere Maßnahmen unternommen und Veranstaltungen durchgeführt hat, um die Integration voranzubringen. Mehrere Jugendliche von Flüchtlingsfamilien spielen bereits in den Juniorenmannschaften des ATSV und der SG Pfinztal, einige erwachsene Gambier und ein Iraker in den Seniorenteams. Am Wochenende fand mit den Flüchtlingen im Verein und deren Familien, den Verantwortlichen der Verwaltung sowie Vertretern von Verbänden und Organisationen, mit denen der ATSV Berührungspunkte hat, ein Informationsaustausch statt. Man wolle in lockerer Atmosphäre das Gespräch suchen, vor allem die Interessen der Flüchtlinge und Asylbewerber näher kennenlernen, gab erster Vorsitzender Markus Eble einleitend vor. Sechs syrische Familien, je eine aus dem Irak und Iran und fünf Gambier, die alle fußballerisch aktiv sind, gehören zu diesem Personenkreis. Zugegen waren auch der Sprecher der Flüchtlingshilfe Pfinztal, Walter Brähmer, Doris Marzluff, die für den CVJM und die evangelische Kirchengemeinde sich fast täglich um die Familien kümmert, und Patrick Orf vom BSB Nord, der das Projekt IdS federführend begleitet. Er äußerte sich anerkennend zum Engagement des ATSV, begrüßte, dass dieser Stützpunktverein für IdS ist, und bekräftigte, auf diesem Weg weiterzumachen. Bedauert wurde, dass kein Vertreter der politischen Funktionsträger im Ort anwesend war. Die Neu-Kleinsteinbacher sind allesamt froh und dankbar für die Aufnahme von Vereinsseite und die Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung. Am 6.Oktober soll ein Strategie-Workshop der ATSV-Verwaltung stattfinden, wo eine „Fahrplan“-Festlegung für die nächsten fünf Jahre geplant ist. Die Bedürfnisse der Flüchtlinge sollen hier auch mit einfließen.

 

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz

 

 

Informationsaustausch beim ATSV Kleinsteinbach mit Flüchtlingsfamilien und den Verbandsvertretern, Patrick Orf (li.) vom Badischen Sportbund Nord und Walter Brähmer (hintere Reihe 6. v.li.) von der Flüchtlingshilfe Pfinztal


Internationalen Tag der Freundschaft

Zum Internationalen Tag der Freundschaft am 30.07. spielte das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) drei kurze Video-Sequenzen zum Thema in den sozialen Netzwerken und auf www.integration-durch-sport.de ein. 

Webseite des DOSB: https://www.dosb.de/sonderseiten/news/news-detail/news/freunde-geworden/ 


"1:0 für die Integration..."

...unter diesem Motto hatte der ATSV Kleinsteinbach am Montag den "FC Gambia" aus Pforzheim zu einem Fußballspiel im Rahmen seines sommerlichen Sportfestes eingeladen.

Der "FC Gambia" wurde in Pforzheim von Geflüchteten aus Gambia gegründet. Meistens spielt die lockere Gruppe eher gegen andere Mannschaften von Geflüchteten, Begegnungen mit "alteingesessenen" Vereinen sind eher selten. Aber da mit Assan Jallow, einem aus seiner Heimat Geflüchteten, inzwischen auch ein ehrenamtlicher Trainer aus Gambia beim ATSV arbeitet, lag es für den Verein, der das Programm "Integration durch Sport" sehr ernst nimmt, nahe, diesen Kontakt für eine sportliche Einladung zu nutzen.

Die Gäste aus Pforzheim waren sehr beeindruckt vom freundlichen Willkommen beim ATSV. Sie bekamen zum Spiel einen neuen Satz Trikots in den Nationalfarben Gambias und fünf Trainingsbälle. Außerdem hatte der Verein für die Muslime unter ihnen extra Putenfleisch besorgt. So etwas habe man vorher noch nicht erlebt, bekannten sie sichtlich erfreut. Beim Freundschaftspiel gegen die 2. Mannschaft des ATSV konnten sie schnell ihr fußballerisches Können zeigen und gewannen mit 4:2. Aber einige von ihnen blieben auch danach noch lange beim ATSV - bis in die Nacht.

So wird demnächst der eine oder andere am Probetraining in Kleinsteinbach teilnehmen und mancher überlegt sich, in Zukunft nicht nur beim, sondern für den ATSV zu spielen.

Der Trainer des ATSV ist von der Idee jetzt schon begeistert.

 

Video:

https://www.facebook.com/Welcome.Pfinztal/videos/1023988281116175/

 

Text und Video: Walter L. Brähler 


"Integration durch Sport"  Bericht über Assan Jallow

Durch Beharrlichkeit, Fleiß und Unterstützung erfolgreich

Flüchtling Assan Jallow hofft auf Zukunft in Deutschland

 

Er kam im September 2011 auf abenteuerlichem Weg per Schiff aus seinem Heimatland Gambia nach Norddeutschland: Assan Jallow, damals 17-jährig, floh vor dem hoffnungslosen Zustand seiner afrikanischen Heimat und setzte sich von Anfang das Ziel, sich in Deutschland eine lebenswerte Existenz aufzubauen. Über die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und Asylbewerber in Karlsruhe wurde er dem Kreis Calw zugewiesen und in einem Heim in Bad Wildbad untergebracht. Trotz dort herrschenden menschenunwürdigen Zuständen verlor er nicht die Hoffnung auf ein besseres Leben. Durch Zufall lernte er im April 2012 einen mit seiner Familie in Kleinsteinbach wohnenden Nigerianer kennen, und durch einen Besuch bei dieser Familie ergaben sich durch die Lage deren Haus direkt gegenüber dem Kleinsteinbacher Sportplatz schnell Kontakte zum ATSV. Assan nahm alsbald im Verein das Fußballtraining auf und bewies von Anfang an Talent. Zu jedem Training und bald auch zu Spielen reiste er mit der S-Bahn aus Bad Wildbad an und schätzte die freundliche Aufnahme im Verein.

 

Es gab aber auch Rückschläge; zwei Asylanträge wurden per Gerichtsbeschluss abgelehnt. Er durfte entgegen seinem Wunsch auch keine Schule besuchen. Das Sozialamt in Pforzheim hatte dann jedoch Einsehen und schaltete über den Rat für Flüchtlinge in Stuttgart eine Petition. Dem ausdrücklichen Wunsch des Jungen, einen Sprachkurs belegen zu dürfen, wurde entsprochen. Er besuchte ein Jahr lang in Pforzheim die Deutsche Angestellten Akademie und machte schnell sprachliche Fortschritte. So wurde ihm dann auch erlaubt, in der Johanna-Wittum-Schule in Pforzheim den Hauptschulabschluss zu erlangen. Seit 2012 war Assan auch ehrenamtlich bei der AWO-Kinderbetreuung in Pforzheim (bis heute) und als Krankenpflegehelfer in Bad Wildbad tätig. Eine vom Rat, dem Sozialamt und vom ATSV unterstützte Petition, mit über 2000 befürwortenden Unterschriften belegt, zur Erlangung des Bleiberechts wurde im Dezember 2013 dem Integrationsministerium übergeben. Nach einer ersten Ablehnung stimmte Innenminister Gall mit Auflagen am 12.1.15 doch zu. Verlangt wurde die Vorlage seines Passes und der Beginn einer anerkannten Berufsausbildung. Inzwischen hatte Assan durch seine Sportkontakte eine Bleibe bei der Kleinsteinbacher Familie Poslovski gefunden. Durch die Geschäftsleitung und Seniorchef Karlheinz Essig unterstützt, konnte er bei Edelstahl Rosswag im September 2015 eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker beginnen, nachdem er dort vorher ein sechsmonatiges Praktikum absolviert hatte. Sehr dankbar ist er über die vielfältige Unterstützung in der Firma, die ihm große Hoffnung macht, seine Lehre im Februar 2019 erfolgreich abschließen zu können und damit Asylrecht zu erhalten.

 

Seit Januar 2016 hat er bei seinen nigerianischen Freunden eine Einliegerwohnung. Seine schon sehr guten Deutschkenntnisse verbessert er auf eigenes Betreiben zusätzlich durch einen Privatunterricht (die finanzielle Kompensation erfolgt durch häusliche Mitarbeit) und erhält noch technische Nachhilfe zur Verbesserung seiner Kenntnisse in der Elektropneumatik und CNC-Technik. Seit diesem Monat engagiert er sich der nunmehr 23-Jährige noch ehrenamtlich als Trainer bei den E-Junioren des ATSV. Die Grundlagen zur Sicherung einer Zukunft in seiner neuen Heimat scheinen gelegt. So kann Integration voll gelingen.

 

Text und Fotos: Karl-Heinz Wenz 


Der ATSV Kleinsteinbach vertieft sein Integrationsprojekt

Sportausrüstung für syrische Jugendfußballer

 

Der ATSV Kleinsteinbach hat sein Wort gehalten und einen weiteren Baustein zu seinen Maßnahmen und Projekten zur Integration durch Sport für Flüchtlinge hinzugefügt. Im Juli veranstaltete die Jugendabteilung erstmals einen Flohmarkt und richtete da einen Sonderstand ein, dessen Erlös den drei syrischen Flüchtlingskindern, die alle drei in der ATSV-F-Jugend trainieren und spielen, zugutekommen sollte. Unter Mitgliedern und Freunden waren im Vorfeld Spielsachen und Kleidungsstücke gesammelt worden, die beim Flohmarkt zum Verkauf angeboten wurden. 286 Euro kamen zusammen. Erster Vorsitzender Markus Eble, auch als Jugendtrainer aktiv, entschied sich mit der Jugendleitung, für die sieben und acht Jahre alten Jungs, die in den zwei Jahren ihres Aufenthalts in Kleinsteinbach auch schon große sprachliche Fortschritte gemacht haben, eine Sportausrüstung anzuschaffen. Mit dem Sporthaus Föller in Königsbach, das auch die ATSV-Jugendmannschaften ausstattet, fand man einen Kooperationspartner für die Aktion. Chef Thomas Föller lobte die Initiative und Integrationsmaßnahme und unterstützte großzügig. So konnten sich Abudi, Yazan und Hassan aus dem Warensortiment neue Fußballschuhe, Schienbeinschoner und Sportstutzen aussuchen und durften auch noch jeder einen Lederball in Empfang nehmen. Freudestrahlend und voller Stolz machten sie sich mit ihrer neuen Errungenschaft auf den Heimweg.

 

Text und Bild: Karl-Heinz Wenz

 

Drei syrische Jugendfußballer wurden durch den ATSV Kleinsteinbach mit 1.Vorsitzenden Markus Eble mit Sportausstattung beschenkt.

Vorsitzender Markus Eble (li.) und Firmeninhaber Thomas Föller mit den drei syrischen Jungs